Themenabend „Hochwasser in Münstereifel“

Referenten klären über Probleme rund um die Hochwasservorsorge auf

Im Jahr 2007 gab es das letzte große Hochwasser im Münstereifeler Raum, hier ein Bild aus Kreuzweingarten-Reeder. Bild: Erftverband
Im Jahr 2007 gab es das letzte große Hochwasser im Münstereifeler Raum, hier ein Bild aus Kreuzweingarten-Reeder. Bild: Erftverband

Bad Münstereifel –  Der Kultur- und Geschichtsvereins Zwentibolds Erben veranstaltet am Freitag, 21. September, 19 Uhr, in der Aula des St. Michael-Gymnasiums Bad Münstereifel einen Abend zum Thema „Hochwasser in Münstereifel und Umgebung gestern-heute-morgen“.

Seit 1112 wurden in Aufzeichnungen mindestens 50 Hochwasserereignisse in der Stadt und in der Umgebung dokumentiert. „Die meisten Todesopfer forderten die Überschwemmungen von 1416 und 1818. Die Stadtmauer, die das Erfttal  wie eine Sperre abriegelt, war für die Bewohner Münstereifels  bei einem Hochwasser Segen und Fluch zugleich“, berichtet Wolfram Erber vom Geschichtsverein. Über dieses Thema wird Dr. Wolfang Herborn berichten.

So sah der Fotograf Friedrich Schulte das Hochwasser an der Werkbrücke um 1900. Bild: Schulte/Zwentibolds Erben
So sah der Fotograf Friedrich Schulte das Hochwasser an der Werkbrücke um 1900. Bild: Schulte/Zwentibolds Erben

Im zweiten Teil des Abends geht es um Möglichkeiten des Hochwasserschutzes.  1976 wurde zwischen Schönau und Eicherscheid ein Hochwasser-Rückhaltebecken gebaut. Es soll die Hochwasserspitzen speichern und dann kontrolliert wieder abgeben. „Trotzdem bleibt die Erft mit ihren Zuflüssen immer noch gefährlich“, so Erber. Vielen Bewohnern der erftabwärts gelegenen Dörfer sei die Nacht vom 27. September 2007 noch deutlich in Erinnerung.

Dr. Ulrich  Kern und Karl-Heinz Beier vom Erftverband werden darüber referieren, ob Hochwasser zuverlässig vorhergesagt werden kann, werden Erfahrungsberichte zu  Hochwasservorsorge, -bewältigung und –nachsorge vorstellen, der Frage nachgehen, ob Münstereifel vor Hochwasser geschützt ist und wie der Schutz in den umliegenden Ortschaften aussieht.  Aber auch das „Restrisiko“ wird Thema sein sowie die Frage, was ein Bürger für die Hochwasservorsorge tun kann bzw. muss.

Nach den Vorträgen findet eine Diskussion mit dem Publikum statt, es moderiert der Münstereifeler Journalist Michael Greuel. Während der Veranstaltung kann das Modell der alten Stadtmauer an der Werkbrücke von Dipl.-Ing. Heinz Zanger besichtigt werden.

Der Eintritt ist frei, Spenden zur Erhaltung der Stadtmauer sind erwünscht.

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