Fast wäre der Martinszug ins Wasser gefallen

Starkregen setzte das LVR-Freilichtmuseum unter Wasser, aber pünktlich zum beliebten „Martinszug wie früher auf dem Dorf“ kam die Sonne wieder

Museumslandwirt Karl-Heinz Hucklenbroich als Sankt Martin führte den Zug durch das Museum an. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR
Museumslandwirt Karl-Heinz Hucklenbroich als Sankt Martin führte den Zug durch das Museum an. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR

Kommern – Eine Stunde vor Beginn der traditionellen Veranstaltung „Martinszug wie früher auf dem Dorf“ am vergangenen Sonntag hieß es im LVR-Freilichtmuseum Kommern durch Starkregen und Sturm „Land unter“. Auch viele Straßen rund um das Museum wurden vom Regen überspült, dennoch trafen zahlreiche Familien ein, die am Martinszug teilnehmen wollten. Dr. Michael Faber, stellvertretender Museumsdirektor: „Sie fanden im historischen Tanzsaal Zuflucht, wurden dort von der Museumsgastronomie mit Warmgetränken versorgt. Das Museumteam stellte sich schon darauf ein, den Martinszug aus Sicherheitsgründen abzublasen und stattdessen im Tanzsaal eine Martinsfeier durchzuführen.“

Am Martinsfeuer teilte Sankt Martin seinen Mantel mit dem Bettler. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR
Am Martinsfeuer teilte Sankt Martin seinen Mantel mit dem Bettler. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR

Um 16.45 hieß es aber dann: Der Martinszug kann stattfinden! Im Schein der untergehenden Sonne startete der Zug kurz nach 17 Uhr, die Teilnehmenden mussten iim Verlauf der Veranstaltung keinen Tropfen Regen mehr erleben. Trotz des zuvor schlechten Wetters haben sich etwa 2100 Teilnehmende eingefunden, die Sankt Martin, dargestellt von Museumslandwirt Karl-Heinz Hucklenbroich, begleitet von vier Musikkapellen, auf dem Weg durch die Museumsbaugruppen Westerwald, Niederrhein und Eifel folgten. Faber: „Das sind gerade mal 150 Gäste weniger als beim Martinszug im vergangenen Jahr, der bei bestem Wetter stattfand.“

Erstmals war das Martinsfeuer, an dem Sankt Martin seinen Mantel mit dem Bettler, dargestellt von Museumslandwirtin Antonia Zimmermann, teilte, auf der großen Windmühlenwiese in der Baugruppe Niederrhein entzündet worden. So konnte der Zug um das Martinsfeuer ziehen. Zum Abschluss gab Sankt Martin im Tanzsaal fast 900 Weckmänner an die Kinder aus.

Eifeler Presse Agentur/epa

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