„ene“ ist nach wie vor wichtiger Ausbildungsbetrieb für die Jugendlichen im Südkreis

Gleich sechs neue Azubis traten gestern ihren ersten Arbeitstag an – Seit 2000 wird der Nachwuchs fast komplett übernommen

Heike Bauer (links) und Walter Bornemann (Mitte) freuten sich über die sechs neuen Auszubildenden: Yasmina Es Sebti, Marius Züll, Felix Jüngling, Kai Bützler, Michael Schöneborn und Tanja Körner (v.l.). Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Heike Bauer (links) und Walter Bornemann (Mitte) freuten sich über die sechs neuen Auszubildenden: Yasmina Es Sebti, Marius Züll, Felix Jüngling, Kai Bützler, Michael Schöneborn und Tanja Körner (v.l.). Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Für gleich sechs junge Leute begann am 1. August das Arbeitsleben bei der Energie Nordeifel („ene“) bzw. der Kreis-Energie-Versorgung Schleiden (KEV) in Kall.  Begrüßt wurden die Auszubildenden von Heike Bauer, die als Ausbilderin für den kaufmännischen Bereich zuständig ist und bereits seit 1983 zum regionalen Energiedienstleister gehört. Ihr zur Seite stand Walter Bornemann vom Personalmanagement, der gemeinsam mit seiner Kollegin den Nachwuchs zunächst einmal mit den wichtigsten Rechten und Pflichten im Arbeitsleben bekannt machte.

Die jungen Leute kommen aus dem gesamten Südkreis und haben ihre schulische Ausbildung in der Gesamtschule Weilerswist, am Hermann-Josef-Kolleg in Steinfeld, an der Realschule in Bad Münstereifel, an der Hauptschule Hellenthal sowie am Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs in Kall absolviert.

Marius Züll (17) aus Zingsheim, Kai Bützler (16) aus Hohn und Michael Schöneborn (17) aus Oberhausen haben sich für die technische Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik entschieden; Felix Jüngling (20) aus Freilingen, Tanja Körner (18) aus Kammerwald und Yasmina Es Sebti (19) aus Hellenthal wollen hingegen bei der „ene“ eine kaufmännische Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau absolvieren.

„Die Herkunft der jungen Leute zeigt, dass wir nach wie vor ein wichtiger  Ausbildungsbetrieb für den Nachwuchs im Südkreis sind“, so Heike Bauer. Ein Ausbildungsplatz bei der „ene“ bzw. KEV sei nach wie vor begehrt. Die Azubis berichteten denn auch, dass sie in erster Linie von Freunden und Bekannten, die selbst beim regionalen Energiedienstleister arbeiteten, erfahren hätten, dass das Arbeitsklima hier in Ordnung sei. Daraufhin hätten sie sich dann um einen Ausbildungsplatz beworben. Kai Bützler hingegen wollte es genau wissen und machte zuvor bei der KEV ein Praktikum. Aber auch für ihn war schnell klar, dass er hier auch in Zukunft arbeiten wollte.

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Die Zukunftsaussichten für die jungen Leute sind generell mehr als gut. Zumal die „ene“ schon seit Jahren einer Aufforderung nachkommt, die  soeben erneut vom Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Brühl, Ralf Müller, an die Unternehmen ergangen ist. Dieser hat angesichts des aktuellen Arbeitsmarktberichtes gewissenhafter zu prüfen gebeten, ob Azubis nicht mehr als bislang geschehen von den Ausbildungsbetrieben übernommen werden könnten, um so der steigenden Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken.

„Von den 32 kaufmännischen Auszubildenden, die wir seit dem Jahr 2000 eingestellt haben, wurden 22 übernommen, sechs sind zurzeit noch in der Ausbildung, nur zwei haben uns nach Ausbildungsende auf eigenen Wunsch verlassen“, so Heike Bauer. Von den 27 technischen Azubis seien hingegen seit 2000 schon 18 übernommen worden, acht steckten derzeit noch in der Ausbildung.

„Natürlich verlassen uns auch Mitarbeiter nach der Übernahme“, berichtete Walter Bornemann. So hätten seit 2000 elf übernommene Mitarbeiter den Dienst quittiert. „Das ist aber eine vergleichsweise geringe Quote“, erklärte er. Bornemann ist seit einem Jahr bei der „ene“. Zuvor war er in Köln beschäftigt und ist von dort eine ganz andere Mitarbeiter-Fluktuation gewohnt.

„Dennoch dürfen wir nicht nur abwarten, sondern müssen auch auf die jungen Leute zukommen“, so Heike Bauer. Denn dem Fachkräftemangel von morgen könne man nur dadurch begegnen, dass man zum einen bereit sei, Fachkräfte selbst auszubilden, zum anderen aber, dass man jungen Leuten auch frühzeitig Interesse an der Ausbildung vermittele.

Eifeler Presse Agentur/epa

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