Waschtag wie zu Großmutters Zeiten

Die „Große Wäsche“ war einst Schwerstarbeit für Frauen – Besucher können selbst zu Waschbrett und Bürste greifen

Wie früher in Handarbeit der Schmutz aus der Wäsche geschrubbt wurde, können Besucher im LVR-Freilichtmuseum Kommern selbst ausprobieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Wie früher in Handarbeit der Schmutz aus der Wäsche geschrubbt wurde, können Besucher im LVR-Freilichtmuseum Kommern selbst ausprobieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Kommern – Wie mühselig die Wäschepflege von Hand und mit einfachen Geräten früher war, können Besucher am Sonntag, 29. Juli, LVR-Freilichtmuseum Kommern erleben. Denn bei der „Großen Wäsche“ zeigen die Museumsbäuerinnen, wie es mit Waschbrett und Bürste früher dem Schmutz an den Kragen ging. Besucher können gerne ausprobieren, wie anstrengend die Arbeit mit Wäschestampfer und weiteren Geräten war.

Bis in die späte Nachkriegszeit hinein, bevor die vollautomatische Waschmaschine allgemeine Verbreitung fand,  war der Waschtag für viele Frauen ein Alptraum. Denn Waschen war ein langwieriger Prozess. Am Vorabend wurde die Wäsche in einer Lauge aus Buchenholzasche eingeweicht. Beim Kochen der Wäsche am nächsten Tag verwandelte sich die Waschküche in eine Sauna. Das Rubbeln der Wäsche auf dem Waschbrett, das Auswringen und Wenden der großen Wäscheteile war besonders harte Arbeit. Aus dem heißen Wasser kam die Wäsche dann in das eiskalte Spülwasser.

Da der Waschtag für die Frauen Schwerstarbeit bedeutete, musste der übrige Haushalt an dem Tag liegen bleiben. So kam meist nur aufgewärmter Eintopf auf den Tisch. Und auch an den nächsten Tagen blieb fürs Kochen kaum Zeit: Zu sehr waren die Frauen noch mit Flicken und Bügeln beschäftigt.

Info:

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Eickser Straße, 53894 Mechernich-Kommern

Eintritt: Erwachsene 5,50 Euro,  Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei. Parkgebühr 2,50 Euro

Eifeler Presse Agentur/epa

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