Kaller Weihnachtsbeleuchtung gerettet

Gewerbeverein Kall stellt zusammen mit der Energie Nordeifel Beleuchtung auf LED-Technik um – Neue Lampen verbrauchen nur noch 0,5 Watt statt 15 Watt pro Leuchtkörper bei höherer Lichtausbeute

Marko Mertens (links), Energiemanager bei der „ene“, und Stephan Kohl, Vorsitzender des Gewerbevereins Kall, sorgen mit LED-Lampen für eine energiesparende Kaller Weihnachtsbeleuchtung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Marko Mertens (links), Energiemanager bei der „ene“, und Stephan Kohl, Vorsitzender des Gewerbevereins Kall, sorgen mit LED-Lampen für eine energiesparende Kaller Weihnachtsbeleuchtung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Ökologisch korrekt soll die Weihnachtsbeleuchtung in Kall erstrahlen, wie Stephan Kohl, Vorsitzender des Gewerbevereins Kall, jetzt berichtet: „Wir stellen die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen um und erreichen dadurch eine enorme Energieersparnis: Statt 10868 Kilowatt-Stunden verbrauchen wir in Zukunft nur noch 362!“ Marko Mertens, Energiemanager bei der Energie Nordeifel (ene), sagt: „Die bisher verwendeten Glühlampen haben 15 Watt verbraucht, die neuen LED-Leuchtmittel benötigen nur 0,5 Watt und geben dabei ein warmweißes Licht ab, das einem Lichtstrom von 28 Lumen entspricht.“

Der Gewerbeverein hatte sich an die „ene“ mit der Bitte um Beratung gewandt, damit es Kall nicht wie der einen oder anderen Kommune ergeht, die aus Energiekosten-Gründen auf eine Beleuchtung verzichten muss. Kohl: „Das wäre einfach traurig gewesen, wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen? Die Weihnachtsdekoration ist ein Kulturgut.“ Nicht nur für die allgemeine Weihnachtsdekoration hat sich der Vorsitzende des Gewerbevereins für die Energie und damit Kohlendioxid einsparende Technik stark gemacht, auch privat und in seinen Geschäftsräumen setzt er auf LED.

Die 1150 Leuchtkörper will der Vorstand des Gewerbevereins selbst in Handarbeit austauschen, um Kosten zu sparen. „Die Anschaffung der LED-Lampen finanzieren wir, die Kosten haben sich in bereits 2,66 Jahren amortisiert – und das bei nur sechs Wochen Laufzeit im Jahr“, so Stephan Kohl. Die neuen Leuchtkörper erzeugen kaum Wärme, halten mit bis zu 50 000 Betriebsstunden wesentlich länger als herkömmliche Leuchtmittel und enthalten weder Quecksilber noch andere Giftstoffe, wie Marko Mertens betont. „Und sie haben statt Glaskolben Kunststoffkörper, können also nicht splittern“, so der Energiemanager.

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