Janosch-Ausstellung startet am Sonntag

Der 82-jährige Künstler hat versprochen, selbst bei der Eröffnung anwesend zu sein – Journalisten durften bereits einen Blick auf die ausgestellten Bilder werfen – Neben Dürener Institutionen gehört die Euskirchener Firma „F&S solar“ zu den Hauptsponsoren der Schau

Präsentierten der Presse am Mittwoch bereits einen Teil der Ausstellung: Kunstakademie-Leiter Prof. Dr. Frank Günter Zehnder (v.l.), Bastian Langer (Popular Art),Dirk Hürtgen (KSK Düren), Georg Schmiedel (F&S solar), Jürgen Schulz (Stadtwerke Düren), Landrat Wolfgang Spelthahn, Bert Züll (Bürgermeister Heimbach) und Achim Schmitz (Rurtalbahn). Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Präsentierten der Presse am Mittwoch bereits einen Teil der Ausstellung: Kunstakademie-Leiter Prof. Dr. Frank Günter Zehnder (v.l.), Bastian Langer (Popular Art),Dirk Hürtgen (KSK Düren), Georg Schmiedel (F&S solar), Jürgen Schulz (Stadtwerke Düren), Landrat Wolfgang Spelthahn, Bert Züll (Bürgermeister Heimbach) und Achim Schmitz (Rurtalbahn). Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Heimbach – Am Sonntag, 14 Uhr, ist es soweit. Dann werden in der Internationalen Kunstakademie Heimbach die schweren Burgtüren für die große Janosch-Ausstellung geöffnet. Derzeit laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren. Am Mittwochnachmittag durften Journalisten aber bereits einen ersten Blick auf einige der Bilder werfen, die derzeit in der Burg Hengebach aufgehängt werden.

Der Vorsitzende des Trägervereins der Kunstakademie, Wolfgang Spelthahn, betonte, dass man nach der überaus erfolgreichen James-Rizzi-Ausstellung beschlossen habe, noch einmal eine Ausstellung mit einem populären Künstler zu wagen. „Wir wollen durchaus ganz bewusst die breite Masse ansprechen“, so Spelthahn.

Prof. Dr. Frank Günter Zehnder gab bereits eine erste kleine Einführung in die Arbeiten von Janosch. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Prof. Dr. Frank Günter Zehnder gab bereits eine erste kleine Einführung in die Arbeiten von Janosch. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Dabei gehe es nicht darum, die Taschen der Akademie mit Geld zu füllen, stellte Spelthahn klar. Das zeigten allein schon die sehr moderaten Eintrittspreise von sieben bzw. fünf Euro. Darüber hinaus sei der Eintritt für Kinder und Jugendliche frei. Man sei daher erneut froh, wenn man kostendeckend arbeiten könne.

„Dass wir eine solche Ausstellung überhaupt auf die Beine stellen können, verdanken wir vor allem den Sponsoren“, so Landrat Spelthahn. Unter diesen befinden sich nicht nur Dürener Institutionen wie die Sparkasse, die Kreisbahn, die Rurtalbahn und die Stadtwerke, sondern auch die Firma „F&S solar“ aus Euskirchen. Dass diese nicht im Kreis Düren zu Hause ist, nannte Spelthahn scherzhaft einen „Betriebsunfall“, denn die Euskirchener Solarspezialisten haben bereits viele kulturelle Projekte im Kreis Düren mit großem Engagement gesponsert, so beispielsweise die Rizzi-Ausstellung oder die „Höhner Rockin‘ Roncalli Show“. Die Verbundenheit der Euskirchener zum Kreis Düren beruht auf einer guten Zusammenarbeit. In Inden beispielsweise errichtete „F&S solar“ den größten Solarpark des Landes NRW auf einer ehemaligen Mülldeponie.

