Verdiente Mitbürger geehrt

Bürgermeister Alexander Büttner verlieh den Ehrenamtspreis der Stadt Bad Münstereifel an Alfred Himburg, Manfred Pfenning, Wolfgang Kirsch und Wolfhard Lorenz

Dank für ehrenamtliches Engagement in Bad Münstereifel spendete jetzt Bürgermeister Alexander Büttner (Mitte) verdienten Bürgern. Bild: Stadt Bad Münstereifel
Dank für ehrenamtliches Engagement in Bad Münstereifel spendete jetzt Bürgermeister Alexander Büttner (Mitte) verdienten Bürgern. Bild: Stadt Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Den Ehrenamtspreis der Stadt Bad Münstereifel verlieh Alexander Büttner, Bürgermeister der Kurstadt, jetzt an vier rührige Bürger seiner Stadt. Neben dem Zeichen der Anerkennung ist der  Ehrenamtspreis auch mit einem finanziellen Zuschuss aus den Verfügungsmitteln des Bürgermeisters zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Alfred Himburg, Manfred Pfenning, Vorsitzender des Fördervereins Naturschutzstation Bad Münstereifel, Wolfgang Kirsch und Wolfhard Lorenz. Wie Büttner in seiner Rede berichtete, war Alfred Himburg aus Kalkar lange Jahre Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Fußballvereins SV Cicero Kalkar und hatte sich sehr für den Verein und die Unterhaltung des Sportplatzes Kölner Straße engagiert. Auch als aktiver Karnevalist der Interessengemeinschaft Kalkarer Karneval sei er bekannt, 2004 schmückte er als Bauer das Dreigestirn in Kalkar.

Büttner: „Insbesondere auf seine Initiative wurde 2006 der »Kinderspielplatz Dorfgemeinschaft Kalkar 2006 e. V.« gegründet, um einen Kinderspiel- und Bolzplatz in Kalkar zu errichten.“ 2007 wurde das Projekt  unter der Leitung von Alfred Himburg und der Hilfe von vielen zupackenden Frauen und Männern umgesetzt.

Die Finanzierung der Spielgeräte und der Einfriedung sei ohne Zuschüsse der Nothaushaltskommune Bad Münstereifel ausschließlich aus Spenden und Einnahmen aus eigenen Veranstaltungen erfolgt. Der Verein unterhält den Spielplatz seither ehrenamtlich und trägt hierfür auf eigene Kosten die Verantwortung und Verkehrssicherheitspflicht.

Manfred Pfenning hat sich besonders um die ehemalige „Grube Toni“ verdient gemacht. Die ehemalige Tongrube zwischen Antweiler und Kalkar ist inzwischen ein Biotop auch für Raritäten. So leben dort Schwarzkehlchen, Neuntöter und Uferschwalben sowie der vom Aussterben bedrohte Feld-Sandlaufkäfer.

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Anfang der 1990er Jahre wurde die frühere Verladestation zu Seminarhaus und Umweltstation. Seit 2009 ist Manfred Pfenning Vorsitzender des Fördervereins Naturschutzstation Bad Münstereifel.

„Eines der arbeitsreichsten Projekte des Fördervereins sind sicherlich die Ferienaktionen für Kinder in den Oster-, Sommer- und Herbstferien. Diese Ferienaktionen organisiert und betreibt Herr Pfenning äußerst erfolgreich“, berichtet Alexander Büttner. Die Überschüsse dieser Ferienaktionen werden insbesondere in notwendige Anschaffungen für die Naturschutzstation investiert. Neben diesen Ferienaktionen bietet der Förderverein auch Angebote für Vereine, Kindergärten und auch für Privatpersonen zu Exkursionen in Flora und Fauna der näheren Umgebung an, wie etwa Gewässerseminare, die „Rollende Waldschule“, Walderlebniswanderungen und mehr.

Wolfgang Kirsch ist erst seit 2003 Bad Münstereifeler Bürger. Büttner: „In der doch erst kurzen Zeit als Bad Münstereifeler Bürger hat er schon viel ehrenamtliches Engagement gezeigt, so hat er an der »Zukunftswerkstatt« 2008 teilgenommen und in der dort gebildeten Ar-beitsgruppe »Kultiviert« mitgearbeitet.“ Aus dieser Arbeitsgruppe heraus hat sich der Geschichts- und Kulturverein „Zwentibolds Erben“ gebildet, zu dessen Gründungsmitgliedern Herr Kirsch gehört. Seit 2009 engagiert er sich auch im Hürten-Heimatmuseum.

„Seit Januar 2011 hat Herr Kirsch mit seinen Mitstreitern die Öffnung des Romanischen Hauses/Hürten Heimatmuseums sichergestellt und die von der Stadt durchgeführten Brandschutzarbeiten seitens des Vereins begleitet. Während dieser Zeit hat er nicht nur eine umfangreiche Inventur mit fotografischer und digitaler Erfassung aller Ausstellungsstücke durchgeführt, sondern im Romanischen Haus in vielerlei Hinsicht und im wahrsten Wortsinn Berge versetzt“, betonte der Bürgermeister.

Im Jahr 2010 hat Kirsch unter dem Dach des Kultur- und Geschichtsvereins „Zwentibolds Erben“ den 1. Bad Münstereifeler Krippenweg entwickelt.  2011 hat er den 2. Bad Münstereifeler Krippenweg ergänzt und eine Krippenausstellung im Romanischen Haus organisiert. Auch im Rahmen der Archäologietour im Oktober 2011 war Wolfgang Kirsch aktiv. Er bereitete die Präsentation der „Alten Burg im Quecken“ vor und konnte dort bei herrlichem Herbstwetter über 500 Besucher zählen.

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Wolfhard Lorenz habe maßgeblichen Anteil an der Eröffnung des Robert-Esser-Handwebmuseums in Rupperath im Juni 2006 gehabt. Bürgermeister Büttner: „Er war der »Brückenbauer« zwischen dem kantigen Robert Esser, der Stadtverwaltung und dem Betreiber Alte Schule Rupperath. Herr Lorenz hat gemeinsam mit Oskar Ferber die Museumsabteilung des Betreibervereins gegründet; der Verein selbst ist für sein ehrenamtliches Engagement bereits 2008 mit dem Ehrenamtspreis des Bürgermeisters ausgezeichnet worden.“

Auch den Kreisel an der Wasserscheide hätte es laut Büttner nicht gegeben, wenn sich Lorenz nicht so intensiv dafür eingesetzt hätte. Ausgelöst durch mehrere tödliche hat er gemeinsam mit dem Leiter des Landesbetriebs Straßen NRW den Bau des Kreisels an der Was-serscheide auf den Weg gebracht. Als Ingenieur brachte er die entsprechenden Fachkenntnisse mit, um die Planung des Kreisverkehrs ehrenamtlich zu übernehmen.

Auch bei der jüngst erfolgten Gestaltung des Kreisels in Eicherscheid stand er der Dorfbevölkerung wieder mit seinem fachlichen Rat zur Seite, bei der 2013 anstehenden Gestaltung des Kreisel bei Nöthen hat  er ebenfalls wieder die Fäden in der Hand.

„Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern von Bad Münstereifel zu helfen. So kümmert sich Wolfhard Lorenz mit Mitstreitern auch um die Pflege des Spielplatzes im Goldenen Tal“, lobte Alexander Büttner.

Eifeler Presse Agentur/epa

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