Matchball für Photovoltaik

Euskirchener Sonnenenergie-Profis „F&S solar“ bestückten Tennishallen in Troisdorf mit 2632 Photovoltaik-Modulen und sanierten dabei gleich noch das mit  Asbest belastete Dach – Weitere Kooperation mit Stadtwerken Troisdorf nach dem Mammut-Solarkraftwerk in Oberlar

Sie setzen weiterhin auf Photovoltaik: Dr. André Baade (v.l.) von den Stadtwerken Troisdorf,  Klaus-Werner Jablonski, Bürgermeister der Stadt Troisdorf, Udo Blum, Geschäftsführer „Tenniscentrum Troisdorf“, Thomas Prick, Projektleiter „F&S solar“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Sie setzen weiterhin auf Photovoltaik: Dr. André Baade (v.l.) von den Stadtwerken Troisdorf, Klaus-Werner Jablonski, Bürgermeister der Stadt Troisdorf, Udo Blum, Geschäftsführer „Tenniscentrum Troisdorf“, Thomas Prick, Projektleiter „F&S solar“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Troisdorf – „Photovoltaikanlagen rentieren sich auf jeden Fall noch“, betonte Thomas Prick, Projektleiter für Dach-Sonnenkraftwerke beim Euskirchener Solarspezialisten „F&S solar“, in luftiger Höhe auf den Dächern des „Tenniscentrum Troisdorf“. Dort stellte er am vergangenen Freitag ein besonderes Projekt vor: Dachsanierung gegen Flächen für 2632 Photovoltaik-Module.

Denn die 513 Kilowatt-Peak-Anlage, die bei einer Jahresleistung von über 400.000 Kilowattstunden rechnerisch 120 Haushalte mit sauberem Strom versorgen kann, löste ein großes Problem der Tennishallen-Betreiber: Das alte, mit Asbest belastete Dach musste dringend saniert werden, aber es war kein Budget dafür vorhanden.

Perfekter Tausch: Auf den zwei Troisdorfer Tennishallen sind jetzt statt asbesthaltigen Dächern 2632 Solarmodule auf wärmegedämmten Flächen installiert – nach nur drei Wochen Bauzeit. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Perfekter Tausch: Auf den zwei Troisdorfer Tennishallen sind jetzt statt asbesthaltigen Dächern 2632 Solarmodule auf wärmegedämmten Flächen installiert – nach nur drei Wochen Bauzeit. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Durch die guten Erfahrungen in Troisdorf mit „F&S solar“, die den seinerzeit größten Solarpark Nordrhein-Westfalens in Troisdorf-Oberlar bauten, kam man auf die Euskirchener, die ein besonderes Angebot vorschlugen. Thomas Prick erklärte: „Wir haben das alte Dach auf den beiden großen Hallen abgebaut und entsorgt, danach haben wir ein neues, wärmegedämmtes Dach installiert. Dafür durften wir die Fläche mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage bestücken.“

Udo Blum, Geschäftsführer der „Tenniscentrum Troisdorf Verwaltung“, ist hochzufrieden mit der Lösung: „Wir mussten bisher beim Bau und der Instandhaltung immer wieder finanziell nachlegen – so sind wir ohne Belastung zu einem neuen Dach gekommen!“

Dr. André Baade (v.l.) von den Stadtwerken Troisdorf und Thomas Prick, Projektleiter „F&S solar“, vor einigen der 2632 Solarmodule auf den Tennishallen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Dr. André Baade (v.l.) von den Stadtwerken Troisdorf und Thomas Prick, Projektleiter „F&S solar“, vor einigen der 2632 Solarmodule auf den Tennishallen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Stadtwerke Troisdorf, auch Auftraggeber für das Solarkraftwerk in Oberlar, sind auch bei dem Tennis-Projekt mit im Boot und stellen die Trafo-Anlagen. Klaus-Werner Jablonski, Bürgermeister der Stadt Troisdorf, lobte die gute und sehr schnelle Ausführung: Baubeginn war am 24. Mai – da war noch das alte Dach auf den Hallen – und am 14. Juni wurde das Team von „F&S solar“ bereits mit den Installationsarbeiten fertig, einen halben Monat vor dem Stichtag „30. Juni“, nach dem die staatlich auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung wieder gesenkt werden soll.

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Einer der 31 Wechselrichter, die den Gleichstrom aus den Solarmodulen in Wechselspannung für das Stromversorgungsnetz umwandeln. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Einer der 31 Wechselrichter, die den Gleichstrom aus den Solarmodulen in Wechselspannung für das Stromversorgungsnetz umwandeln. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Aber auch bei einer weiteren Kürzung der Vergütung sollen sich Solar-Dachanlagen noch rentieren: „Wir haben bis Ende des Jahres gut gefüllte Auftragsbücher“, verrät Prick. Dr. André Baade von den Stadtwerken Troisdorf setzt ebenfalls weiterhin auf Solartechnik: „Wir sind im Kreis fast führend in Sachen Photovoltaik, bertreiben selbst drei Anlagen  und haben auch eine Bürger-Solargenossenschaft. Wir arbeiten an weiteren Photovoltaik-Projekten, denn wir wollen uns unabhängig von den Großen machen und regenerativen Strom zu günstigen Preisen anbieten.“

Auch die Umwelt und damit letztendlich alle Bürger profitieren von dem Solarkraftwerk: Gegenüber herkömmlicher Stromerzeugung werden jährlich 280 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Bürgermeister Jablonski: „Jede Photovoltaik-Anlage ist ein kleiner Baustein zur Energiewende. Schließlich wollen wir alle weg von der Atomenergie.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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