Was passiert bei einer Knochenmarkspende?

Hilfsgruppe Eifel lädt im Vorfeld ihrer großen Typisierungsaktion zu einem Infoabend in Bad Münstereifel ein

Auf viele Typisierungswillige hofft die Hilfsgruppe Eifel, um Leben retten zu können. Foto: Reiner Züll
Auf viele Typisierungswillige wie hier bei einer vorangegangenen Aktion hofft die Hilfsgruppe Eifel, um Leben retten zu können. Foto: Reiner Züll

Bad Münstereifel – Lukas ist vier Jahre alt und an Blutkrebs erkrankt. Nur eine Stammzellentransplantation kann sein Leben retten. Um einen möglichen Stammzellenspender zu finden, veranstaltet die Hilfsgruppe Eifel zusammen mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) am Sonntag, 18. November 2012, von 9 bis 18 Uhr in der Heinz-Gerlach-Halle in Bad Münstereifel eine Typisierungsaktion.

Willi Greuel, Vorsitzender der Hilfsgruppe Eifel: „Viele wissen, dass sie für die Typisierung nur  fünf Milliliter Blut spenden müssen. Doch vielen ist unbekannt, wie es danach weitergeht.“  Deshalb haben Hilfsgruppe Eifel und DKMS im Vorfeld der Typisierungsaktion für Montag, 12. November, ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung organisiert. Diese soll im Sitzungssaal des Rathauses Bad Münstereifel stattfinden.

Willi Greuel: „Wir hoffen, dass viele Menschen die Gelegenheit nutzen, sich zu informieren. Denn vor Schicksalsschlägen, wie ihn Lukas getroffen hat, ist keiner von uns gefeit.“Bei der Informationsveranstaltung will Astrid Phillips, die selbst eine Knochenmarkspende leistete, über ihre Erfahrungen berichten. Auch Tanja Becker aus Zülpich, für die die Hilfsgruppe Eifel ebenfalls eine Typisierungsaktion durchführte und deren Leben dank einer Knochenmarkspende gerettet werden konnte, soll anwesend sein und Fragen beantworten.

Willi Greuel: „Mit Katrin Dördelmann von der DKMS ist auch eine Expertin vor Ort, die eingehend die Vorgehensweise einer Knochenmarkspende erläutern und sämtliche Fragen der Menschen beantworten kann. Auch der Schirmherr der Typisierungsaktion, der Bad Münstereifeler Bürgermeister Alexander Büttner, ist mit von der Partie.“

Willi Greuel hofft, den Menschen mit der Informationsveranstaltung mögliche Skepsis gegenüber einer Spende nehmen zu können. Und schließlich gingen die Menschen mit ihrer Blutspende keinerlei Verpflichtung ein. Für die Hilfsgruppe Eifel wird die anstehende Typisierungsaktion in der Heinz-Gerlach-Halle eine ganz besondere so Willi Greuel: „Bislang ließen sich bei unseren Aktionen nicht weniger als 18.904 Spender typisieren. Bereits 235 von ihnen hatten inzwischen die Chance, einem Menschen mit ihrer Stammzellspende das Leben zu retten.“ Ziel ist es, in Bad Münstereifel die 20.000-Spender-Marke zu knacken.

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Wichtig sei auch die finanzielle Unterstützung der Aktion. Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Deshalb bittet die Hilfsgruppe Eifel um Spenden.

Eifeler Presse Agentur/epa

 

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