Naturpark Nordeifel strebt klimafreundlichen Tourismus an

Insgesamt rund 250.000 Tonnen CO2 werden im Jahr durch den Tages- und Übernachtungstourismus in der Nordeifel verursacht

Nadine Rathofer und Jan Lembach wollen mit ihrem Projekt den CO2-Ausstoß, der durch den Eifel-Tourismus verursacht wird, deutlich verringern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nadine Rathofer und Jan Lembach wollen mit ihrem Projekt den CO2-Ausstoß, der durch den Eifel-Tourismus verursacht wird, deutlich verringern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Nordeifel – Auch der weltweite Tourismus, vor allem der Ferntourismus, ist ein Grund für den fortschreitenden Klimawandel. Ein Urlaub oder Tagesausflug in den nahe gelegenen Naturpark der Eifel ist daher schon ein wichtiger Schritt zum klimabewussten Handeln. Dazu bietet die Naturerlebnisregion Eifel ein vielfältiges und attraktives Angebot für die ganze Familie.

„Natürlich fallen auch bei einem Ausflug in die Eifel klimarelevante Emissionen an. Wie viel CO2 dabei zusammenkommt, hat der Naturpark Nordeifel in seinem EU-Förderprojekt ‚KlimaTour Eifel – Netzwerk Klimaschutz und Tourismus‘ ermitteln lassen“, teilen Projektmitarbeiterin Nadine Rathofer und Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach jetzt mit.

So sieht er aus: Der CO2-Fußbadruck des Eifel-Tourismus. Bild: Naturpark Nordeifel
So sieht er aus: Der CO2-Fußbadruck des Eifel-Tourismus. Bild: Naturpark Nordeifel

Insgesamt rund 250.000 Tonnen CO2 würden im Jahr durch den Tages- und Übernachtungstourismus in der Nordeifel verursacht. Davon fielen 68 Prozent auf die Mobilität, 21 Prozent auf die Gastronomie und 11 Prozent auf die Übernachtung.

Erstmals liege damit für eine touristische Region und einen Naturpark in Deutschland der sogenannte „CO2-Fußabdruck“ als Datengrundlage vor.

Um die klimaschädlichen Emissionen für den Aufenthalt in der Nordeifel zu reduzieren, haben Nadine Rathofer und Jan Lembach in der Projektinitiative „KlimaTour Eifel“ zusammen mit vielen regionalen Partnern ein Bündel an Maßnahmen entwickelt. So soll es Informationen und eine Sensibilisierungskampagne zum Klimaschutz im Tourismus geben. Klimafreundliche Gastgeber und Hotels werden zertifiziert, die Mobilität mit Bussen und Bahnen gefördert, die Öffentlichkeitsarbeit „Regionalmarke Eifel – Klimaschutz auf dem Teller“ gestärkt und ein Informationsportal im Internet unter www.klimaschutz-eifel.de eingerichtet. Darüber hianaus sollen buchbare Angebotspauschalen entwickelt und vermarktet werden.

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Nadine Rathofer und Jan Lembach wolen in den nächsten Jahren bereits zehn Prozent der Emissionen  vermeiden helfen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nadine Rathofer und Jan Lembach wolen in den nächsten Jahren bereits zehn Prozent der Emissionen vermeiden helfen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

In den nächsten Jahren sollen so die ersten zehn Prozent der touristischen Emissionen vermieden werden, wobei auch Service und Komfort noch verbessert werden. Durch die Zertifizierung von klimafreundlichen Unterkunfts- und Gastronomiebetrieben und der damit verbundenen Darstellung der CO2-Bilanz des jeweiligen Betriebs, wird Urlaubern eine erhöhte Transparenz zur Nachhaltigkeit ihres Aufenthalts geboten.

„Dabei spielt besonders die Verwendung von saisonalen und regionalen Lebensmitteln eine herausragende Rolle, beispielsweise von Produkten der Regionalmarke Eifel: Durch kurze Transportwege werden nicht nur die CO2-Emissionen reduziert, sondern auch die regionale Wertschöpfungskette unterstützt“, so Rathofer und Lembach.

Mit der Initiative will der Naturpark Nordeifel gemeinsam mit seinen Partnern zu einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Tourismus in der Naturerlebnisregion Eifel beitragen.

Die Projektinitiative „KlimaTour Eifel“ wurde im Projektwettbewerb „Erlebnis.NRW – Die besten Ideen für Tourismus und Naturerlebnisse in NRW“ ausgewählt. Die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Städteregion Aachen und die Kreise Düren und Euskirchen fördern das Projekt.

Informationen zum Projekt und zu den Ergebnissen der CO2-Bilanzierung unter:

www.klimaschutz-eifel.de

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