Fünf Schulsozialarbeiterinnen kämpfen gegen Mobbing und Gewalt

Ziel ist es, jeden darin zu unterstützen, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden, unabhängig von seiner sozialen oder ethischen Herkunft oder was ihn sonst auch immer von anderen unterscheiden mag

Sie stellten das neue Projekt vor: (v.li.n.re.) Erdmann Bierdel, Manfred Poth, Mareike Milz, Stephanie Schnieders, Landrat Günter Rosenke, Verena Schomaker, Elke Werthmann, Guido Lorbach und Ute Hoffmann. Bild: Walter Thomaßen/Kreis Euskirchen
Sie stellten das neue Projekt vor: (v.li.n.re.) Erdmann Bierdel, Manfred Poth, Mareike Milz, Stephanie Schnieders, Landrat Günter Rosenke, Verena Schomaker, Elke Werthmann, Guido Lorbach und Ute Hoffmann. Bild: Walter Thomaßen/Kreis Euskirchen

Kreis Euskirchen – Rund 7.000 Kinder und Jugendliche im Kreis Euskirchen profitieren von der zusätzlichen Schulsozialarbeit der Abteilung Jugend und Familie. Geleistet wird sie von derzeit fünf Schulsozialarbeiterinnen. „Sie kümmern sich um alle möglichen Probleme, denen sich Schülerinnen und Schüler ausgesetzt sehen“, sagt Guido Lorbach, Koordinator der neuen Fachkräfte. Die Themen sind vielfältig. Es geht ganz häufig um den alltäglichen Zoff zu Hause, das Schuleschwänzen, Liebeskummer oder die viel zu hohe Handyrechnung.

Die Schulsozialarbeiterinnen sind somit wichtige Ansprechpartner, zu deren Job es selbstverständlich auch gehört, Eltern und Lehrern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Regelrechte Dauerthemen im Schulalltag sind Mobbing und Gewalt. Hier bemühen sich die Fachkräfte darum, früh in Wirkung zu kommen. Das Konzept sieht deshalb vor, schon in den fünften Klassen im Rahmen von sozialen Kompetenztrainings das Klassen-, bzw. Schulklima zu verbessern, wo Schulen dies auch wünschen.

Die Schulsozialarbeiterinnen möchten die Phase des Kennenlernens und der Orientierung in Schule positiv begleiten und frühzeitig thematisieren, wie man mit Gefühlen wie Unsicherheit, Angst, Wut und Enttäuschung umgeht. Dabei soll der Spaß bei den Trainings ganz im Vordergrund stehen. Die Schülerinnen und Schüler sollen erleben, dass die Dinge einfach besser funktionieren, wenn man sich gegenseitig respektiert und unterstützt. Integration bekomme so ein Gesicht.

Ziel ist es, jeden darin zu unterstützen, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden, unabhängig von seiner sozialen oder ethischen Herkunft oder was ihn sonst auch immer von anderen unterscheiden mag.

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„Dieses Ziel kann allerdings oftmals nur im Zusammenspiel mit anderen Diensten und Einrichtungen gelingen. Daher ist die systematische Zusammenarbeit mit den verschiedenen Beratungs- und Hilfsangeboten, der Polizei oder der Bundesagentur für Arbeit und vielen anderen Kooperationspartnern ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld, welches die Schulsozialarbeit zunehmend zu einem wesentlichen Qualitätsmerkmal für Schulen macht“, weist Landrat Günter Rosenke auf die zwingend notwendige Zusammenarbeit vieler Akteure hin.

Aus diesem Grund ist die Abteilung Jugend und Familie froh, dass die Finanzierung der Stellen über die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zumindest bis zum 31.12.2013 gesichert sind.

„Das ist nicht viel Zeit, die uns bleibt, um unser Konzept an den Schulen umzusetzen“, weiß Lorbach, zumal der Anspruch sehr hoch sei. Der Kreis Euskirchen will mit einem qualitativ hochwertigen Angebot „in die Fläche“ gehen, das bedeutet, dass eine Fachkraft für mehrere Schulen zuständig ist.

Das erfordert eine gute Aufgaben- und Arbeitsstruktur auf Grundlage von konkreten Kooperationsvereinbarungen mit den betreffenden Schulen und vor allem Rollenklarheit. Das vielzitierte „Mädchen für alles“ können die Schulsozialarbeiterinnen nicht sein.

Das Konzept sieht darüber hinaus Elternabende auch an Grundschulen zum Thema „Chancen und Risiken im Umgang mit neuen Medien“ vor. „Das Thema ist uns sehr wichtig, da ein angemessener Umgang mit Konsolenspielen, Computer und Handy wichtiger denn je ist“, so Lorbach weiter.

Selbstverständlich haben sich die Schulsozialarbeiterinnen auch auf die Fahnen geschrieben, für die bessere Inanspruchnahme des Bildungs- und Teilhabepakets zu werben und darüber zu informieren.

Das Team der Schulsozialarbeit der Abteilung Jugend und Familie steht bei Fragen zum Bildungspaket allen leistungsberechtigten Kindern und Eltern sowie allen Schulleitungen des Kreises Euskirchen Verfügung.

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Für weitere Fragen steht Guido Lorbach, Tel. 02251/15694, E-Mail guido.lorbach@kreis-euskirchen.de gerne zur Verfügung.

Die Fachkräfte sind:

Für die Kommunen Euskirchen und Weilerswist:

Stephanie Schnieders

Tel.: 01573-7520566

stephanie.schnieders@kreis-euskirchen.de

 

Elke Werthmann

Tel.: 01573-7520562

elke.werthmann@kreis-euskirchen.de

 

Für die Kommunen Mechernich und Zülpich:

Mareike Milz

Tel.: 01573-7520564

mareike.milz@kreis-euskirchen.de

 

Für die Kommune Bad Münstereifel:

Ute Hoffmann

Tel.: 01573-7520563

ute.hoffmann@kreis-euskirchen.de

 

Für alle weiteren Kommunen des Kreises:

Verena Schomaker

Tel.: 0172-3783988

verena.schomaker@kreis-euskirchen.de

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