Eifel stand auf ITB mehrfach im Fokus der Öffentlichkeit

Fünf Tage lang rührten Touristiker die Werbetrommel für die Region

Die Touristiker der Region, hier vor dem Stand des Nationalparks Eiofel, rührten in Berlin kräftiog die Werbetrommel. Bild: Reiner Züll
Die Touristiker der Region, hier vor dem Stand des Nationalparks Eiofel, rührten in Berlin kräftig die Werbetrommel. Bild: Reiner Züll

Eifel/Berlin – Die Internationale Tourismusbörse (ITB) auf dem Berliner Messegelände ist am Sonntagabend zu Ende gegangen. Die Eifel Tourismus GmbH (ET) mit ihrem Geschäftsführer Klaus Schäfer ist aus Eifeler Sicht mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Fünf Tage lang hatten die Touristiker in der Bundeshauptstadt die Werbetrommel für die Eifel und den benachbarten deutschsprachigen Raum Belgiens gerührt.

Bei einer Pressekonferenz im Maritim-Hotel hatten auch die Zülpicher Vize-Bürgermeisterin Silvia Wallraff und Landesgartenschau-Geschäftsführer Christoph Hartmann die Gunst der Stunde genutzt, die Landesgartenschau 2014 in Zülpich vorzustellen. Die „LaGa“ werde ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Eifel, so Hartmann. ET-Aufsichtsratsvorsitzender Aloysius Söhngen bezeichnete die Gartenschau als neuen touristischen Höhepunkt, der nachhaltig wirken werde. Söhngen: „Die ganze Eifel wird davon profitieren“.

Die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken im Gespräch mit Helmut Etschenberg von der Städteregion Aachen. Bild: Reiner Züll
Die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken im Gespräch mit Helmut Etschenberg von der Städteregion Aachen. Bild: Reiner Züll

Mehrmals stand die Eifel bei der weltweit größten Reisemesse im Fokus der Öffentlichkeit. In der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft direkt hinter dem Reichstagsgebäude zum Beispiel fand während eines Eifel-Ardennen-Abends ein Festakt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung (EWIV) „Eifel-Ardennen Marketing“ statt.  Zu den 200 Gästen zählten dort unter anderem der belgische Botschafter Renier Nijskens, die Ministerin und EWIV-Präsidentin Isabelle Weykmans und  die Kölner Regierungspräsidentin Giesela Walsken. Den Kreis Euskirchen präsentierten Landrat Günter Rosenke als Gründungsmitglied der EWIV, mehrere Bürgermeister und Kreistagsmitglieder sowie der Chef des Nationalparks Eifel, Henning Walter. Die nunmehr zehnjährige grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit der Regionen habe sich ausgezahlt, sagte Helmut Etschenberg, der Vorsitzende des Präsidiums der „Zukunftsinitiative Eifel“, die sich der Wirtschaftsvereinigung anlässlich der ITB 2006 der EWIV angeschlossen habe. Vieles sei auf einen gemeinsamen Weg gebracht worden.

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ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer stellte die Touristikbilanz der Kreise im ET-Einzugsbereich auf NRW- und auf RLP-Seite vor. Bild: Reiner Züll
ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer stellte die Touristikbilanz der Kreise im ET-Einzugsbereich auf NRW- und auf RLP-Seite vor. Bild: Reiner Züll

Bei der ITB stellte ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer auch die Touristikbilanz der Kreise im ET-Einzugsbereich auf NRW- und auf RLP-Seite vor. Während auf rheinlandpfälzischem Gebiet Verluste zu beklagen seien, könne der NRW-Bereich leichte Steigerungen verbuchen.

Dabei sei festzustellen, dass der Kreis Euskirchen Spitzenreiter ist und mit einem Plus von 4,8 Prozent bei den Gästeankünften und 7,5 Prozent bei den Übernachtungen außergewöhnliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr vorzuweisen habe, während in der benachbarten Städteregion Aachen ein Minus von 4,9 bzw. 7,3 Prozent zu beklagen sei. Im Kreis Düren betrugen die Verluste 1,4 und 1,9 Prozent.

Rückläufige Übernachtungszahlen im Kreis Euskirchen  waren nur in den Kommunen  Kall (6,6 Prozent) und Bad Münstereifel (5,1 Prozent) festzustellen. Die höchsten Steigerungen  hatten die Gemeinde Dahlem (41,5 Prozent), die Stadt Schleiden (13,4) und die Stadt Mechernich (13,2) vorzuweisen gehabt.

Zwischendurch blieb auch immer mal Zeit für ein Schwätzchen, hier mit den Bürgermeistern Bert Züll (Heimbach), Reinhold Müller (Dahlem), Dr. Uwe Friedl (Euskirchen) bund Landrat Günter Rosenke (Kries Euskirchen) (v.l.) Bild: Reiner Züll
Zwischendurch blieb auch immer mal Zeit für ein Schwätzchen, hier mit den Bürgermeistern Bert Züll (Heimbach), Reinhold Müller (Dahlem), Dr. Uwe Friedl (Euskirchen) bund Landrat Günter Rosenke (Kries Euskirchen) (v.l.) Bild: Reiner Züll

Durch die günstige Entwicklung im Kreis Euskirchen kommt die Gesamtbilanz beider Landesteile der Eifeltourismus GmbH noch relativ gut weg. Der Verlust beschränkt sich bei den Gästeankünften somit auf 1,3 Prozent und bei den Übernachtungen auf 1,7 Prozent.

