Sonarium-Therapie zieht von Kall nach Satzvey

Hilfsgruppe Eifel freut sich über zahlreiche Spender –  Installation eines 10.000 Euro teuren Lifters wurde ermöglicht – Schatzmeister Helmut Lanio: „Spendenaufkommen für den Förderkreis ist stabil“

Die Hilfsgruppe Eifel konnte eine ganze Reihe origineller Spenden entgegen nehmen. Links im Bild Peter Esser, in der Mitte die Jungesellen aus dem Ländchen, rechts die Hilfsgruppen-Mitglieder Juliane Koch und Kathi Greuel. Ganz rechts Sarah Uedelhofen. Bild: Reiner Züll

Kreis Euskirchen/Vollem – Zum jüngsten Monatstreff der „Hilfsgruppe Eifel“ in der Gaststätte Kronenberg in Vollem erschienen kürzlich die fünf Junggesellen Dietmar und Thomas Schmitz, Ingo und Bernd Hermes sowie Rolf Schäfer aus Oberschömbach und Hecken mit einem Plastikbeutel, in dem sie 603,26 Euro Kleingeld mitgebracht hatten. Das Geld, so erklärten sie, wollten sie der Hilfsgruppe Eifel spenden.

Zusammengekommen war die Spende  auf ungewöhnliche Weise: Während der Fußball-EM hatten die  Freunde alle Spiele gemeinsam am Fernseher verfolgt und eine Sammeldose aufgestellt, um Essen und Trinken zu finanzieren. Doch am Ende blieb noch einiges an Geld in der Büchse. Das sollte auf der Kirmes im Ländchen auf den Kopf gehauen werden.

Doch statt weniger wurde das Geld in der Sammeldose immer mehr, weil Freunde und Bekannte ständig nachfüllten. Jetzt reifte die Idee, das Geld nicht zu vertrinken, sondern der Hilfsgruppe zu spenden. Am Ende kamen so über 600 Euro zusammen.

Eine weitere Spende in Höhe von 500 Euro überreichte Peter Esser vom FC-Fanclub aus Arloff-Kirspenich, der jedes Jahr ein Entenrennen auf der Erft veranstaltet und die Erlöse für gute Zwecke spendet. In diesem Jahr habe sich der Fanclub für die Unterstützung der Hilfsgruppe entschieden, berichtete Esser in Vollem.

Als Esser von Willi Greuel erfuhr, dass die Hilfsgruppe im November eine erneute Typisierungsaktion für ein leukämiekrankes Kind vorbereitet, sagte er eine weitere Unterstützung der Fußballfans zu.

Das tat auch Sarah Uedelhofen, die sich bei einem Straßenfest in Eiserfey in den Dienst der Hilfsgruppe gestellt hatte. Eine von ihr initiierte Tombola erbrachte einen Erlös von 350 Euro, den die junge Frau in Vollem überreichte.

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Wie Vorsitzender Willi Greuel und der Schatzmeister der Hilfsgruppe, Helmut Lanio, berichteten, ist das Spendenaufkommen für den Förderkreis stabil.  So habe der Förderverein der Euskirchener Kaplan-Kellermann-Realschule 4053 Euro als Erlös eines Sponsorenlaufes  an die Hilfsgruppe überwiesen. Von der Steigegemeinschaft in Kommern bekam die Hilfsgruppe 6500 Euro, wobei ein Teil davon der Erlös der Vatertagsfete war.

Ein Sommerfest der Rewe-Gruppe  zugunsten der  Hilfsgruppe in Zülpich habe einen Erlös von 12 500 Euro ergeben. Weitere 1000 Euro, so Willi Greuel, bekomme die Hilfsgruppe von der Rewe, um einen Lifter für das Hallenbad in der Satzveyer Schule zu finanzieren. Dort finden seit einigen Wochen die Sonarium-Therapien für etwa 20 behinderte Kinder statt.

Bisher fanden diese Therapien, die mit Unterstützung von Delphinlauten    erfolgt,  im Bad der Kaller St. Nikolausschule statt. Weil die Sonarium-Kinder jedoch älter und größer geworden sind, ist das Kaller Bad inzwischen zu klein.

Dank der Stadt Mechernich können die Therapien jetzt im Satzveyer Bad erfolgen. Dafür war jedoch die Installation des 10 000 Euro teuren Lifters und die Schaffung einer Rampe vor der Schule erforderlich. Hier half die Floisdorfer Firma Schilles der Hilfsgruppe indem sie alle Erdarbeiten  zum Nulltarif erledigte. Die Inbetriebnahme des Lifters erfolgt am Mittwoch, 11. November.

(Quelle; Hilfsgruppe Eifel)

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