WVER wurde "qualitativ hochwertiges Niveau" bei der Arbeit bescheinigt

Der Wasserverband Eifel-Rur erhielt jetzt die Zertifizierung des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) für die Unternehmensbereiche Talsperren und Gewässer

Übergabe der TSM-Zertifikate: In der Mitte links (mit Sonnenbrille) Johannes Lohaus, Bundesgeschäftsführer der DWA, rechts daneben Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk, Vorstand des WVER, zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verbandes, die die TSM-Zertifizierung vorbereitet und begleitet haben. Bild: WVER
Übergabe der TSM-Zertifikate: In der Mitte links (mit Sonnenbrille) Johannes Lohaus, Bundesgeschäftsführer der DWA, rechts daneben Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk, Vorstand des WVER, zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Verbandes, die die TSM-Zertifizierung vorbereitet und begleitet haben. Bild: WVER

Eifel – Die entsprechenden Urkunden wurden dem Verband durch Johannes Lohaus, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) überreicht. Dieser Fachverband, der bundesweit die Festlegung von Standards und Regeln in seinem Aufgabenbereich koordiniert, ist auch zuständig für das TSM in den Sparten Abwasser, Talsperren und Gewässer. Lohaus betonte bei der Übergabe, dass die jetzt geprüften Tätigkeitsfelder noch sehr junge Zertifizierungsbereiche seien und der Wasserverband damit zu den Vorreitern gehöre.

Um die Zertifizierung zu erreichen, unterzog sich der WVER zunächst einer Selbstüberprüfung anhand von übergeordneten Regelwerken und gesetzlichen, rechtlichen und technischen Anforderungen.

„Untersucht wurden unter anderem interne Abläufe und Strukturen. Dazu gehören die alltäglichen Betriebsabläufe ebenso wie Abläufe bei Planungs- und Bauvorgängen, Meldeketten bei Störfällen oder Alarmpläne“, so der WVER in einer Pressemitteilung. Ebenso sei das Vorhandensein und die Zugänglichkeit von Organisationsstrukturen etwa in Organigrammen geprüft worden. Darüber hinaus gehörten eine entsprechende Qualifikation sowie die Weiterbildung des Personals und eine geeignete Ausstattung zum Themenfeld des Sicherheitsmanagements.

Der Selbstüberprüfung folgte dann eine externe Zertifizierung durch drei Experten der DWA, die sich über insgesamt drei Tage erstreckte und sowohl internes Regelwerk und Dokumentationen als auch die Umsetzung in der Praxis im Blick hatte. „Klar strukturierte und dokumentierte Abläufe verschaffen uns Handlungs- und Rechtssicherheit bei der Arbeit“, begründete Frank Büßelberg, Leiter der WVER-Stabstelle Umweltschutz/Sicherheit/Managementsysteme, warum man sich auf den Weg zur Zertifizierung gemacht habe. Gefahren und Schwachstellen könnten so erkannt und behoben werden.

Auch WVER-Vorstand Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk, der den Zertifizierungsprozess 2010 in Gang gesetzt hatte, unterstrich die Wichtigkeit des Technischen Sicherheitsmanagements: „Damit dürfen wir feststellen, dass wir unsere Arbeit auf qualitativ hochwertigem Niveau verrichten.“ Dies, so Firk, sei zudem der Nachweis, dass die schon seit zehn Jahren andauernde Beitragsstabilität gegenüber den Mitgliedern trotz steigender Kosten und einer damit notwendigen Optimierung der Verbandsarbeit nicht zu Einbußen bei der Qualität geführt habe.

Nach den Unternehmensbereichen Gewässer und Talsperren soll nun auch die Abwassertechnik der Überprüfung durch das TSM unterzogen werden. Johannes Lohaus von der DWA freute dies besonders. „In Deutschland gibt es ca. 6000 Abwasserreiniger, von denen sich erst Einhundert zertifizieren lassen haben.“ Hier gelte es noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Eine sichere Aufgabenerfüllung in der Wasserwirtschaft sei ein grundlegendes Anliegen der Daseinsvorsorge.

Die jetzt an den WVER erteilten Zertifikate haben eine Gültigkeit bis zum Dezember 2017.

Der Verband ist im deutschen Einzugsgebiet der Rur von der Nordeifel bis ins Heinsberger Land zuständig für die Abwasserreinigung in 44 Kläranlagen, betreibt 750 Sonderbauwerke wie Regenrückhaltebecken oder Pumpwerke, unterhält ca. 1.900 Kilometer Fließgewässer, verfügt über sechs Talsperren und sichert den lokalen Hochwasserschutz in derzeit 53 Hochwasserrückhaltebecken.

(Quelle: WVER)

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