Eifel Vital: Jetzt ist auch die Deutsche Sporthochschule Köln mit im Boot

Studenten unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Froböse und Dr. Birgit Wallmann erstellen Handlungsempfehlungen für das gemeinsame Projekt der Stadt Bad Münstereifel sowie den Kommunen Blankenheim, Dahlem und Nettersheim

Prof. Dr. Ingo Froböse startet durch für das Projekt „Eifel Vital“ und will mit seinen Studenten Handlungsempfehlungen für den Präventionstourismus in der Eifel erstellen. Bild: Froböse
Prof. Dr. Ingo Froböse startet durch für das Projekt „Eifel Vital“ und will mit seinen Studenten Handlungsempfehlungen für den Präventionstourismus in der Eifel erstellen. Bild: Froböse

Eifel – „Wer sich keine Zeit für Bewegung nimmt, wird sich irgendwann ganz viel Zeit für seine Krankheiten nehmen müssen!“ – Das ist das erklärte Credo von Prof. Dr. Ingo Froböse, Universitäts-Professor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Der „Leiter des Zentrums für Gesundheit“ gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der Prävention im Sport und hat mit seinen vielbeachteten Vorträgen auch schon im Kreis Euskirchen für Furore gesorgt.

„Umso mehr freue ich mich, dass wir Professor Froböse gemeinsam mit Frau Dr. Wallmann für unser Projekt Eifel Vital begeistern konnten“, berichtet Sven Zürneck. Zürneck managt das vom Land NRW mit 320.000 Euro geförderte und zunächst auf drei Jahre befristete Projekt „Eifel Vital“, bei dem sich Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem und Nettersheim zusammengetan haben, um nach neuen Wegen zu suchen, Tourismus und Gesundheit miteinander in Einklang zu bringen. Denn der Gesundheitstourismus in Deutschland boomt.

„Es war von Anfang an unser Wunsch, bei der Realisierung unseres Projekts mit der Sporthochschule Köln zusammenzuarbeiten“, so Zürneck. Umso größer sei die Freude, dass man bereits jetzt, nach nur wenigen Monaten Vorlaufzeit, ein erstes gemeinsames Projekt in Angriff nehmen werde.

Freut sich auf die professionelle Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln: Sven Zürneck, Projektleiter von „Eifel Vital“. Bild: Tameer Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Freut sich auf die professionelle Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln: Sven Zürneck, Projektleiter von „Eifel Vital“. Bild: Tameer Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Studierende des Masterstudienganges ‚Rehabilitation und Gesundheitsmanagement‘ werden eine Praxisstudie über ‚Eifel Vital‘ erstellen“, erklärte Zürneck. Das Ganze finde im Rahmen des Lehrveranstaltungsmoduls „Freizeit und Tourismus“ im kommenden Wintersemester 2012/2013 statt.

Im Rahmen der Studie wird unter anderem recherchiert, welche verschiedenen Angebote in Sachen Präventionstourismus es in NRW und den Nachbarländern derzeit gibt. Daraufhin wird ein Fragebogen erstellt, der direkt bei den Anbietern abfragen soll, wie stark diese präventiven Angebote tatsächlich nachgefragt und auch gebucht werden.

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„Wir leben hier in der Nordeifel ja nicht auf einer Insel, sondern stehen bei der Erstellung von Präventionsangeboten im direkten Wettbewerb mit weiteren gesundheitstouristisch orientierten Destinationen und Regionen in Deutschland“, streicht Sven Zürneck die Notwendigkeit der Recherche hervor. „Mit der Studie erhoffen wir uns Aufschluss darüber, welche Angebote für unser Projekt ‚Eifel Vital‘ wirklich Sinn machen und von welchen man besser die Finger lässt“, sagt er weiter.

Darüber hinaus könne man aufgrund des überregionalen Vergleichs schon frühzeitig erkennen, welchen Qualitätsmaßstab man an die Präventionsangebote anlegen müsse, um mit anderen gesundheitstouristisch orientieren Regionen überhaupt konkurrieren zu können. Der Tourismusexperte: „Auch erhoffen wir uns Aufschluss darüber, wie wir den Präventionstourismus neben dem Aktivtourismus in der Eifel etablieren können und wo es eventuell Schnittstellen zwischen beiden Angeboten gibt.“ Letztendlich gehe es darum, von der Studie klare Handlungsempfehlungen aufgezeigt zu bekommen, um unnötigen Aktionismus zu vermeiden und von Anfang an auf erfolgversprechende Angebote zu setzen.

Bereits im Oktober wird Sven Zürneck nach Köln reisen, um in einem „Mini-Symposium“ das Projekt „Eifel Vital“ in der Domstadt vorzustellen, danach geht es für die Studenten von Prof. Froböse und Frau Dr. Wallmann mit Unterstützung von „Eifel Vital“ an die Arbeit.

„Ich bin mir sicher, dass die Kooperation in den nächsten Jahren noch weiter vertieft werden kann, zumal einige ehemalige Absolventen der Sporthochschule aktiv im Projekt ‚Eifel Vital‘ vor Ort eingebunden sind“, zeigt sich Sven Zürneck zuversichtlich.

Eifeler Presse Agentur/epa

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