Sponsoren zahlen für jeden Millimeter Bartwuchs

Der Mechernicher Jakob Beissel will nach Santiago de Compostela wandern – Facebook-Gemeinde kann seinen Marsch verfolgen

Noch ist er glatt rasiert, aber die Hilfsgruppe hofft, dass er als Weihnachtsmann nach Hause kommt. Bild: Hilfsgruppe Eifel
Noch ist Jakob Beissel glatt rasiert, aber die Hilfsgruppe hofft, dass er als „Weihnachtsmann“ nach Hause kommt. Bild: Hilfsgruppe

Mechernich-Weiler am Berge –  „Und wenn es nur 50 Euro wären,  Hauptsache, es kommt etwas dabei heraus“, ließ der 56-jährige Jakob Beissel aus Weiler am Berge verlauten, als er beim jüngsten Monatsstammtisch der Hilfsgruppe Eifel im Haus Kronenberg in Vollem seinen kühnen Plan bekannt gab. Für die Hilfsgruppe Eifel und für einen guten, schwerkranken Freund will Beissel den Jakobsweg zum 2500 Kilometer entfernten Santiago de Compostela unter die Schuhsohlen nehmen und dabei im Winter die Pyrenäen überqueren.

Mit seiner Ehefrau Claudia, die im Euskirchener Marienhospital als Krankenschwester arbeitet, war Jakob Beissel letzten Donnerstag zum Stammtisch der Hilfsgruppe gekommen, um seine Solidarität zu bekunden.  Er berichtete, dass er mit 21 Jahren selbst an Krebs erkrankt sei, und deshalb die Höhen und Tiefen der krebskranken Kinder, für die sich  die Hilfsgruppe einsetze, gut nachfühlen könne. „Die Hilfsgruppe tut Gutes, und da möchte ich mich anschließen“, so Beissel.

Zwei Jahre habe er sich auf den Gewaltmarsch vorbereitet und er sei guter Dinge, dass er es schaffe.   Er sei „Optiker und Schreiner mit  eisernem Willen“ und zudem früher zwölf Jahre lang Messdiener gewesen. „Das prägt“, so der 56-Jährige, der seinen 2500-Kilometer-Marsch unter das Motto „Jakobs Jakobsweg“ stellt. Für seinen schwerkranken Freund will Beissel am Grab des Apostels Jakob eine Botschaft hinterlegen.

Am 15. November will sich Jakob Beissel auf den Weg nach Santiago de Compostela im nordwestlichsten Winkel Spaniens machen, den die Römer einst als „Ende der Welt“ bezeichneten. Zudem lässt er sich das Gesicht glatt rasieren, danach will er sich jedoch drei Monate lang nicht mehr rasieren. Für jeden Millimeter Bartlänge machen verschiedene Sponsoren  Spenden zugunsten der Hilfsgruppe locker.

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Schon im Vorfeld des Marsches haben sich mehrere Sponsoren  bei Beissel gemeldet, die seine ungewöhnliche Aktion unterstützen wollen. Internetnutzer können Beissels jeweiligen Standort auf dem Jakobsweg bei Facebook unter „Jakobs Jakobsweg“ verfolgen.

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