Eifeler Weihnachtsbaum für den Bundestag

90 Schülerinnen und Schüler des Hermann-Josef-Kolleg Steinfeld bastelten den Baumschmuck für die acht Meter hohe Nordmanntanne – Naturpark Nordeifel dankte allen Mitwirkenden und Sponsoren für die tatkräftige Hilfe

Bevor der Baum gefällt wurde, stellten sich die Partner der Weihnachtsbaumaktion zu einem Gruppenbild auf. Bild: Naturpark Nordeifel
Bevor der Baum gefällt wurde, stellten sich die Partner der Weihnachtsbaumaktion zu einem Gruppenbild auf. Bild: Naturpark Nordeifel

Eifel/Berlin –  Alle Jahre wieder steht auch im Bundestag ein großer Weihnachtsbaum, der im Westfoyer des Reichstagsgebäudes aufgestellt wird. Diese Bäume stammen jedes Jahr aus einem anderen deutschen Naturpark.  In diesem Jahr war der Naturpark Nordeifel an der Reihe.

„Damit werben die Naturparke für ihr wichtiges Engagement in der nachhaltigen Regionalentwicklung der ländlichen Regionen Deutschlands“, erklärt der Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel Jan Lembach den tieferen Sinn dieses ungewöhnlichen Transport eines Tannenbaums durch die ganze Republik.

Auf einigen „Streifzügen“ durch die Eifel haben Lembach und Forstdirektor Horst-Karl Dengel vom Regionalforstamt Hocheifel – Zülpicher Börde am Forsthaus vom Privatforstbetrieb Graf Beissel von Gymnich in der Nähe von Blankenheim mit einer rund acht Meter hohen Nordmanntanne den passenden Baum gefunden, der am 30. November Bundestagsvizepräsident Eduard Oswald übergeben wird.

Am heutigen Freitag wurde der Baum bereits geschlagen und auf die Reise nach Berlin geschickt. Dazu versammelten sich alle beteiligten Partner der Aktion an dem Ort, an dem der Baum zu einem ansehnlichen Weihnachtsbaum gewachsen ist.

Kooperationspartner sind der Verband Deutscher Naturparke (VDN), der Dachverband der 104 deutschen Naturparke, der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif, die Spedition Berners und die VR-Bank Nordeifel.

Förster Karl-Heinz Lentzen bereitet den Weihnachtsbaum auf seine lange Reise in den Bundestag vor. Bild: Naturpark Nordeifel
Förster Karl-Heinz Lentzen bereitet den Weihnachtsbaum auf seine lange Reise in den Bundestag vor. Bild: Naturpark Nordeifel

„Das Gymnasium Herrmann-Josef-Kolleg Steinfeld in Kall begleitet die Aktion, auch in Berlin, mit 90 Schülerinnen und Schülern. Dazu haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 10 mit großem Einsatz den Weihnachtsbaumschmuck mit schwarzen Schieferherzen, roten Päckchen und goldenen Sternen gebastelt“, so Lembach. Für die Übergabe in Berlin seien schon Weihnachtslieder einstudiert worden. Die gesamte Jahrgangstufe nimmt die Weihnachtsbaumaktion zum Anlass für eine dreitägige Jahrgangstufenfahrt in die Bundeshauptstadt und freut sich auf ein abwechslungsreiches Programm. Im Reichstagsgebäude wird es neben der offiziellen Übergabefeier einen Besuch der Kuppel und des Plenarsaals geben.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Sanierung Ortsdurchfahrt Schmidtheim abgeschlossen

Der Vorsitzende des Naturparks, Günter Schumacher, dankte allen Mitwirkenden und Sponsoren für die tatkräftige Hilfe. Das WDR-Fernsehen wird die gesamte Aktion filmisch begleiten. Am Freitag, 30. November, gibt es dazu um ab 18.05 Uhr eine Reportage auf „Hier & Heute“.

„Zum Abschluss eines erfolgreichen Naturpark-Jahres kann die Eifel in Berlin ein weiteres ‚Ausrufezeichen‘ setzen und für die Heimatregion werben“, freute sich Jan Lembach, der hinzufügte, dass die Die Weihnachtsbaumaktion des Naturparks klimafreundlich sei aufgrund einer freiwilligen Kompensationsleistung.

Ein Gedanke zu „Eifeler Weihnachtsbaum für den Bundestag“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    als ich den Zeitungsbericht las, wollte ich es zunächst gar nicht glauben, dann wuchs nur noch Unverständnis in mir.
    In mehreren Zeitungen wird vom Weihnachtsbaum aus der Eifel berichtet, der vom Verein Naturpark Nordeifel auf eine weite Reise zum Berliner Reichstag geschickt wird.

    Für mich ist das ein Unding und völlig inakzeptabel, dass ein schnöder Baum über 600 km transportiert wird und wenn man die Rückfahrt hinzu rechnet, wird für rd. 1.200 km Kraftstoff verschwendet und schonungslos die Umwelt belastet.
    Und an dieser irrwitzigen Aktion beteiligt sich der Verein Naturpark Nordeifel und lässt sich mit Stolz für die Medien fotografieren.

    Ich wage zu bezweifeln, dass diese Aktion dem Sinn und Geist der Vereinssatzung entspricht.
    Einem gesunden Menschenverstand und umweltverträglichem Handeln entspricht die Beteiligung an dieser Aktion jedenfalls nicht!
    Und m.E. müsste die Presse solche Aktionen eher kritisch hinterfragen.

Kommentar verfassen