Statt Autolärm herrschte munteres Geklingel im Ahrtal

Bildergalerie – 20.000 Radler, Inline-Skater und Wanderer nahmen an der 8. „Tour de Ahrtal“ teil – 50 Belgier kamen eigens mit dem Rad aus Zaventem – Startschuss mit der „Donnerbüchse“

Mit Knalleffekt begann die Tour de Ahrtal, als Fritz Langenhorst (am Gewehr von links), Kreisbeigeordneter Ahrweiler, Rolf Hartmann, Bürgermeister Gemeinde Blankenheim, und Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, den Startschuss zu dem großen Fahrradevent gaben. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mit Knalleffekt begann die Tour de Ahrtal, als Fritz Langenhorst (am Gewehr von links), Kreisbeigeordneter Ahrweiler, Rolf Hartmann, Bürgermeister Gemeinde Blankenheim, und Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, den Startschuss zu dem großen Fahrradevent gaben. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – Kaum hatte Diakon Erich Schmitz die anlässlich der „Tour de Ahrtal“ in Blankenheim versammelten Radler mit einem „So radelt hin in Frieden!“ gesegnet, da griffen der Euskirchener Landrat Günter Rosenke, der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann und der Ahrweiler Kreisbeigeordnete Fritz Langenhorst zur Donnerbüchse und feuerten daraus einen so ohrenbetäubenden Schuss ab, dass das ganze Ahrtal zu erzittern schien. Damit war die 8. „Tour de Ahrtal“ traditionell eröffnet, und die Radler setzten sich in Bewegung, um sich entlang der Ahr auf den Weg von Blankenheim nach Dümpelfeld zu machen. Ebenso traditionell wie der Schuss scheint auch die Tatsache zu sein, dass es bei der „Tour de Ahrtal“ noch nie geregnet hat. So fuhren die Teilnehmer, abgesehen von dem einen oder anderen Kölschtrinker, auch in diesem Jahr „trocken“ von Station zu Station, obwohl es am Samstag noch bis spät in die Nacht wie aus Kübeln geschüttet hatte.

Landrat Günter Rosenke (ganz links) und Bürgermeister Rolf Hartmann (ganz rechts) bedankten sich beim Team der „ene“, Hauptsponsor der Tour de Ahrtal. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Landrat Günter Rosenke (ganz links) und Bürgermeister Rolf Hartmann (ganz rechts) bedankten sich beim Team der „ene“, Hauptsponsor der Tour de Ahrtal. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Bürgermeister Hartmann nannte die „Tour de Ahrtal“, die durch zwei Bundesländer, drei Landkreise und vier Gemeinden führt, die allesamt für das Gelingen des Events mitverantwortlich sind, „deutschlandweit einzigartig“. Der „Vater der Tour de Ahrtal“, Landrat Rosenke, hatte bereits auf seiner Fahrt nach Blankenheim mit Rädern bepackte Fahrzeuge aus Viersen, Mettmann Düsseldorf, Neuss und Köln gesehen und verwies auf die überregionale Bedeutung, die die „Tour de Ahrtal“ mittlerweile genieße. „Hier wird gute Freizeit- und Tourismusarbeit geleistet“, lobte der Landrat das Radevent.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Insgesamt wurden 50.000 Euro für neues Bootshaus gespendet

[nggallery id=10]

Besonders bedankten sich die Offiziellen bei der „Energie Nordeifel“ („ene“), dem regionalen Energieversorger mit Sitz in Kall, der als Hauptsponsor die „Tour de Ahrtal“ maßgeblich ermöglichte. Die „ene“ zeigte aber nicht nur finanziell Flagge: Über 20 Mitarbeiter gingen mit an den Start. „Für uns ist die Tour de Ahrtal mittlerweile so eine Art Betriebsausflug geworden“, sagte „ene“-Prokurist Markus Böhm. Und für jeden gefahrenen Kilometer spendet die Energie Nordeifel wieder einen Euro für „ene jode Zweck“.

Ebenfalls ein starkes Team bildeten die Mitglieder des Fahrradvereins aus Zaventem, der belgischen Partnergemeinde Blankenheims. Die gut 50 belgischen Radler waren eigens für die Tour von ihren Blankenheimer Freunden mit dem Fahrrad abgeholt worden. Sie hatten also schon eine gut 190 Kilometer lange Radfahrt in den Knochen, bevor der Startschuss fiel.

Vom Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim aus machten sich zahlreiche Radler auf den Weg. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Vom Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim aus machten sich zahlreiche Radler auf den Weg. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Insgesamt, so die Veranstalter, sollen wieder über 20.000 Radler, Inline-Skater und Wanderer das Ahrtal bevölkert haben. Getreu der Devise von Bürgermeister Hartmann: „Das Schönste am Radfahren sind die Pausen“, gab es entlang der gesamten Strecke auch immer wieder Stationen, an denen man sich erfrischen konnte oder über interessante Themen informiert wurde. In Ahrdorf  beispielsweise machte der Fagabundus des Fördervereins Nationalpark Eifel Halt, für die Kinder war eine Hüpfburg aufgebaut, die Energie Nordeifel schenkte „Energydrinks“ aus, es gab Waffeln, und natürlich konnte man sich hier einen Etappen-Stempel für die Tour holen.

Eifeler Presse Agentur/epa

Ein Gedanke zu „Statt Autolärm herrschte munteres Geklingel im Ahrtal“

  1. 1 x im Jahr Tour de Ahrtal
    aber
    364 x TORTUR IM AHRTAL

    Die Tour de Ahrtal war auch in diesem Jahr wieder ein Genuss für alle RadfahrerInnen!

    Bis zur Tour im nächsten Jahr folgen jetzt erst mal wieder 364 saugefährliche Tage – TORTUR IM AHRTAL – zwischen Fuchshofen und Schuld.

    Über diesen leidvollen Umstand konnte ich bisher hier und in der Lokalpresse nur wenige kritische Worte lesen. Ich frage mich, warum eigentlich?

    Ist die letzte saugefährliche Lücke im Ahrtal-Radweg erst dann ein Thema für die Zeitungen und Presseagenturen, wenn dort RadlerInnen unter die Räder kommen?

    Verantwortliche Verbandsbürgermeister und Landräte werden sich dann auch mal in der traurigen Angelegenheit zu Wort melden müssen. Mit oder ausnahmsweise mal ohne Foto – ich bin gespannt.

    Aber, auch die AnliegerInnen schweigen ach so bequem.
    Von WutbürgerInnen noch weit und breit keine Spur.
    Aber, was noch nicht ist, kann ja noch werden!

Kommentar verfassen