Dreiste Modul-Diebe gingen leer aus

Unbekannte drangen auf das Gelände des „Sunpark Kalenberg“ ein und demontierten zwei Reihen Sonnenkollektoren – LKW blieb dann aber stecken

Mit einem Laster versuchten Unbekannte, Sonnenkollektoren aus dem „Sunpark Kalenberg“ zu stehlen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mit einem Laster versuchten Unbekannte, Sonnenkollektoren aus dem „Sunpark Kalenberg“ zu stehlen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Kalenberg – 110 Sonnenkollektoren versuchten bislang Unbekannte in der Nacht von Mittwoch, 10. Oktober, auf Donnerstag, 11. Oktober, aus dem „Sunpark Kalenberg“ zu entwenden. Sie drangen mit einem am Mittwochnachmittag gestohlenen LKW auf das umzäunte Gelände ein und demontierten zwei komplette Reihen des von der „KEVER“ errichteten Solarparks, eines der größten Sonnenkraftwerke des Landes.

Markus Böhm, Prokurist des Konzerns „Energie Nordeifel“ („ene“), zu dem auch „KEVER“ gehört: „Die Diebe haben den Laster allerdings so laienhaft und einseitig beladen und dazu wohl das enorme Gewicht der Module unterschätzt, so dass sie sich festgefahren haben und bislang unerkannt ohne die Beute geflohen sind.“ Sie hätten sich also vollkommen erfolglos sehr viel Mühe gemacht, denn die Module sind mehrfach gesichert, die Verschraubungen verklebt.

Die bislang Unerkannten scheiterten am Abtransport der demontierten Module: Sie fuhren sich bis auf die Karosserie fest. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die bislang Unerkannten scheiterten am Abtransport der demontierten Module: Sie fuhren sich bis auf die Karosserie fest. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Alexander Böhmer, Prokurist der „KEVER“, bedauert den Vorfall sehr: „Auch wenn die Module noch vorhanden sind, müssen wir prüfen, ob sie aufgrund der unsachgemäßen Behandlung noch verwendbar sind. Denn beispielsweise sind die Stecker der einzelnen Module einfach abgeschnitten worden.“ Auch die schlechte Lagerung im LKW könnte zu Beschädigungen geführt haben. „Wir sind natürlich gegen Diebstahl und dadurch bedingte Ausfälle versichert, aber das ist dennoch sehr ärgerlich“, so Böhmer. Deshalb habe die „KEVER“ jetzt einen Wachdienst für den Solarpark engagiert.

Im „Sunpark Kalenberg“ hatten die Sonnenenergiespezialisten „F&S solar“ im Auftrag der „KEVER“ fast 16.000 Photovoltaikmodule montiert und verkabelt. Die Kollektoren liefern 3770 Kilowattpeak Sonnenstrom, das sind gut 3,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Mit dem erzeugten Strom können rechnerisch knapp 1000 Haushalte versorgt werden. Die Stadt Mechernich ist Miteigentümer des von der „KEVER“ geführten Parks, so dass im Grunde alle Mechernicher Bürger von dem Sonnenkraftwerk profitieren.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Drei Tage Spaß beim Sportfest des KSC

 

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen