KEV warnt erneut vor Stromverkäufern

Beim Kaller Energieversorger stehen die Telefone nicht still: Angebliche Mitarbeiter der KEV sind in Wirklichkeit Mitarbeiter einer Münchener Firma mit dubiosen Geschäftspraktiken                                                     

Vor falschen Stromverkäufern warnt Kerstin Zimmermann, Pressesprecherin der Energie Nordeifel. Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Vor falschen Stromverkäufern warnt Kerstin Zimmermann, Pressesprecherin der Energie Nordeifel. Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Die Masche ist immer dieselbe: Angebliche Mitarbeiter der KEV geben vor, als „Wartungsvertragspartner“ einen besonders günstigen Stromtarif anzubieten, wie Kerstin Zimmermann, Pressesprecherin der KEV, berichtet: „Tatsächlich handelte es sich bei den Anbietern jedoch um Mitarbeiter einer Münchener Firma, die keinesfalls mit uns zusammenarbeitet.“ Es würden sensible Daten wie Bankverbindung, Geburtsdatum, Zählernummer und Verbrauch abgefragt.

Die KEV habe sofort anwaltlich reagiert und die Firma aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Zimmermann: „Wir dachten, die Sache sei damit geklärt, doch die Firma hat sich geweigert, die Erklärung zu unterzeichnen, und wir bekommen immer weiter Anrufe von Kunden, die verunsichert nachfragen. Wir können nur davor warnen, sich auf irgendwelche dubiosen Vertragsabschlüsse einzulassen.“

Wie die KEV herausfand, versucht die Firma Kunden der KEV zu einem „Sorglos-Strom-Angebot“ zu überreden mit der Versicherung, es handele sich um einen Online-Tarif der KEV. Zum „Vertragsabschluss“ bekomme man eine SMS, durch deren Antwort mit „Ja“ man „Energy2Day“  bevollmächtige, den Stromvertrag mit der KEV zu kündigen und einen neuen Stromvertrag abzuschließen. Wie die KEV mitteilt, werden jetzt weitere rechtliche Schritte gegen das Unternehmen wegen unlauteren Wettbewerbs und Vorspiegelung falscher Tatsachen eingeleitet.

Die KEV bittet ihre Kunden, sich unter Telefon 0 24 41-82 235 zu melden, wenn sie mit zweifelhaften Angeboten konfrontiert werden.

Quelle: KEV Energie GmbH

Ein Gedanke zu „KEV warnt erneut vor Stromverkäufern“

  1. Das ist wahrscheinlich nur der Anfang !
    Es werden Heerscharen von Drückerkolonnen über uns herfallen, um billigen Strom zu verkaufen.
    Dabei kann das jeder selbst per Internet und das auch durchaus seriös selber machen.
    Die Frage ist nur:
    Welchen Aussagewert haben da noch die hochbezahlten Gutachten über den eigentliche Wert z.B. der ENE im Hinblick auf die Gewinnerwartungen in der Zukunft ?
    Die Kommunen , die hier Anteile kaufen wollen, sollten sich das mehr als gründlich überlegen. Denn schließlich würden sie im Zweifelsfall das Geld ihrer Bürger verzocken.

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