Mehr als 65 Menschen wollten Vormund sein

Mit einem so großen Andrang von potenziellen Ehrenamtlern hatte man im Kreishaus nicht gerechnet. Bild: Walter Thomaßen/Kreis Euskirchen
Mit einem so großen Andrang von potenziellen Ehrenamtlern hatte man im Kreishaus nicht gerechnet. Bild: Walter Thomaßen/Kreis Euskirchen

Euskirchen – Damit hatten die Mitarbeiter der Abteilung Jugend und Familie des Kreises Euskirchen nicht gerechnet: Nach einem kürzlich veröffentlichten Aufruf strömten jetzt gleich mehr als 65 Menschen ins Kreishaus, um sich über die Tätigkeit als ehrenamtlicher Vormund zu informieren. Die Abteilung Jugend und Familie hatte ehrenamtliche Vormünder gesucht, die einen längerfristigen und regelmäßigen Kontakt zu Kindern mit schwierigem Erziehungshintergrund halten und an der Stelle der Eltern auch die Verantwortung übernehmen.

„Aufgrund des großen Andrangs musste die Veranstaltung mehrfach umgeplant werden und konnte erst mit kurzer Verzögerung beginnen“, berichtet Pressesprecher Walter Thomaßen.

„Ich freue mich, dass es immer noch so viele Menschen gibt, die sich für eine ehrenamtliche und sehr verantwortungsvolle Tätigkeit im Interesse von Kindern und Jugendlichen einsetzen wollen“, sagte Erdmann Bierdel, Leiter der Abteilung Jugend und Familie, zur Begrüßung.

Die Teilnehmer bekamen umfangreiche Informationen durch die zuständigen Fachkräfte, Theresia Kania und Claudia Simon, die beide schon seit Jahren als Vormünderinnen arbeiten. Die Veranstaltung war der Auftakt für eine Schulung, die nun zunächst für 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeitnah durchgeführt wird.

„Ehrenamtliche Vormünder, die wir dem Gericht vorschlagen, werden bei ihrer Tätigkeit für das Amtsgericht durch den Kreis Euskirchen auch weiterhin begleitet und unterstützt“, betonte Theresia Kania. Claudia Simon ergänzte in der abschließenden lebhaften Diskussion: „Wir werden alles daran setzen, ehrenamtliche Vormünder nicht in Überforderungssituationen gelangen zu lassen“.

(Quelle: Kreis Euskirchen)

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