Dürener Berufskolleg Kaufmännische Schulen setzt auf Sonne

Auf dem Dach der kreiseigenen Schule sorgt eine Photovoltaikanlage für sauberen Sonnenstrom, mit einem vom Euskirchener Solarspezialisten „F?S solar“ gespendeten Sonnenkollektor wir ein Solarmobil angetrieben, mit einem Solarkocher kann man auf dem Schulhof Würstchen brutzeln

Das Solarmobil rollt: Schulleiter Dr. Karl Wolff, Fachlehrer Jörg Thommessen und Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.) freuen sich mit den Schülern des Berufskollegs Kaufmännische Schulen, dass deren Gemeinschaftswerk so gut gelungen ist. Bild: Josef Kreutzer, Kreis Düren
Das Solarmobil rollt: Schulleiter Dr. Karl Wolff, Fachlehrer Jörg Thommessen und Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.) freuen sich mit den Schülern des Berufskollegs Kaufmännische Schulen, dass deren Gemeinschaftswerk so gut gelungen ist. Bild: Josef Kreutzer, Kreis Düren

Kreis Düren – Solare Energie ist ein großes Thema am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren: Auf dem Dach der kreiseigenen Schule sorgt künftig eine Photovoltaikanlage für sauberen Sonnenstrom. Umgerechnet könnten damit mehr als ein Dutzend Durchschnittshaushalte versorgt werden. Außerdem können die Schüler mit einem Solarkocher mit der Kraft der Sonne Wasser zum Kochen bringen und Würstchen brutzeln. Und draußen auf dem Schulhof steht ein dreirädriges Solarmobil zur Verfügung, dass sich durch Sonnenenergie nahezu geräuschlos in Bewegung setzt.

Stolz sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasium vor allem auf das Solarmobil, denn das haben sie mit Unterstützung ihres Physiklehrers und Haustechnikern des Kreises Düren selbst gebaut. Den schwenkbaren Sonnenkollektor bekamen sie vom Euskirchener Solarspezialisten „F&S solar“ gesponsert. Er fängt die Sonnenenergie ein, die in zwei speziellen Solarbatterien gespeichert wird. Damit fährt das – allerdings (noch) sitzlose – Mobil auch bei bedecktem Himmel lange Zeit völlig umweltfreundlich.

Im Rahmen eines Pressegesprächs stellten die angehenden Kaufleute jetzt ihren Prototypen vor, der nach Fahrtests stetig optimiert werden soll. Landrat Wolfgang Spelthahn war beeindruckt von dem Gemeinschaftswerk der hochmotivierten Schüler: „Hier wird die Energiewende gelebt!“, stellte er erfreut fest. Ohnehin sei der Kreis Düren ein echter Solarkreis, in dem die Nutzung der Sonnenenergie von den Forschern mit Hochdruck vorangetrieben werde. Beispielhaft sei dafür der von „F&S solar“ erbaute Solarpark Inden, der größte landesweit.

Die Sonne arbeitet aber auch für die Kreisverwaltung Düren. Unter Federführung des Zentralen Gebäudemanagements wurden seit 2008 alle geeigneten Dachflächen, acht an der Zahl, mit Photovoltaikanlagen bestückt. So auch die des Berufskollegs Kaufmännische Schulen an der Euskirchener Straße in Düren. „F&S solar“ hat die 255 Module dort montiert. Das über 47 Kilowatt-Peak starke Kraftwerk erzeugt rund 50.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. 35 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid werden so gegenüber herkömmlicher Kohleverstromung vermieden. Investor ist Markus Hegemann, der Kreis profitiert als Vermieter der Dachfläche von dem Projekt.

(Quelle: Kreis Düren)

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen