Biotonnen werden kontrolliert

Mangelhaftes Sortieren zwingt Kreis und Kommunen zum Einsatz von Detektoren

In den Biotonnen des Kreises landen immer mehr Fehlwürfe, jetzt werden die Tonnen mit Detektoren kontrolliert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
In den Biotonnen des Kreises landen immer mehr Fehlwürfe. Jetzt werden die Tonnen daher mit Detektoren kontrolliert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Seit vielen Jahren wird im Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) in Mechernich-Strempt aus Bioabfall Kompost hergestellt. Voraussetzung für die verlangte Spitzenqualität des fertigen Komposts ist die Anlieferung und Verarbeitung von sortenreinem Bioabfall. „Leider hat die Sortierqualität im Kreis Euskirchen seit geraumer Zeit erheblich nachgelassen“, teilt der Kreis Euskirchen mit.

Der Bioabfall weise zur Zeit so hohe Störstoffanteile auf, dass am Kompostwerk permanent aufwendige Sortierarbeiten notwendig seien. Hierbei werden Fehlwürfe, wie Kunststoff- und Aluminiumverpackungen, Flaschen sowie Dosen, mühsam von Hand wieder aus dem Bioabfall aussortiert. Manche Chargen sind so stark verunreinigt, dass sie nur noch als Restmüll zu deutlich höheren Kosten in der Müllverbrennungsanlage Bonn entsorgt werden können.

„Da erfahrungsgemäß nur ein sehr geringer Anteil der Biotonnennutzer für die starken Verunreinigungen im Bioabfall verantwortlich ist, werden die Biotonnen jetzt noch vor Entleerung mit Hilfe eines elektronischen ‚Störstoffdetektors‘ überprüft“, so der Kreis. Hierdurch könnten „Störenfriede“ direkt vor Ort ausfindig gemacht werden. Die Konsequenz für die Falschbefüller sei das Nichtentleeren der Biotonne.

Das Detektionssystem wird seit einigen Jahren erfolgreich im Stadtgebiet Euskirchen eingesetzt. Seit Anfang des Jahres kommt der Detektor nun auch in den restlichen Kommunen des Kreises, mit Ausnahme der Gemeinde Nettersheim, zum Einsatz. Ab dem 18. Februar werden falsch sortierte Tonnen nicht mehr geleert. Der Besitzer muss die Biotonne dann selber nachsortieren und zwei Wochen später mit der nächsten Bioabfallsammlung entleeren lassen. Allerdings können sich betroffene Fehlbefüller bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung erkundigen, ob es noch andere Möglichkeiten zur Entsorgung der fehlbefüllten, aber vollen Tonnen gibt.

Bei Fragen stehen Lothar Mehren und Karen Beuke von der Kreisverwaltung Euskirchen unter Telefon 02251/15241 und 02251/15371 sowie die Sachbearbeiter der Städte und Gemeinden zur Verfügung. (epa)

 

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