Maf Räderscheidt belebt „Kunst im Fluss“ neu

Zahlreiche Künstler haben bereits zugesagt, sich mit dem Thema Wasser auseinandersetzen zu wollen – Ob Skulpturen, Videos oder Installation, das Publikum darf an der Olef hochklassige und vielseitige Kunst erwarten

Holger Hagedorn arbeitet  am Solaris-Projekt. Bild: Privat
Holger Hagedorn arbeitet am Solaris-Projekt. Bild: Privat

Schleiden – Die Veranstaltung „Kunst im Fluss“ ist legendär. Nach einigen Jahren der Ruhe wird die Aktion jetzt wieder neu aufgelegt. Federführend ist dabei die bekannte Künstlerin Maf Räderscheidt, die seit einigen Jahren in Schleiden lebt und dort das öffentliche Atelier und die Ausstellunghalle „Kulturschock“ betreibt. „Wenn nach vielen Jahren in Schleiden wieder ‚Kunst im Fluss‘ stattfindet, dann ist es mehr als die Kopie einer guten Idee. Eine Reihe von teilweise weltweit bekannten Künstlern macht sich auf den Weg, um in und um die Olef herum Kunst zu machen“, berichtet Räderscheidt.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 12. Mai, statt, gleichzeitig mit der Eröffnung des Sturmiusparks, der als Generationenpark umgestaltet worden ist. Für sechs Wochen steht Schleiden dann im Zeichen der modernen, zeitgenössischen Kunst. Ob Skulpturen, Videos oder Installation, das Publikum darf hochklassige und vielseitige Kunst von einer Vielzahl von herausragenden Persönlichkeiten erwarten.

Martin Kätelhön hat bereits probehalber im Februar sein "Fluss-Gold" in der Olef versenkt. BIld: Privat
Martin Kätelhön hat bereits probehalber im Februar sein „Fluss-Gold“ in der Olef versenkt. BIld: Privat

Mit dabei sein werden unter anderem: Thomas Baumgärtel, Ulrike Rosenbach, Rolf Hinterecker, Rochus Aust und Holger Hagedorn. „Auf eine derartige Künstlerliste wäre jedes große Museum in Deutschland stolz“, freut sich Maf Räderscheidt bereits auf die Veranstaltung, an der sie erst seit Anfang Februar arbeitet. „Ohne die spontane Bereitschaft der Künstler, bei ‚Kunst im Fluss‘ mitzumachen, wäre es niemals möglich gewesen, etwas Derartiges auf die Beine zu stellen“, sagt sie.

Die Initiative zu der Ausstellung geht von den Schleidener Geschäftsleuten aus. Sie nahmen damit ein Konzept auf, dass vor 15 Jahren weit über die Eifel hinaus für Aufsehen sorgte. „Kunst im Fluss“ wurde von dem mittlerweile verstorbenen Künstler Peter Hundeck erdacht und im Jahr 1998 von ihm und Eva-Maria Hermanns umgesetzt. „Kunst im Fluss“ fand dreimal statt, mit bis zu 24 Künstlern, von Schleiden über Olef bis Gemünd. „So genießt ‚Kunst im Fluss‘ heute noch sowohl bei den Schleidenern als auch in der Kunstwelt einen ausgezeichneten Ruf“, sagt Räderscheidt.

Thomas Baumgärtel hat diese zwei Meter lange Betonbanane geschaffen. Bild: Privat
Thomas Baumgärtel hat diese zwei Meter lange Betonbanane geschaffen. Bild: Privat

Besonders reize es die Künstler, sich aktuell mit dem Thema Wasser auseinanderzusetzen. Während in vielen Teilen der Welt kriegerische Auseinandersetzungen um die knappe Ressource Wasser drohten, plane die Europäische Union das Geschäft mit dem Wasser zu privatisieren. Zum Beispiel reagiere der Kölner Künstler Martin Kätelhön darauf, indem er in der Olef Lebensadern aus „Flussgold“ installieren werde.

Maf Räderscheidt weiter: „Ganz eigenen Charme gewinnt die Aktion dadurch, dass nicht nur professionelle Künstler Kunst gestalten, sondern in der Schulstadt Schleiden auch Schulklassen teilnehmen und unter der Leitung ihrer Kunsterzieher Kunstwerke beisteuern.“

Nach derzeitigem Stand hätten neben den schon erwähnten Künstlern weiterhin zugesagt: Christine Santema, Martin Kätelhön, Karla Götze, Peter Sußner, Thomas Kleevisch, Maggie Töpfer, Alex Rix, Jörg Strawe und die jungen Wilden: Sophie Urban, Viktoria Abramova, Sabine Alberts und Robin Hoffmann.

Weitere Informationen gibt es bei Maf Räderscheidt unter 0 24 45/85 22 85 oder maf@maf-raederscheidt.de

www.maf-raederscheidt.de

Kommentar verfassen