Sechs Jahrzehnte für Floisdorf eingesetzt

Dorfbevölkerung und Mechernichs Bürgermeister weihten feierlich den neuen Josef-Drügh-Platz ein – Spielplatz konnte nur mit Hilfe von Sponsoren errichtet werden

Das Schild zum Josef-Drügh-Platz enthüllten Dr. Hans-Peter Schick (v.l.), Bürgermeister der Stadt Mechernich, und Christian Heitmann, Floisdorfer Ortskartellvorsitzender. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Das Schild zum Josef-Drügh-Platz enthüllten Dr. Hans-Peter Schick (v.l.), Bürgermeister der Stadt Mechernich, und Christian Heitmann, Floisdorfer Ortskartellvorsitzender. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Floisdorf – Es sah aus, als sei ganz Floisdorf auf den Beinen, als am vergangenen Sonntagnachmittag der Josef-Drügh-Platz im Schatten der Floisdorfer Kirche eingeweiht wurde. „Josef Drügh hat sich nie danach gedrängt, in vorderster Reihe zu stehen, er wollte lieber anpacken und hat so sechs Jahrzehnte lang Dorfgeschichte geschrieben“, so Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister der Stadt Mechernich, in seiner Laudatio.

Drügh zu Ehren hatten sich neben zahlreichen Floisdorfer Privatpersonen die Löschgruppe Floisdorf, der Musikverein „Cäcilia Floisdorf“,  der Kirchenchor „Pankratius Floisdorf“ und auch Kreis-Politik-Prominenz wie der stellvertretende Landrat Josef Rhiem und der Abgeordnete Uwe Schmitz eingefunden. Josef Drügh (1916-2008) war von 1948 bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 Floisdorfer Bürgermeister. Bis zu seinem Tod war er Ortsvorsteher von Floisdorf.

In dieser Zeit konnte Floisdorf im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Silberplakette auf Landesebene und sogar die Goldplakette  auf Bundesebene absahnen. 1970 bekam Drügh für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. An seinem 90. Geburtstag wurde ihm eine besondere Auszeichnung zuteil, die nur drei weitere Personen inne haben: Josef Drügh wurde zum Ehrenbürger der Stadt Mechernich ernannt. Schick: „Ihm war es sehr wichtig zu betonen, dass diese Auszeichnung dem Dorf gehört und nicht ihm allein.“

Freuen sich über den neuen Spielplatz in Floisdorf: Josef Rhiem, stellvertretender Landrat, Dr. Hans-Peter Schick, Mechernicher Bürgermeister, Marlene Schoddel, Pastor Heinz-Josef Arenz, Katharina Klinkhammer von der Energie Nordeifel, Kreistagsmitglied Uwe Schmitz, Gerhard Drügh, Christian Heitmann und Ernst Schoddel. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Freuen sich über den neuen Spielplatz in Floisdorf: Josef Rhiem, stellvertretender Landrat, Dr. Hans-Peter Schick, Mechernicher Bürgermeister, Marlene Schoddel, Pastor Heinz-Josef Arenz, Katharina Klinkhammer von der Energie Nordeifel, Kreistagsmitglied Uwe Schmitz, Gerhard Drügh, Christian Heitmann und Ernst Schoddel. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Direkt am Josef-Drügh-Platz ist ein Spielplatz entstanden. Christian Heitmann, Floisdorfer Ortskartellvorsitzender, berichtete: „Als uns vor zweieinhalb Jahren Mütter nach einem Spielplatz fragten, wollten wir gerne helfen, aber als wir die Kataloge für Spielgeräte gewälzt haben, wurden wir erst einmal blass!“ Schnell war klar, dass nur mit Sponsoren das Projekt gestemmt werden konnte. Heitmann: „Und so möchte ich mich heute besonders bei der Energie Nordeifel, dem RWE, der KSK Bürgerstiftung, der Volksbank Mechernich, der Löschgruppe Floisdorf, der Bobbycarjugend und der Stadt Mechernich bedanken.“ Letztere hatte mit tatkräftiger Unterstützung des Bauhofs die gekauften Spielgeräte von Rutsche über Klettergerüst und Nestschaukel bis zur Seilbahn aufgebaut.

Pastor Heinz-Josef Arenz segnete den Spielplatz: „Ich freue mich, dass ich dazu eingeladen wurde, es zeigt, dass den Menschen bewusst ist, dass sie Gottes Segen bedürfen und nicht alles aus Menschenhand kommt.“ Unter den zahlreichen anwesenden Gästen waren auch Marlene Schoddel, die Tochter von Josef Drügh, ihr Bruder Gerhard Drügh sowie der Enkel Ernst Schoddel.

Eifeler Presse Agentur/epa

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