Kostenlos mit dem Bus zur Demo nach Tihange

Bündnis 90/DIE GRÜNEN laden anlässlich des Fukushima-Tags zur länderübergreifenden Demonstration vor dem Atomkraftwerk in Tihange ein – Busse sollen auch in Schleiden und Euskirchen halten

Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Oliver Krischer, nhält es für unverantwortlich, dass es für Tihange noch immer keinen Termin für die endgültige Stilllegung gibt. Bild: Grüne Düren
Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Oliver Krischer, hält es für unverantwortlich, dass es für Tihange noch immer keinen Termin für die endgültige Stilllegung gibt. Archivbild: Grüne Düren

Eifel – Der Super-GAU in Japan, so die Dürener Grünen in einer Pressemitteilung, habe die unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft gezeigt. Mit großer parlamentarischer Mehrheit sei daraufhin die von Schwarz-Gelb kurz zuvor beschlossene Laufzeitverlängerung wieder rückgängig gemacht und der Atomausstieg erneut in Kraft gesetzt worden. „Aber in den Nachbarstaaten Deutschlands – zum Teil sehr grenznah – gibt es weiterhin zahlreiche Atomkraftwerke.

Bei einem Unfall macht deren Strahlung natürlich nicht an Deutschlands Grenzen halt“, heißt es weiter, und es wird daran erinnert, dass nur 60 Kilometer westlich von Aachen, in der Hauptwindrichtung, das belgische AKW Tihange betrieben wird. „Passiert dort ein Unfall, besteht für das gesamte Rheinland und darüber hinaus große Gefahr“, so die Grünen.

Um Atomkraftgegnern aus der Region die Teilnahme an einer Demonstration gegen den Weiterbetrieb von Tihange am Sonntag, 10. März, zu ermöglichen, wollen Bündnis 90/DIE GRÜNEN mit kostenlosen bereitgestellten Bussen die Fahrt nach Huy anbieten. Die Busse sollen in Aachen, Bonn, Düren, Köln, Euskirchen, Schleiden und Eupen halten.

Anmeldemodalitäten und mehr Informationen wollen die Dürener Grünen in den nächsten Tagen unter www.gruene-dueren.de veröffentlichen.

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer nennt als Grund für die Demo: „Ich finde es unverantwortlich, dass nur 90 Kilometer von Düren entfernt ein 37 Jahre alter Schrottreaktor steht, bei dem es trotz zahlreicher Pannen und erheblicher technischer Mängel immer noch keinen Termin für die endgültige Stilllegung gibt.“

Daher wolle man am 10. März, genauso wie schon Anfang Januar in Maastricht und einen Tag zuvor im westfälischen Gronau, ein starkes länderübergreifendes Zeichen für den Ausstieg aus dieser Risikotechnologie setzen. (epa)

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