Eifel war als Epizentrum des Kalten Krieges definiert

Info-Abend in Bunkeranlage der Landeszentralbank in Satzvey gewährt Akteneinsicht in Staatsgeheimnisse – Städte wie Mechernich, Euskirchen oder Bad Neuenahr-Ahrweiler sollen atomare Primärziele des Ostblocks gewesen sein

Küche und Speisesaal tief unter einem Schulhof in Satzvey: Hier findet  am 1. Juni um 19.30 Uhr eine spannende Zeitreise statt, wenn Geheimakten  aus Ost und West die Rolle der Eifel als deutschem Epizentrum im Kalten  Krieg beschreiben.  Bild: www.bunker-satzvey.de
Küche und Speisesaal tief unter einem Schulhof in Satzvey: Hier findet am 1. Juni um 19.30 Uhr eine spannende Zeitreise statt, wenn Geheimakten aus Ost und West die Rolle der Eifel als deutschem Epizentrum im Kalten Krieg beschreiben.
Bild: www.bunker-satzvey.de

Mechernich-Satzvey – „Die Eifel war bereits in sowjetischen Generalstabskarten nach östlichem Muster neu kartografiert, DDR-Agenten fotografierten heimlich alles, was strategisch irgendwie interessant erschien. In den taktischen Übersichtsplänen des Ostblocks tauchen Mammutbunker wie die Untertageanlage in Mechernich auf, es werden aber genauso kleinere geheime Bunkerkomplexe in der Eifel präzise beschrieben“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Bunker-Dokumentationsstätten und der Stadt Mechernich.

Am Samstag, 1. Juni, 19.30 Uhr, informieren die Buchautoren Michaela Karle und Jörg Diester über ein spannendes Thema deutsch-deutscher Geschichte. Bild: www.bunker-satzvey.de
Am Samstag, 1. Juni, 19.30 Uhr, informieren die Buchautoren Michaela Karle und Jörg Diester über ein spannendes Thema deutsch-deutscher Geschichte. Bild: www.bunker-satzvey.de

Akten des DDR-Geheimdienstes würden heute Aufschluss zu Inhalten und Zielrichtung der östlichen Spionagetätigkeit geben. Fazit der Bunker-Dokumentationsstätten: Die Eifel sei auch jenseits des Eisernen Vorhangs als Epizentrum des Kalten Krieges auf westdeutschem Gebiet definiert worden. „Für den Ernstfall hätte das auch bedeutet: Städte wie Mechernich, Euskirchen oder Bad Neuenahr-Ahrweiler wären atomare Primärziele des Ostblocks gewesen.“ Wie sich der Westen seinerseits auf den Dritten Weltkrieg vorbereitet habe, stehe ebenfalls in Geheim-Akten.

Am Samstag, 1. Juni, 19.30 Uhr, informieren die Buchautoren Michaela Karle und Jörg Diester („Plan B. – Bonn, Berlin und ihre Regierungsbunker“) über dieses spannende Thema deutsch-deutscher Geschichte. Der Info-Abend mit dem Titel „Was steckt hinter den Staatsgeheimnissen“ findet in der „Dokumentationsstätte Ausweichsitz Landeszentralbank NRW“ in Satzvey statt (Schule am Veybach, Am Pantaleonskreuz, 53894 Mechernich-Satzvey) und ist Teil eines umfangreichen Veranstaltungswochenendes an und um diesen markanten Ort des Kalten Krieges. Infos und Anmeldemöglichkeit: www.bunker-satzvey.de

Das Programm:

1. Juni 2013 (Samstag)

14.30 / 16 Uhr: speziell für Fotografen organisierte „Bunker-Foto-Tour“ (Eintritt 15 Euro)

18 Uhr: Führung im Rahmen des Info-Abends „Was steckt hinter den Staatsgeheimnissen“ (Eintritt 8 Euro)

19.30: Uhr Info-Abend „Was steckt hinter den Staatsgeheimnissen“ (Eintritt kostenlos; keine Führung) im großen Speisesaal des Bunkers

2. Juni 2013 (Sonntag)

10 bis 16 Uhr Führungen durch den Bunker (Beginn alle 30 Minuten; Dauer 1,5 Stunden, Eintritt 8 Euro; Ermäßigungen lt. Preisübersicht www.bunker-satzvey.de

Kommentar verfassen