HA Schults Müll-Armee erobert Monschau

Die  „Trash People“ des Kölner Aktionskünstlers HA Schult werden vom 3. bis 27. Oktober auf dem Marktplatz in Monschau zu sehen sein

Sie stellten das Projekt „Kaffee und Kuchen in Monschau“ gemeinsam in Köln vor (v. l.) Ehefrau Anna Zlotovskaya, HA Schult, Bürgermeisterin Margareta Ritter, des Künstlers Muse Elke Koska und Dorit Schlieper (Monschau Festival). Bild: Ralph Menz/Wochenspiegel
Sie stellten das Projekt „Kaffee und Kuchen in Monschau“ gemeinsam in Köln vor (v. l.) Ehefrau Anna Zlotovskaya, HA Schult, Bürgermeisterin Margareta Ritter, des Künstlers Muse Elke Koska und Dorit Schlieper (Monschau Festival). Bild: Ralph Menz/Wochenspiegel

Monschau – Wenn der Kölner Aktionskünstler HA Schult Anfang Oktober 200 seiner mittlerweile 1000 Müllmenschen vor der historischen Fachwerkfassade der Monschauer Altstadt aufbaut, dann ist es für den Künstler auch wie eine Heimkehr. Denn in Monschau begann die Karriere des heute 74-Jährigen.

Im Jahr 1970 war er nämlich schon einmal in Monschau und setzte mit anderen Künstlern „Umwelt-Akzente“, die aber nicht jedermann gleich verständlich waren. Bei den „Trash-People“ dürfte das vielleicht anders sein. Denn die aus Müll und Bauschaum zusammengesetzten Figuren wollen auf die zunehmende Vermüllung der Erde aufmerksam machen und tun dies auf stille und doch eindrückliche Weise.

Die Müll-Armee war bereits in der ganzen Welt zu sehen: Ob auf der Chinesischen Mauer, auf dem Roten Platz in Moskau oder am Fuße der Pyramiden in Gizeh.

Fotograf Ralph Menz vom "Wochenspiegel" hat diese Fotomontage erstellt, die schon mal einen Vorgeschmack auf das Kunstereignis bietet. Wie die "Trash People" aber wirklich aufgebaut werden, bleibt eine Überraschung. Bild/Montage: Ralph Menz
HA Schult hat diese Fotomontage erstellt, die schon mal einen Vorgeschmack auf das Kunstereignis bietet.

„Wir leben auf einem Planeten, den wir mittlerweile zum Müllplaneten machen. So sind diese Skulpturen unser aller Ebenbilder. Und wenn nun die Menschen aus Müll in dieser schönen Putzi-Fachwerkwelt in Monschau stehen, werden Sie die Botschaft von einer heilen Welt und einer sich selbst in Frage stellenden Welt hinaus senden“, wird der Künstler im Wochenspiegel zitiert.

Veranstaltet wird die Kunstaktion von der Monschau Festival GmbH, einem gemeinnützigen Verein, der auch für die Monschau Klassik verantwortlich zeichnet.

Dass die Trash-People dort aufgestellt werden, wo sich die Touristen normalerweise Kaffee und Kuchen schmecken lassen, ist gewollt und hat auch den merkwürdigen Titel der Kunstausstellung „Kaffee und Kuchen in Monschau“ geprägt. Dass die Gastronomen im Monat Oktober über Umsatzverluste klagen werden, glaubt HA Schult allerdings nicht, denn er rechnet mit 100.000 Besuchern, die im Oktober zusätzlich nach Monschau anreisen werden, um die „Trash People“ zu sehen.

Weitere Infos zu den „Trash-People“ in Monschau erhalten Sie beim Wochenspiegel.

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