Hoffnung für Lukas: 1382 potentielle Lebensretter ließen sich typisieren

188 Helfer in Bad Münstereifel waren im Einsatz – Hilfsgruppe Eifel hat in insgesamt  neun Typisierungsaktionen über 20.000 mögliche Stammzellenspender für Leukämieerkrankte motivieren können

Insgesamt 1382 Menschen ließen sich bei der Aktion der Hilfsgruppe Eifel typisieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Insgesamt 1382 Menschen ließen sich bei der Aktion der Hilfsgruppe Eifel typisieren, darunter waren viele junge Leute. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – „Wir haben die 20.000er-Marke geknackt!“, berichtete Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel, am Sonntagabend freudig. Zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hatte die Hilfsgruppe zu einer Typisierungsaktion in der Bad Münstereifeler Heinz-Gerlach-Halle aufgerufen, um potentielle Lebensretter für leukämiekranke Menschen zu finden.

„Wir haben die stolze Zahl von 188 Helfer hier im Einsatz“, sagte Greuel. Darunter war auch Kreis-Prominenz vertreten wie Alexander Büttner, Bürgermeister der Stadt Bad Münstereifel und Schirmherr der Typisierungsaktion, Helmut Lanio, Geschäftsführer des „Wochenspiegels“, und Wolfgang Weilerswist, Präsident TuS Mechernich und Ratsmitglied. 1382 Menschen ließen sich bei der Aktion typisieren.

Willi Greuel (2.v.l., hier mit Winfried Dederichs von der Hilfsorganisation „Rumänien Sunshine), Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel, freute sich über die vielen freiwilligen Helfer und Typisierungswilligen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Willi Greuel (2.v.l., hier mit Winfried Dederichs von der Hilfsorganisation „Rumänien Sunshine“), Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel, freute sich über die vielen freiwilligen Helfer und Typisierungswilligen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Gruppen wie Karnevalsvereine oder Feuerwehr, Familien mit Kindern, Polizisten, Auszubildende, Schüler und viele mehr ließen sich bereitwillig die fünf Milliliter Blut abnehmen, die zur Typisierung notwendig sind. Von der Anmeldung bis zur Endkontrolle waren es für die Freiwilligen meist weniger als 15 Minuten Zeitaufwand, die aber lebensrettend sein können. Willi Greuel: „Neulich sprach mich in Kall ein junger Mann an und berichtete mir, dass er Spender für einen jungen Mann in den USA sei – er hatte Tränen in den Augen, als er das erzählte, das ist schon eine große Sache.“

Auch der Erlös der Cafeteria dient der guten Sache. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch der Erlös der Cafeteria dient der guten Sache. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Auch der Erlös für die Verköstigung in der Cafeteria geht an die Hilfsgruppe, viele Bürger und Vereine hatten dazu Kuchen gespendet. „Eine Typisierung kostet etwa 50 Euro, deshalb sind wir froh über jeden Euro an Spenden für die Aktion“; so der Hilfsgruppenchef. Anlass für die nunmehr neunte Typisierungsaktion der Hilfsgruppe Eifel seit 1995 war das Schicksal des vierjährigen Lukas, dem eine Stammzellenspende das Leben retten könnte. Bereits 235 blutkrebserkrankten Menschen konnte durch die Aktionen geholfen werden. Viele Vereine und Privatpersonen hatten im Vorfeld der Aktion gespendet, Kinder hatten ihre Sparschweine geplündert. Ein Mädchen zog am Sonntag mit einem kleinen Bauchladen durch die Heinz-Gerlach-Halle, um ihre selbstgemachten Seifen für den guten Zweck zu verkaufen.

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Vier bis sechs Wochen dauert es, bis die Ergebnisse analysiert sind und sich danach herausstellt, ob für Lukas ein „genetischer Zwilling“ dabei war. Die Typisierten erhalten von der DKMS eine Spendercard zugeschickt. Wenn ein Spender in Betracht kommt, wird er von der DKMS informiert.

Eifeler Presse Agentur/epa

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