„Schoeller Werk“ energetisch fit für die Zukunft

Die Schoeller-Geschäftsführer Georg Schmidt (rechts) und Frank Poschen (2.v.l.) freuten sich mit Martin Weber (Mitte) über die Zertifizierung. Markus Böhm (2.v.r.) und Markus Mertgens (links) von der „ene“ haben die Firma Schoeller maßgeblich bei der Einführung des Energiemanagementsystems unterstützt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Schoeller-Geschäftsführer Guido Schmidt (rechts) und Frank Poschen (2.v.l.) freuten sich mit Martin Weber (Mitte) über die Zertifizierung. Markus Böhm (2.v.r.) und Markus Mertgens (links) von der „ene“ haben die Firma Schoeller maßgeblich bei der Einführung des Energiemanagementsystems unterstützt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Firma Schoeller Werk in Hellenthal wurde jetzt für ihr Energiemanagementsystem vom TÜV zertifiziert – Energie Nordeifel („ene“) begleitete das Unternehmen auf dem Weg zur Zertifizierung

Kall/Hellenthal – Zertifizierung erreicht! Die Norm DIN EN ISO 50001 ist ein Leitfaden für die Einführung eines Energiemanagementsystems und wird vom Gesetzgeber ab 2015 verbindlich gefordert, um Energiesteuerentlastungen zu erhalten. Damit gehört das Schoeller Werk, einer der führenden Hersteller von geschweißten Edelstahlrohren, zu einem der ersten Unternehmen die ihre Energiepolitik schon heute nach den gesetzlichen Vorgaben ausrichtet. Kosteneinsparungen durch den gesunkenen Energieverbrauch und Wettbewerbsvorteile haben das Schoeller Werk zudem dazu bewogen, die Zertifizierung so schnell wie möglich durchzuführen.

„Wir sind uns unserer Verantwortung für eine nachhaltige Fertigung bewusst, so dass eine effiziente Energiepolitik für uns eine logische Konsequenz ist“, so die Geschäftsführer Frank Poschen und Guido Schmidt. Die Energie-Nordeifel („ene“) aus Kall hat das Unternehmen auf seinem Weg zum Zertifizierungsaudit begleitet. „Die Aufgabenstellungen für Energiedienstleister haben sich gravierend verändert“ berichtet „ene“-Vertriebsleiter Markus Böhm und erklärt weiter „Galt es früher vor allem, für das Produkt „Strom“ Kunden zu akquirieren, so offeriert die ‚ene‘ heute eine große Palette an Dienstleistungen, zu denen vor allem Energieeffizienzkonzepte gehören.“ Unter dem Namen „Effektron“, einer geschützten Marke der Energie Nordeifel, besitzt die „ene“ bereits seit 2009 einen ständig weiterentwickelten Produktkatalog, womit Energieeffizienzprojekte für Unternehmen und Organisationen realisiert werden können. Die Mitarbeiter, die bei der IHK zu „Europäischen Energiemanagern“ ausgebildet wurden, haben das Schoeller Werk über zwei Jahre, bis hin zur Implementierung des Energiemanagementsystems, begleitet. Die Wegbereitung zum erfolgreichen Audit erfolgte bereits 2009 und umfasste zahlreiche Analysen, diverse Berechnungen und interne Begutachtungen. „Aufgrund der jahrzehntelangen Zusammenarbeit und dem daraus resultierenden Vertrauen wollten wir gemeinsam dieses Projekt realisieren“ begründet der Energiemanager des Schoeller Werks, Martin Weber, die Auswahl der „ene“ als Partner.

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Um den Projekterfolg zu erreichen, war vom Schoeller Werk gemäß der Norm die energetische Ausgangsbasis zu definieren. „Zunächst wurden energetische Berechnungen für Teilprojekte in den Produktionshallen und Werkräumen erstellt, hinzu kamen Überlegungen, wie man die Durchlauföfen zur Wärmerückgewinnung nutzen kann.“ berichtet Martin Weber. Neben Lichtsteuerungstechniken ging es dem Unternehmen auch darum, so viel Tageslicht wie möglich zu nutzen. Ziel war es zudem, den genauen Stromverbrauch vieler Maschinen und einzelner Arbeitsbereiche zu ermitteln. Dazu wurden allein 250 Stromzähler verbaut und 50 weitere Messungen für Druckluft und Gas durchgeführt. Darüber hinaus fügt die Norm einen Regelkreis zur kontinuierlichen Verbesserung in das Tagesgeschäft des Schoeller Werkes ein. Regelmäßige interne Audits stellen sicher, dass sich das Unternehmen im Einklang mit der Ausgestaltung des Energiemanagements befindet.

„Des Weiteren haben wir gemeinsam eine verbindliche Energiepolitik des Unternehmens festgelegt, die auch für Mitarbeiter einzusehen ist“, berichtet Weber weiter und betont, dass auch viele gute Anregungen zur Energieeffizienz direkt von den Mitarbeitern gekommen seien. „Die Besonderheit war, dass die Firma Schoeller bereits über ein Qualitäts- und ein Umweltmanagementsystem verfügt“, so Böhm: „Unsere Aufgabe war es daher, das Energiemanagement in das vorhandene Umweltmanagementsystem einzubauen und eng zu verzahnen.“

Mit der Aushändigung der Zertifizierungsurkunde ist das Partnerprojekt nun erfolgreich abgeschlossen worden. „Wir sehen uns durch die Unterstützung der „ene“ energetisch gut für die Zukunft aufgestellt und werden künftig verstärkt auf energieeffiziente Technik setzen“, so die Geschäftsführer des Schoeller Werkes, Frank Poschen und Guido Schmidt, übereinstimmend. Darüber hinaus, so die Geschäftsführung abschließend, wolle man aber auch das Bewusstsein der Mitarbeiter in Bezug auf Energieeffizienz weiter schärfen.

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