Kopflose Stein-Adler in Vogelsang entdeckt

Dr. Monika Herzog (l.) vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und Klaus Ring, Fachbereichsleiter Ausstellungen und Forschung in Vogelsang, stellten die Funde der Presse vor. Bild: vogelsang ip
Dr. Monika Herzog (l.) vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und Klaus Ring, Fachbereichsleiter Ausstellungen und Forschung in Vogelsang, stellten die Funde der Presse vor. Bild: vogelsang ip

Schleiden-Vogelsang – Bei Ausschachtungsarbeiten für das neue Forum Vogelsang wurden jetzt Fragmente der Adler-Steinplastiken gefunden, die bis 1945 auf dem „Adlerhof“ in Vogelsang standen und ihm den Namen gaben. „Bauarbeiter stießen Ende vergangener Woche beim Ausbaggern von verschütteten Kellerräumen im kriegszerstörten Ostflügel auf die Überreste der seit 1947 verschwundenen Plastiken von Willy Meller“, heißt es in einer Pressemitteilung von „vogelsang ip“.

In unmittelbarer Nähe sei auch ein Fragment geborgen worden, das der Unterbau der ebenfalls nicht mehr vorhandenen Brunnenschale aus der Mitte des „Adlerhofs“ sein könnte.

Den Adlern fehlen allerdings die Köpfe. Die wurden wahrscheinlich von den Alliierten als Souvernir mit nach Hause genommen. Bild: vogelsang ip
Den Adlern fehlen allerdings die Köpfe. Die wurden wahrscheinlich von den Alliierten als Souvernir mit nach Hause genommen. Bild: vogelsang ip

Ferner konnte das wissenschaftliche Team von „vogelsang ip“ zahlreiche Materialproben von wertvollen Marmorfußböden, dem hellen Muschelkalkbelag des „Adlerhofs“ vor 1945, und die Reste zahlreicher Gebrauchsgegenstände aus dem viele Hundert Kubikmeter umfassenden Bauschutt des ehemaligen Gebäudekomplexes bergen.

„Die freigelegten Keller aus der NS-Zeit sind gut erhalten und bieten erstmals einen umfassenden Einblick in die Wucht und Wirkung der alliierten Bomben, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges auf Vogelsang fielen“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

 

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