Verschönerer der Oleftalsperre erhält Kunstpreis

Der Kreuzauer Klaus Dauven wird mit dem Kunstpreis des Kreises Düren 2013 ausgezeichnet – Sein gigantisches Bild „Wild-Wechsel“ (282 x 54 Meter), das er mit Hochdruckreinigern auf die Oleftalsperre „zeichnete“, hat ihn auch in der Eifel berühmt gemacht

Mit diesem monumentalen Werk auf der Olefer Stauseemauer  wurde Klaus Dauven auch in der Eifel bekannt. Bild (Ausschnitt): Max Busch
Mit diesem monumentalen Werk auf der Mauer der Oleftalsperre wurde Klaus Dauven auch in der Eifel bekannt. Bild (Ausschnitt): Max Busch

Kreis Düren/Hellenthal – Die Jury traf unter dem Vorsitz von Landrat Wolfgang Spelthahn ein einstimmiges Urteil. Der Preis ist dank der Unterstützung der Sparkasse Düren mit 5000 Euro sowie einem Zuschuss in gleicher Höhe zum Druck eines Katalogs für eine Einzelausstellung im Kreis Düren dotiert.

Klaus Dauvens gigantisches Bild „Wild-Wechsel“ (282 x 54 Meter), das er mit Hochdruckreinigern auf die Oleftalsperre „zeichnete“, hat ihn auch in der Eifel berühmt gemacht: Der Kreuzauer ist nach Volker Saul, Julia Seidensticker, Dr. h.c. Herbert Falken, Thomas Keller und Herb Schiffer der sechste Träger des Kunstpreises des Kreises Düren.

„Der 46-jährige Künstler und Lehrer schafft vergängliche Kunstwerke. Mit Drahtbürste und Hochdruckreiniger bearbeitet er Brückenpfeiler, Betonflächen, Verkehrsschilder, Stromkästen und alles, was ausreichend mit Patina überzogen ist“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Düren. Dabei entstünden seine Bilder durch den Kontrast von „verdreckt“ und gesäubert. Dem Monumentalbild in Hellenthal folgten drei weitere Großkunstwerke an Talsperren in Japan, Korea und Sachsen.

Klaus Dauven erhält den Kunstpreis des Kreises Düren. Bild: Privat
Die Entscheidung war einstimmig: Klaus Dauven erhält den Kunstpreis des Kreises Düren. Bild: Privat

Der gebürtige Dürener Dauven erwarb Mitte der 1980er Jahre sein Abitur in Düren. Es folgte ein Studium der Freien Kunst und des künstlerischen Lehramtes an den Kunstakademien Düsseldorf und Münster. Schon Mitte der 1990er Jahre entdeckte der Zeichner die Möglichkeit, mit einem Staubsauger Papierbahnen, die er zuvor mit Zeichenkohle eingefärbt hatte, teilweise abzusaugen und so Strukturen zu schaffen. Das war die Grundlage für die Gestaltung von Flächen mit Bürste und Hochdruckreiniger.

Da die gesäuberten Teile mit der Zeit nachdunkeln, verschwinden die Bilder langsam wieder und existieren am Ende nur als Fotografien. Seit 1994 sind Werke von Klaus Dauven, der als Kunst- und Französischlehrer an der Europa-Schule in Langerwehe unterrichtet, immer wieder im In- und Ausland ausgestellt worden.

Auch einige Auszeichnungen hat er bereits erhalten. Der Kunstpreis des Kreises Düren krönt nun sein Schaffen. „Ich freue mich wirklich sehr über diesen Preis, weil er eine Bestätigung meiner Arbeit ist und meine Kunst in den Blickpunkt einer großen Öffentlichkeit rückt“, strahlte der 46-Jährige, als Landrat Wolfgang Spelthahn ihn über die  kommenden Auszeichnung informierte. Herbert Falken, der den Kunstpreis in Anerkennung seines Lebenswerkes erhalten hatte, war übrigens der erste Mentor des noch jungen Klaus Dauven.

Ein Blick auf die Homepage des Künstlers lohnt sich übrigens. Dort findet man zahlreiche seiner längst wieder verschwundenen Werke, die der Fotograf Max Busch für die Nachwelt erhalten hat.

www.klaus-dauven.de

(Quelle: Kreis Düren)

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