2. Kirchenkonzert zugunsten der Notschlafstelle

Rund 200 Gäste erlebten eine musikalische Reise durch drei Jahrhunderte und dienten dabei einem guten Zweck

Heiko Wahl (v.l.), Jürgen Schuster und Daniel Ackermann stellten sich in den Dienst des guten Zwecks und begeisterten mit ihrem Spiel die Zuhörer. Bild: Caritas
Heiko Wahl (v.l.), Jürgen Schuster und Daniel Ackermann stellten sich in den Dienst des guten Zwecks und begeisterten mit ihrem Spiel die Zuhörer. Bild: Caritas

Ein Konzert für Obdachlose – dieser Geburtstagswunsch von Annette Schuster an ihren Mann war im vergangenen Jahr Auslöser für das erste Benefiz-Kirchenkonzert zugunsten der Caritas-Notschlafstelle. „Der Erfolg war überwältigend, für uns war klar, das wiederholen wir“, so Initiatorin Schuster.

Und so konnten beim 2. Kirchenkonzert zugunsten der Notschlafstelle rund 200 Konzertbesucher am vergangenen Freitag in der Herz-Jesu-Kirche von der Initiatorin, die auch durch das Programm führte, begrüßt werden: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell man in eine existenzbedrohende Situation geraten kann. Gute Freunde haben mich damals aufgefangen. Heute geht es mir gut und ich wollte etwas  tun, was mir Freude bereitet und womit ich etwas zurückgeben kann.“

Rund 200 Gäste verfolgten das Konzert. Bild: Caritas
Rund 200 Gäste verfolgten das Konzert. Bild: Caritas

Ihr Mann Jürgen Schuster, Mitglied des WDR-Rundfunkorchesters, hatte gemeinsam mit seinen Musikerkollegen Daniel Ackermann und  Heiko Wahl, allesamt erfahrene Konzerttrompeter, sowie Regionalkantor Manfred Sistig das Programm für ein zweites Benefizkonzert mit Meisterwerken der Klassik auf die Beine gestellt.

Die drei Trompeter spielten gemeinsam mit Regionalkantor Sistig Stücke aus drei Jahrhunderten Musikgeschichte. Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Jean Joseph Mouret, aber auch „moderne“ Komponisten wie Benjamin Britten, Alan Hovhannes und Flor Peeters wurden von den renommierten Konzertmusikern zum Vortrag gebracht.

Bernhard Becker von der Caritas Euskirchen berichtete über die Arbeit der Wohnungslosenhilfe und bat die Konzertbesucher um eine Spende für die Notschlafstelle, welche eine jährliche Unterfinanzierung von 40.000 Euro mit Spenden und Eigenmitteln auffangen muss. Auf den Stufen zum Altar hatte Becker Lichter positioniert, die an kürzlich verstorbene Klienten der Wohnungslosenhilfe erinnerten. Die Gründe, warum jemand in die Obdachlosigkeit gerate, seien heute sehr unterschiedlich. Für viele sei die Notschlafstelle nur eine Notunterkunft auf Zeit, rund 40 Prozent der Nutzer blieben einen Monat und kürzer.

Becker lud die Anwesenden ein, die Arbeit der Wohnungslosenhilfe und die Notschlafstelle beim Tag der offenen Tür am Samstag, 19. Oktober, in der Kommener Straße 21 in Euskirchen in der Zeit von 14 bis 17 Uhr selbst in Augenschein zu nehmen. Der Konzertabend endete mit stehenden Ovationen für die Künstler. Insgesamt kamen 1.798 Euro für den Erhalt der Notschlafstelle zusammen.

Eifeler Presse Agentur/epa

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