„Eine plausible Erklärung für diese unterschiedliche Entwicklung haben wir nicht“ erklärte Geschäftsführer Klaus Schäfer. Seit Jahren habe man im Kreis Euskirchen eine derartige Steigerung nicht erlebt. Die Steigerung in der Gemeinde Dahlem habe ihre Ursache wohl in dem neuen Ferienpark am Kronenburger See. In der Stadt Mechernich sei viel gebaut worden, Monteure hätten die Woche über dort übernachtet.

Dicht gedrängt fanden sich auch viele Eifeler bei der Pressekonferenz ein. Bild: Reiner Züll
Dicht gedrängt fanden sich auch viele Eifeler bei der Pressekonferenz ein. Bild: Reiner Züll

In der Stadt Schleiden hätten offenbar die Nationalparkgäste die Statistik positiv beeinflusst. Die Tatsache, dass die Wirtschaft boome, führe auch offensichtlich  dazu, dass das Tagungshotel in Schleiden stärker frequentiert worden sei.

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In den Kreis Euskirchen hinein strahlen werde im nächsten Jahr auch das Karlsjahr zum 1200. Todestag Karls des Großen, berichtete Aachens Oberbürgermeister Marcel Pilipp, der auf der ITB in Berlin die Werbetrommel für drei große Ausstellungen rührte. Vom 20. Juni bis 21. September stehe die Stadt Aachen im Zeichen Karls des Großen. Parallel zu den Ausstellungen im Krönungssaal des Rathauses; im Centre Charlemagne und in der Domschatzkammer biete man den Gästen Wanderungen im Grenzraum, Radwandertouren, eine Dreiländertour und eine Eifeltour an.

Der Aachener Bürgermeister Marcel Philipp warb für gleich drei Ausstellungen in der Kaiserstadt. Bild: Reiner Züll
Der Aachener Bürgermeister Marcel Philipp warb für gleich drei Ausstellungen in der Kaiserstadt. Bild: Reiner Züll

Für die drei Ausstellungen bietet die Stadt Aachen sowohl Kombi- als auch Einzeltickets zum Preis von 14 bzw. 6 Euro an. Familientickets gibt es zum Preis von 32 Euro für das Kombi- und 18 Euro für das Einzelticket.

Die Präsentation im Krönungssaal des Rathauses ist die flächenmäßig größte Sonderausstellung. Sie steht unter dem Titel „Orte der Macht“ und zeigt das höfische Leben in der Karolingerzeit sowie den von Pfalz zu Pfalz ziehenden König und Heerführer, der in Aachen einen Ort der Macht errichtete,  anhand von archäologischen und kunsthistorischen Zeugnissen.

Die Ausstellung im Centre Charlemagne trägt den Titel „Karls Kunst“ richtet ihren Fokus auf die Kunstgeschichte der Karolingerzeit, insbesondere aber auf die Kunstwerke, die der „Aachener Hofschule“ Karls des Großen zugerechnet werden. In ganz Europa verstreute, außerordentlich kostbare Handschriften, Elfenbeinschnitzereien und Goldschmiedearbeiten aus den  Aachener Werkstätten Karls des Großen sollen bei der Ausstellung gezeigt werden.

Zwischendurch gab es auch immer wieder lockere Gespräche zwischen Journalisten, Politikern, Touristikern  und Unternehmern. Bild: Reiner Züll
Zwischendurch gab es auch immer wieder lockere Gespräche zwischen Journalisten, Politikern, Touristikern und Unternehmern. Bild: Reiner Züll

„Verlorene Schätze“ lautet das Motto der großen Ausstellung in der Domschatzkammer. Der Domschatz geht in einigen seiner bedeutendsten Stücke auf die Zeit Karls des Großen zurück. Durch den antiken Proserpina-Sarkophag, in dem Karl der Große am 28. Januar 814 beigesetzt wurde, ist der Kirchenschatz besonders eng mit dem Karlsjahr 2014 verbunden. Für die Dauer der Ausstellung holt die Domschatzkammer sakrale Kunstwerke, die einmal zum Domschatz gehörten, nach Aachen zurück. Einige Exponate sollen sogar aus dem Grab  des heiligen Herrschers stammen.

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(Text: Reiner Züll)

Ein Gedanke zu „Eifel stand auf ITB mehrfach im Fokus der Öffentlichkeit“

  1. Man fährt nach Berlin zur Tourismusmesse um für die Eifel als Urlaubsstandort zu werben. Unter den Gästen die Kölner Regierungs-präsidentin Gisela Walsken und Helmut Etschenberg von der Städteregion Aachen. Bedie sind Befürworter des PSW mit 700 MW und einem Investitionsvolumen von 1 Mrd. Euro im Nationalpark am Rursee. Da kann ich nur sagen: sie wissen nicht was sie tun! Während und nach dem Bau des Kraftwerks wird es keine Touristen mehr geben. Der Standort Nordeifel als Urlaubsregion ist dann tot. Die Fahrt nach Berlin war eine Lustreise auf Kosten des Steuerzahlers.

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