„Helfer auf vier Pfoten“ vermitteln zwölf goldene Regeln

Hundebesuch in der Offenen Ganztagsschule Bad Münstereifel-Arloff  – Caritas Euskirchen macht es möglich, dass Kinder den richtigen Umgang mit Vierbeinern erlernen

Hund Rusty macht es den Kindern besonders leicht, sich mit einem Hund anzufreunden. Bild: Carsten Düppengießer
Hund Rusty macht es den Kindern besonders leicht, sich mit einem Hund anzufreunden. Bild: Carsten Düppengießer

Bad Münstereifel-Arloff – „Auf die Plätze, fertig, los!“, auf dieses Kommando hin schnellt der Australian Shepherd Rüde Rusty augenblicklich nach vorne. Die Kinder der Offenen Ganztagsschule Arloff, die im spielerischen Wettlauf gegen ihn antreten, haben gegen den quirligen fünfjährigen Hund keine Chance.

„Das Wettrennen dient dazu, den Kindern zu verdeutlichen, dass man, auch wenn man Angst hat, nie vor einem Hund weglaufen sollte, denn durch den angeborenen Jagdtrieb nehmen Hunde automatisch die Verfolgung auf“, so Silvia Steeg von der Aktion „Helfer auf vier Pfoten“. Diese und elf weitere „goldene Regeln“ für den Umgang mit Hunden vermittelt sie zusammen mit ihrer Kollegin Jana Wolf während ihrer ehrenamtlichen Hundebesuche in Arloff.

Die Kinder lernen auch, wie man einen Hund an der Leine führt. Bild: Carsten Düppengießer
Die Kinder lernen auch, wie man einen Hund an der Leine führt. Bild: Carsten Düppengießer

Anna Katharina Kitzing, Leiterin des Caritas-Teams, das seit 2007 für die Nachmittagsbetreuung in Arloff zuständig ist, war sofort begeistert, als sie von der Aktion erfuhr. „Hunde begegnen Kindern nahezu jeden Tag. Daher ist das Erlernen des richtigen Umgangs mit ihnen unerlässlich. Nur so können kritische Situationen gemeistert und Ängste abgebaut beziehungsweise vorgebeugt werden“, so Kitzing.

Zum „Helfer auf vier Pfoten“-Team gehört außerdem noch Labrador-Hündin Sandy, die mit ihren elf Jahren schon sehr betagt ist und im Vergleich zu Rusty die Ruhe in (Hunde)person ausstrahlt. Durch Reifen springen, durch einen Tunnel laufen, den die Grundschulkinder mit ausgestreckten Armen bilden, oder um die Kinder im Slalom herumlaufen gehören zu den vielen Kunsttücken, die die vierpfotigen Helfer im Repertoire haben. Die 18 Kinder haben sichtlich viel Freude mit den Hunden und auch für die Mitarbeiter der Caritas Euskirchen sind die Besuche ein pädagogisches Highlight. „Ein Junge war anfangs sehr ängstlich gegenüber Hunden, aber bereits beim zweiten Hundebesuch konnten wir beobachten, dass er von sich aus auf die Hunde zugegangen ist“, berichtet Kitzing.

Das Wettrennen dient dazu, den Kindern zu verdeutlichen, dass man, auch wenn man Angst hat, nie vor einem Hund weglaufen sollte. Denn er ist immer schneller. Bild: Carsten Düppengießer
Das Wettrennen dient dazu, den Kindern zu verdeutlichen, dass man, auch wenn man Angst hat, nie vor einem Hund weglaufen sollte. Denn er ist immer schneller. Bild: Carsten Düppengießer

Um das Wissen, das den Arloffer Grundschulkinder an vier einstündigen Terminen vermittelt wurde, zu festigen, haben sie ergänzend ein Arbeitsheft mit kniffligen Rätseln und lustigen Aufgaben erhalten. „So können sich die Kinder am Ende des Projektes als richtige Hunde-Experten ausgeben“, erklärt Wolf.

Schirmherr der für Kindereinrichtungen kostenlosen, seit 2006 bundesweit angebotenen Aktion ist der Hunde- und Katzenfutterhersteller Royal Canin. Von ihm wird das Qualitätssiegel „Helfer auf vier Pfoten“ vergeben. Um dieses zu erhalten, müssen die eingesetzten Hunde einen eigens für die Hundebesuche entwickelten Eignungstest absolvieren und zudem gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen. Organisiert und veranstaltet werden die Hundebesuche vom DVG (Deutscher Verband der Gebrauchshundsportvereine) und dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen).

(Quelle: Caritasverband Euskirchen)

 

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