Wanderausstellung zum Projekt „Wald – Wasser – Wildnis“

Monschau-Höfen ist erste Station – Bei der Eröffnung informierte Bettina Krebs  unter anderem über die Vermehrung der bedrohten Steinkrebse

Eröffnung der Wanderausstellung "Wald-Wasser-Wildnis" in der Wanderraststation des Nationalpark-Tors in Monschau-Höfen von Dr. Martin Woike (v.l.), Umweltministerium NRW, Henning Walter, Nationalparkverwaltung, Josef Wegge, Leiter der Biostation, und Friedrich Hein, ehemaliger Fachbereichsleiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW. Foto: Nationalparkverwaltung
Eröffnung der Wanderausstellung „Wald-Wasser-Wildnis“ in der Wanderraststation des Nationalpark-Tors in Monschau-Höfen von Dr. Martin Woike (v.l.), Umweltministerium NRW, Henning Walter, Nationalparkverwaltung, Josef Wegge, Leiter der Biostation, und Friedrich Hein, ehemaliger Fachbereichsleiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW. Foto: Nationalparkverwaltung

Schleiden-Gemünd – Eine Wanderausstellung zum „LIFE+“-Projekt „Wald – Wasser – Wildnis“ ist ab sofort in der Wanderraststation des Nationalpark-Tors in Monschau-Höfen zu sehen. Dort ist die aus sieben Tafeln bestehende Ausstellung, die eine Übersicht über das Gemeinschaftsprojekt des Nationalparkforstamtes Eifel und der Biologischen Station „StädteRegion Aachen“ gibt, noch bis zum 18. September zu sehen. Ziel des Projektes ist es, im Nationalpark Eifel die Spuren von forstwirtschaftlicher und militärischer Nutzung zu entfernen.

Dr. Martin Woike, Leiter der Abteilung Forsten und Naturschutz des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, lobte bei der Eröffung das Netzwerk der Biologischen Stationen als wichtige Partner im Naturschutz. Über LIFE finanzierte die Europäische Union in der aktuellen Förderphase 35 Naturschutz-Projekte in Deutschland. 14 dieser Projektanträge kommen aus NRW, vier Projekte davon werden in der Eifelregion umgesetzt.

Gastgeber Peter Theißen, stellvertretender Bürgermeister Stadt Monschau, betonte, dass die Maßnahmen des LIFE+ Projektes nicht nur der Natur in der Region zu Gute kommen, sondern auch Bevölkerung und Besucher der Eifel vom Erhalt der heimischen Natur profitieren. Anschließend stellte die Leiterin des Projekts, Bettina Krebs von der Biologischen Station StädteRegion Aachen, in einem Vortrag die Maßnahmen und Ziele im Einzelnen vor. Eine Pionierarbeit leistet das Projekt mit der Vermehrung und Ansiedlung von Steinkrebsen in den Bächen des Nationalparks. Die heimische Flusskrebsart ist in Nordrheinwestfalen vom Aussterben bedroht.

Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel, freut sich, dass mit den Projektmitteln in Höhe von 4,2 Millionen Euro Wald- und Wasserlebensräumen der Weg in die Wildnis geebnet werden kann: „Mit dem LIFE+-Projekt kommen wir dem Ziel unseres Entwicklungs-Nationalparks einen großen Schritt näher, weitgehend natürliche Lebensräume für seltene und wildlebende Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu schaffen.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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