Über 100 Millionen Euro stehen für Klimaschutzprojekte bereit

Kommunen können sich beispielsweise 2013 die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie fördern lassen– Aber auch der Ausbau einer nachhaltigen Mobilität wird bezuschusst

Gemeinsam mit der "Energie Nordeifel" hat die Gemeinde Kall bereits mit der Sanierung der Straßenbeleuchtung (hier in Steinfeld) angefangen. Auch in Dahlem und Blankenheim war die "ene" bereits im Einsatz. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Gemeinsam mit der „Energie Nordeifel“ hat die Gemeinde Kall bereits mit der Umrüstung auf LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung (hier in Steinfeld) begonnen. Auch in Dahlem und Blankenheim war die „ene“ bereits erfolgreich im Einsatz.
Bild: Michael Thalken/epa

Kreis Euskirchen – Mit Beginn des neuen Jahres können Kommunen und kulturelle oder soziale Einrichtungen wieder Zuschüsse für Klimaschutzprojekte beantragen. Dies hat jetzt das Bundesumweltministerium bekannt gegeben. Das Ministerium hat bereits die entsprechende Kommunalrichtlinie novelliert und die Fördermöglichkeiten erweitert. Mehr als 100 Millionen Euro stehen für das nächste Jahr bereit. „Mit der Kommunalrichtlinie zeigen wir, wie Klimaschutz und Energiewende erfolgreich vor Ort angestoßen werden können. Wir schaffen damit neue Impulse für eine regionale Energie- und Wirtschaftspolitik“, teilt Bundesumweltminister Peter Altmaier mit.

Mit den neuen Förderbedingungen werde Kommunen, die noch am Anfang ihrer Klimaschutzaktivitäten stehen sowie insbesondere auch kleineren Gemeinden der Einstieg in den Klimaschutz erleichtert. Das Ministerium: „Ein Schwerpunkt der Förderung ist die Umstellung von Innen- und Hallenbeleuchtung auf besonders energiesparende LED-Technik, dies wird mit einer Quote von 40 Prozent bezuschusst. Weiterhin gefördert wird die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie.“

Neu eingeführt werden auch Fördermöglichkeiten zum Ausbau einer nachhaltigen Mobilität wie beispielsweise der Lückenschluss von Fahrradwegen, aber auch eine fußgängerfreundliche Verkehrsgestaltung. Für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen, die eine Treibhausgasminderung von mindestens 80 Prozent erreichen, werde die maximale Förderung auf 250.000 Euro angehoben, so das Ministerium.

Das Bundesumweltministerium hat mit der Kommunalrichtlinie seit dem Jahr 2008 mehr als 3000 Klimaschutzprojekte in über 1700 Kommunen mit insgesamt rund 191 Millionen Euro unterstützt. Aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative konnte das Bundesumweltministerium die Entwicklung von Klimaschutzkonzepten sowie die Einstellung von Klimaschutzmanagern zur Umsetzung dieser Konzepte anstoßen. Auch die Einführung von Energieeinsparmodellen in Schulen und Kindertagesstätten wurde erleichtert. Die Unterstützung von Klimaschutztechnologien in der Stromnutzung hat sich ebenso als sehr erfolgreich erwiesen: Durch die geförderten Projekte zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie wurde beispielsweise eine durchschnittliche Energieeinsparung von rund 75 Prozent erreicht.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Viele Ausbildungsmöglichkeiten bei der ene-Unternehmensgruppe

Anträge können vom 1. Januar bis zum 31. März 2013 beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Ausführliche Beratung zu den Förderangeboten bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz  unter www.klimaschutz.de/kommunen. Weitere Informationen sind darüber hinaus auf den Seiten der Klimaschutzinitiative unter www.bmu-klimaschutzinitiative.de und unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen verfügbar. (epa)

 

Kommentar verfassen