Büttner unterschrieb „bedeutendsten Vertrag“ seiner Amtszeit

Der Münstereifeler Verwaltungschef betonte, dass die Entscheidung zur Konzessionserteilung an die KEV die besten Voraussetzungen biete für einen „sicheren, preisgünstigen, effizienten, verbraucherfreundlichen und umweltverträglichen künftigen Stromnetzbetrieb“

Bürgermeister Alexander Büttner (links) und KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen unterschrieben den Neukonzessionierungsvertrag, der für weitere 20 Jahre Bestand hat. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Bürgermeister Alexander Büttner (links) und KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen unterschrieben den Neukonzessionierungsvertrag, der für weitere 20 Jahre Bestand hat. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – In vielen Städten und Gemeinden sind kürzlich die Konzessionsverträge, insofern sie vor 20 Jahren geschlossen wurden,  für die Energieversorgungsnetze ausgelaufen oder aber sie werden in nächster Zeit ihre Gültigkeit verlieren. Auch das Versorgungsgebiet der Kreis-Energie-Versorgung (KEV) Schleiden ist davon betroffen. Städten und Kommunen steht es frei, die Vergabe der Konzession erneut an den bisherigen Vertragspartner zu erteilen, einen anderen Bewerber zu wählen oder auch das Energieversorgungsnetz in eigener Regie zu übernehmen.

In Kall wurde bereits ein neuer Konzessionsvertrag mit der KEV unterzeichnet, ebenso wie jetzt in Bad Münstereifel. Für Dahlem, Hellenthal und Schleiden sind bereits Unterzeichnungstermine in den jeweiligen Rathäusern anberaumt worden. In anderen Kommunen steht derzeit der Ratsbeschluss noch aus.

„In den vergangenen 20 Jahren hat sich natürlich so einiges getan“, berichtet KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen, „grundsätzlich kann man sagen, dass die Konzessionsverträge heute wesentlich kommunalfreundlicher gestaltet sind.“ Klaßen freut sich darüber, dass bereits so viele Kommunen im Versorgungsgebiet, auch in Zukunft mit der KEV als Energieversorger zusammenarbeiten wollen. „Hier ist über viele Jahre ein Vertrauensverhältnis gewachsen“, so Klaßen. Dies liege vor allem daran, dass die KEV regional verortet sei und es daher einen sehr persönlichen Bezug zur Bevölkerung gebe. „Fast jeder kennt ja jemanden, der bei der KEV arbeitet“, so Klaßen. Nicht zuletzt sei die KEV darüber hinaus einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe im Südkreis.

Ob es Sinn ergeben kann, die Konzession an einen überregionalen Bewerber zu vergeben, haben die betroffenen Städte und Kommunen zuvor in einem aufwendigen Konzessionierungsverfahren überprüfen lassen. Auch die Möglichkeit, das Energieversorgungsnetz in Eigenregie zu übernehmen, wurde geprüft. Im Falle einer beabsichtigten Rekommunalisierung des Netzes wird der kommunale Handlungsspielraum aber vor allem durch die Finanzkraft eingeschränkt sowie durch die geographische Lage mancher Gemeinden.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
„Bad Münstereifel darf nicht abgekoppelt werden“

Partner der lokalen Wirtschaft

Ein wichtiger Aspekt für die Stadt Bad Münstereifel dürfte die Nähe der KEV gewesen sein und die Tatsache, dass so in der Region Arbeitsplätze gesichert und weiter ausgebaut werden können. Zudem, so betont Klaßen, trüge ein regionaler Energieversorger wie die KEV zur regionalen Wertschöpfung bei. „Für Arbeiten, die wir nicht selbst verrichten können, beauftragen wir nach Möglichkeit Partner aus der lokalen Wirtschaft“, so der KEV-Geschäftsführer. So würden vor allem krisenanfällige Branchen wie die Bauwirtschaft und das Handwerk vor Ort gestärkt.

Alexander Büttner (l.) und Helmut Klaßen schüttelten sich die Hände und wünschten sich dabei weiterhin gute Zusammenarbeit. Bild: Eifeler Presse Agentur/epa
Alexander Büttner (l.) und Helmut Klaßen schüttelten sich die Hände und wünschten sich dabei weiterhin gute Zusammenarbeit. Bild: Eifeler Presse Agentur/epa

Besonders froh ist die KEV über die Entwicklung in der Stadt Bad Münstereifel. Nach einem transparenten und diskriminierungsfreien Auswahlverfahren hat sich der Stadtrat Anfang November dafür ausgesprochen, den neuen „Wegenutzungsvertrag Strom“ für das gesamte Stadtgebiet der Stadt Bad Münstereifel mit der KEV abzuschließen. Zuvor wurden Teile des Stadtgebiets von einem anderen Anbieter versorgt. Der Neukonzessionsvertrag hat erneut eine Laufzeit von 20 Jahren.

„Die KEV hat im Vergleich der vorgelegten verbindlichen Angebote anhand der von der Stadt Bad Münstereifel festgelegten Auswahlkriterien das aus Sicht der Stadt beste Konzessionsvertragsangebot abgegeben“, betonte Bürgermeister Alexander Büttner am Montagmittag im Historischen Ratssaal der Stadt Bad Münstereifel. Das konkrete Konzessionsvertragsangebot der KEV sei kommunalfreundlicher und besser als andere Angebote geeignet gewesen, die Ziele des § 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zu erfüllen, der unter anderem auch eine Energieversorgung fordert, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht.

Büttner: „So ist die KEV – im Gegensatz zu den Mitbewerbern – den konzessionsvertraglichen Vorstellungen der Stadt Bad Münstereifel vollumfänglich nachgekommen, womit deutliche Verbesserungen im Hinblick auf die Wahrnehmung der Gewährleistungsverantwortung der Stadt zur Sicherstellung der örtlichen Energieversorgung erzielt werden konnten.“

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Benefizkonzert für Upendo Tansania

Insbesondere verpflichte sich die KEV zur umfangreichen Information des Rates der Stadt über die Aktivitäten im Stromversorgungsnetz und zum regelmäßigen Austausch mit der Stadtverwaltung über die vorgesehenen Baumaßnahmen sowie zu weiteren relevanten Einflussnahmemöglichkeiten der Stadt.

Der Rat der Stadt Bad Münstereifel sei sich daher sicher, mit seiner Entscheidung zur Konzessionserteilung an die KEV die besten Voraussetzungen für einen „sicheren, preisgünstigen, effizienten,  verbraucherfreundlichen und umweltverträglichen künftigen Stromnetzbetrieb im gesamten Gebiet der Stadt Bad Münstereifel“ geschaffen zu haben.

Alexander Büttner betonte, dass die Unterzeichnung des Konzessionsvertrags der „bedeutendste Vertrag“ sei, den er in seiner bisherigen Amtszeit unterschrieben habe.

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen