Gemeinde Kall investiert in den Klimaschutz und spart dabei noch Geld

Markus Böhm, Achim Dreßen, Rolf Blakowski und Christian Reuter von der „ene“ freuten sich gemeinsam mit Energieberater Tobias Feld (v.l.) von der Gemeinde Kall über die bereits erfolgte Umrüstung der Hermann-Josef Straße (L 22) in Steinfeld.   Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Böhm, Achim Dreßen, Rolf Blakowski und Christian Reuter von der „ene“ freuten sich gemeinsam mit Energieberater Tobias Feld (v.l.) von der Gemeinde Kall über die bereits erfolgte Umrüstung der Hermann-Josef Straße (L 22) in Steinfeld.
Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Gemeinsam mit der Energie Nordeifel („ene“) rüstet die Gemeinde Kall alte Straßenlaternen auf moderne LED-Technik um – Neben 27.000 Kilowattstunden Strom werden Energiekosten von jährlich 6.000 Euro eingespart

Kall – Energieeinsparung ist in aller Munde. Auch die Gemeinde Kall setzt sich seit einigen Jahren intensiv mit der Effektivität des Energieeinsatzes auseinander. „Straßenbeleuchtung mit LED-Technik ist mittlerweile praxistauglich, spart Geld und Energie“, so Alfred Schmidt, Erster Beigeordneter der Gemeinde Kall. Die Gemeinde Kall rüstet daher jetzt gemeinsam mit der Energie Nordeifel („ene“) nach und nach alte Straßenlampen auf moderne LED-Technik um. „In mehreren Ortsteilen sowie im Kernort sollen so pro Jahr knapp 27.000 Kilowattstunden Strom eingespart werden – und damit Kosten von über 6.000 Euro“, berichtet Schmidt.

Damit werde sich die Investition innerhalb von wenigen Jahren amortisieren. Der Erste Beigeordnete hatte noch eine weitere gute Nachricht.  Denn die Umrüstung, die im Gemeindehaushalt mit circa 50.000 EUR zu Buche schlägt, wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundes mit 40 Prozent gefördert.

„Ein Schwerpunkt beim Austausch“, so Tobias Feld, Energieberater der Gemeinde Kall, „liegt bei den mittlerweile ineffizienten Quecksilberdampflampen, deren Vertrieb ab dem Jahr 2015 verboten wird.“ Ab 2015 sei es dann nicht mehr möglich, diese Lampen auszutauschen und dafür eine Förderung zu beziehen. Daher rüste man diese als erste um.

„Die Vorteile der LED-Technik“, so Feld weiter, „liegen einerseits im grundsätzlich deutlich niedrigeren Energieverbrauch, andererseits auch in längeren Betriebszeiten und einer besseren Lichtausbeute.“ Dementsprechend wurde auch ein weiterer Förderantrag gestellt, für den die Gemeinde Kall nun die Zusage bekommen hat.

„Auch bei der Wartung spart die Gemeinde viel Geld“, erklärte Markus Böhm, Prokurist bei der „ene“: „Konventionelle Leuchtmittel halten etwa 16 000 Stunden, die LED-Module sollen laut Hersteller hingegen 50 000 Stunden Lebensdauer haben.“

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Christian Reuter ist Projektleiter in der Abteilung Neue Technologien bei der Energie Nordeifel und berichtet: „Bis 2013 sollen 80 Straßenlampen erneuert werden. Besonders für den Klimaschutz rechnet sich die Umrüstung, denn die Gemeinde Kall wird nach Fertigstellung der Maßnahme 70 bis 80 Prozent Kohlendioxid einsparen, das sind gut 19 Tonnen.“

Die Gemeinde Kall und die „ene“ arbeiten in Sachen Klimaschutz und Energieeinsparung von der ersten Stunde an zusammen. So half der regionale Energiedienstleister beim Aufstellen einer Klimaschutz- und Energieleitlinie für die Kommune. Gemeinsam übernahm man damit auf lokaler Ebene Verantwortung für die Minderung des globalen CO2-Ausstoßes.

„Ziel ist es dabei“, so Bürgermeister Herbert Radermacher, „die CO2-Emissionen in der Gemeinde Kall bis zum Jahr 2020 um weitere 20 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2009 zu senken.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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