KEV punktete bei „Betreuung und Zusammenarbeit“

Die Stadt Schleiden hat den „Wegenutzungsvertrag Strom“ erneut mit der KEV abgeschlossen

KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen, Bürgermeister Udo Meister und Erster Beigeordneter Udo Meister (v.l.) unterschrieben den Neukonzessionierungsvertrag. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen, Bürgermeister Udo Meister und Erster Beigeordneter Marcel Wolter (v.l.) unterschrieben den Neukonzessionierungsvertrag. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden – Der Schleidener Bürgermeister Udo Meister ist wohl der einzige Verwaltungschef im Versorgungsgebiet der KEV, der das Konzessionsverfahren in gleich zwei Funktionen begleitet hat, da er zu Beginn des Verfahrens noch Ratsmitglied war. „Ausschlaggebend für die jahrzehntelange gute Beziehung zur Kreis-Energie-Versorgung (KEV) ist vor allem gewesen, dass man alle Probleme immerzu auf kurzem Wege geregelt hat“, so Meister. Umso mehr freue er sich, dass er den einstimmigen Ratsbeschluss nun in seiner neuen Eigenschaft als Bürgermeister verwirklichen und den Neukonzessionierungsvertrag mit der KEV für weitere 20 Jahre unterschreiben dürfe.

Der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, fügte hinzu, dass es vor allem die Punkte „Betreuung und Zusammenarbeit“ gewesen seien, die letztlich den Ausschlag für die KEV gegeben hätten. „Wir freuen uns, dass diese Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter ausgebaut und der Informationsfluss noch verbessert werden soll“, so Wolter.

Der KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen erinnerte daran, dass Schleiden eine der ersten Kommunen gewesen sei, die vor knapp 80 Jahren in das Boot der KEV gestiegen sei. „Ich selbst habe die Arbeit mit der Stadt Schleiden immer als sehr angenehm empfunden und freue mich darauf, diese Arbeit in Zukunft noch zu intensivieren.“

In vielen Städten und Gemeinden sind kürzlich die Konzessionsverträge, insofern sie vor 20 Jahren geschlossen wurden,  für die Energieversorgungsnetze ausgelaufen oder aber sie werden in nächster Zeit ihre Gültigkeit verlieren. Auch das Versorgungsgebiet der Kreis-Energie-Versorgung (KEV) Schleiden ist davon betroffen. Städten und Kommunen steht es frei, die Vergabe der Konzession erneut an den bisherigen Vertragspartner zu erteilen, einen anderen Bewerber zu wählen oder auch das Energieversorgungsnetz in eigener Regie zu übernehmen.

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„In den vergangenen 20 Jahren hat sich natürlich so einiges getan“, so KEV-Geschäftsführer Helmut Klaßen weiter, „grundsätzlich kann man sagen, dass die Konzessionsverträge heute wesentlich kommunalfreundlicher gestaltet sind.“ Klaßen freut sich darüber, dass bereits so viele Kommunen im Versorgungsgebiet, auch in Zukunft mit der KEV als Energieversorger zusammenarbeiten wollen. „Hier ist über viele Jahre ein Vertrauensverhältnis gewachsen“, so Klaßen. Dies liege vor allem daran, dass die KEV regional verortet sei und es daher einen sehr persönlichen Bezug zur Bevölkerung gebe. „Fast jeder kennt ja jemanden, der bei der KEV arbeitet“, so Klaßen. Nicht zuletzt sei die KEV darüber hinaus einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe im Südkreis.

Ob es Sinn ergeben kann, die Konzession an einen überregionalen Bewerber zu vergeben, haben die betroffenen Städte und Kommunen zuvor in einem aufwendigen Konzessionierungsverfahren überprüfen lassen. Auch die Möglichkeit, das Energieversorgungsnetz in Eigenregie zu übernehmen, wurde geprüft. Im Falle einer beabsichtigten Rekommunalisierung des Netzes wird der kommunale Handlungsspielraum aber vor allem durch die Finanzkraft eingeschränkt sowie durch die geographische Lage mancher Gemeinden.

Eifeler Presse Agentur/epa

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