1000 Wege um gesund zu bleiben

Bildergalerie Die ersten „Eifel Vital Tage“ waren ein großer Erfolg – Über 40 Betriebe und Institutionen stellten Möglichkeiten zur Gesundheitsprävention vor – Großes Aktionsprogramm forderte zu mehr Bewegung auf

Nach einer kurzen Einführung ging es für diese Damen auf den Nordic-Walking-Parcours rund um Nettersheim. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Nach einer kurzen Einführung ging es für diese Damen auf den Nordic-Walking-Parcours rund um Nettersheim. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nettersheim – Vier Wochen sind nicht gerade viel Zeit für die Planung einer Großveranstaltung wie die „Eifel Vital Tage“ (EViTa), die jetzt am Wochenende zum ersten Mal in Nettersheim stattfanden. Uschi Mießeler, die Touristikfachfrau der Gemeinde, hatte mit ihrem Kollegen Bert Ufer kurzfristig die Organisation übernommen, nachdem der Projektleiter von „Eifel Vital“, Sven Zürneck, erkrankt war.

„Wir hatten erst überlegt, die Veranstaltung ausfallen zu lassen, doch es hatten sich bereits so viele Betriebe aus der Region gemeldet, die dabei sein wollten, dass wir deren Schwung nicht bremsen wollten“, berichtete Uschi Mießeler am Sonntag im Naturzentrum Nettersheim.

[nggallery id=12]Und es war die richtige Entscheidung, wie sich am Sonntag herausstellte, denn der Ansturm auf die erste Veranstaltung dieser Art war enorm. Während am Samstag vor allem die Theorie im Vordergrund stand und beispielsweise Diplom-Sportlehrer Theo Schruff einen interessanten Vortrag über die Philosophie und das Leistungsspektrum der Eifelhöhen-Klinik Marmagen hielt und darüber hinaus neue Wege im gesundheitsorientierten Aktivtourismus vorgestellt wurden, gehörte der Sonntag ganz und gar dem großen Publikum. An diesem Tag konnte man beispielsweise Touren mit Mountainbike oder Pedelec unternehmen, an Nordic-Walking-Angeboten teilnehmen, einen orientalischen Tanz ausprobieren oder mal mit Pfeil und Bogen schießen.

Die vier Bürgermeister der Projektkommunen, Wilfried Pracht, Alexander Büttner, Reinhold Müller und Rolf Hartmann (v.l.) hatten auf den "Eifel Vital Tagen" ihren Spaß. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die vier Bürgermeister der Projektkommunen, Wilfried Pracht, Alexander Büttner, Reinhold Müller und Rolf Hartmann (v.l.) hatten auf den „Eifel Vital Tagen“ ihren Spaß. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Besonders die zahlreichen Infostände fanden an diesem Tag großen Zulauf. Ob Schüssler-Salze, Ernährungsberatung, Traditionelle Chinesische Medizin, Kneipp-Verfahren, Fußpflege, Physiotherapie, Ayurveda oder Qigong, der Besucher ahnte rasch: Es gibt tausend Wege, etwas für seine Gesundheit zu tun, man muss nur einfach damit anfangen.

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Davon ließen sich auch die vier Bürgermeister der am Projekt „Eifel Vital“ beteiligten Kommunen, Reinhold Müller (Dahlem), Rolf Hartmann (Blankenheim), Alexander Büttner (Bad Münstereifel) und Wilfried Pracht (Nettersheim) bei einem Rundgang am Mittag überzeugen. Die vier Verwaltungschefs nahmen sich besonders viel Zeit, inspizierten jeden Stand auf das Genaueste und informierten sich von der Fußreflexzonenmassage bis zu Urlaubsmöglichkeiten für Beatmungspatienten.

„Das A und O aller Gesundheitsprävention ist und bleibt die körperliche Bewegung“, resümierte Bürgermeister Müller nach dem Rundgang. Wilfried Pracht freute sich vor allem über die große Zahl der beteiligten Betriebe und erinnerte daran, dass nun im Rahmen von „Eifel Vital“ überlegt werden müsse, wie die vielen verschiedenen Ansätze zur Gesundheitsprävention bezüglich ihrer touristischen Möglichkeiten zu nutzen seien.

Augen zu und durch: Dieser junge Mann trifft das Ziel offesichtlich im Schlaf. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Augen zu und durch: Dieser junge Mann trifft das Ziel offensichtlich im Schlaf. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Einig waren sich die Bürgermeister darin, dass man in der Eifel das Privileg genieße, in einer überwiegend noch intakten Umwelt und Natur zu leben. In der Eifel gelinge es einem relativ leicht, Stress und Hektik hinter sich zu lassen und in der freien Natur tief durchzuatmen und so Körper, Geist und Seele wieder in harmonischen Einklang zu bringen.

„Diese Möglichkeiten werden auch mehr und mehr von den gut 500.000 Besuchern unseres Projektgebiets gesucht, so dass ein spezielles touristisches Angebot zur Gesundheitsprävention, wie es Eifel Vital zurzeit erarbeitet, gerade recht kommt“, so Bürgermeister Pracht.

Während im Naturzentrum Gespräche und Diskussionen vorherrschten, ging es draußen gemütlicher zu. Hier wurde vor allem an das leibliche Wohl der Besucher gedacht, die es sich mit Kräuterdelikatessen, Rohkostsalaten, frischer Backware nach dem Slow-Baking-Verfahren, Römischen Würstchen und Kräuterlimonaden in der warmen Oktobersonne gut gehen ließen.

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„Die ‚Eifel Vital Tage‘ werden in Zukunft reihum in den am Projekt beteiligten Kommunen veranstaltet. Im nächsten Jahr ist Dahlem an der Reihe“, berichtete eine erschöpfte aber glückliche Uschi Mießeler, die sich freute, dass die Veranstaltung gleich beim ersten Mal eine so große Resonanz bei den Besuchern gefunden hatte.

Eifeler Presse Agentur/epa

 

 

 

 

 

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