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Dieses Bild hat Janosch eigens für die Ausstellung gemalt: Es zeigt Bär und Tiger bei einem Abenteuer auf dem Rursee. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Dieses Bild hat Janosch eigens für die Ausstellung gemalt: Es zeigt Bär und Tiger bei einem Abenteuer auf dem Rursee. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Der Leiter der Kunstakademie, Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, gab eine erste kleine Einführung in die Arbeiten von Janosch. Er verwies auf die lange Tradition der Fabel, in der auch Janosch stehe:  „Wie bereits in den Werken Äsops oder La Fontaines werden Tiere als Stellvertreter menschlichen Handelns gezeigt“, so Zehnder. Janoschs Bilder seien geprägt von klaren Aussagen. „Bunt, aber nicht kitschig vermittelt der Künstler eine lebensbejahende Fröhlichkeit.“

Wolfgang Spelthan (links) bedankte sich besonders bei den Sponsoren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Wolfgang Spelthan (links) bedankte sich besonders bei den Sponsoren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Janosch macht uns klar, dass man im Leben nicht nur rumsitzen darf, sondern etwas unternehmen und Abenteuer erleben muss, und dass es darüber hinaus im Leben stets Überraschungen gibt“, so Zehnder weiter. Man dürfe niemals verzagen und auch niemanden enttäuschen, fasste er einige der Intentionen von Janoschs Bildern zusammen.

Bastian Langer von der Düsseldorfer Agentur „Popular Art“, die die Ausstellung präsentiert, verriet anschließend, dass man die Janosch-Ausstellung in drei große Räume aufgeteilt habe. So gebe es ein komplett eingerichtetes Janosch-Zimmer, in dem alles vom Sessel bis zum Schrank mit Janosch-Motiven versehen sei. In der ersten Etage der Burg könnten dann die bekannten Geschichten von Janosch betrachtet werden. Dort findet man die Abenteuer von Bär und Tiger, von der Tigerente oder von Emil Grünbär und kann die Originale darüber hinaus mit den Kinderbüchern vergleichen. „Im zweiten Obergeschoss werden dann noch zahlreiche Postkartenentwürfe zu sehen sein sowie Entwurfszeichnungen für verschiedene Projekte“, so Langer.

Statt eine SMS zu schicken, bedienen sich Bär und Tiger eines ganz eigenen Kommunikationsmediums. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Statt eine SMS zu schicken, bedienen sich Bär und Tiger in diesem Bild von Janosch, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist, eines ganz eigenen Kommunikationsmediums. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Ausstellung „Janosch – Bilder vom Leben“ ist vom 14. April bis zum 26. Mai täglich von 10 bis 18 Uhr und donnerstags bis 22 Uhr geöffnet. Bereits am Samstag, 13. April, wird der Künstler in der Kreissparkasse Düren von 11 bis 12 Uhr zu einer Signierstunde erwartet. Der ansonsten eher öffentlichkeitsscheue Künstler hat darüber hinaus zugesagt, auch bei der Ausstellungs-Eröffnung am Sonntag ab 14 Uhr vor Ort zu sein. Um 15 Uhr will er eine Signierstunde geben.

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Die Ausstellung, die auch von der Eifel-Tourismus GmbH Unterstützung erfährt, wird von einem Rahmenprogramm begleitet: So werden an den Wochenenden in einem besonderen Leseraum Geschichten aus Janosch-Büchern für Kinder bis sieben Jahre vorgelesen und angeschaut. Jeden Donnerstag, wenn die Ausstellung bis 22 Uhr geöffnet ist, finden abends besondere Veranstaltungen – etwa Live-Musik in der Ausstellung – statt. Dazu richtet die Deutsche Post auf Burg Hengebach einen Verkaufsshop für die neuen Janosch-Sonderbriefmarken ein. Die genauen Termine dafür werden noch bekannt gegeben.

Der 82-jährige Künstler gilt als einer der bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt. Bild: Janosch Film & Medien
Der 82-jährige Künstler gilt als einer der bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt. Bild: Janosch Film & Medien

Mit über 150 Kinderbüchern ist der 82-jährige Janosch (Horst Eckert)  heute einer der bekanntesten Kinderbuchautoren und Künstler der Welt. Seine Kinderbücher sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden. Daneben hat Janosch zahlreiche Romane und Theaterstücke für Erwachsene verfasst, in denen er sich mit ernsthaften Themen wie Religion, gottesfürchtiger Erziehung, wahrer Lebenskunst und der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandersetzt. Seit 1980 wohnt Janosch in den Bergen von Teneriffa, wo in einer äußerst kreativen Schaffenszeit die meisten seiner Träume und Ideen das Licht der Zeichnung und Illustration erblickten. (epa)

Weitere Informationen unter:

www.kunstakademie-heimbach.de

www.janosch-ausstellung.de

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