Auf breitem Holzsteg in den Eifeler Urwald

Im barrierefreien Naturerlebnisraum Wilder Kermeter entsteht ein weiteres attraktives Angebot für Menschen mit und ohne Behinderung: Auf einem 1,5 Kilometer langen Erlebnispfad „Wilder Weg“ sollen Besucher die Entwicklung eines Waldes hin zu einem urwaldähnlichen Laubwald mit vielfältigen Tier- und Pflanzenarten erleben

 Die Ranger der Holzbauwerkstatt, hier Clemens Scory (hinten) und Harald Grieff, bauen den 200 Meter langen Holzsteg für den zukünftigen Naturerlebnispfad „Wilder Weg“ im barrierefreien Naturerlebnisraum Wilder Kermeter. Bild: Annette Simantke/ Nationalparkverwaltung
Die Ranger der Holzbauwerkstatt, hier Clemens Scory (hinten) und Harald Grieff, bauen den 200 Meter langen Holzsteg für den zukünftigen Naturerlebnispfad „Wilder Weg“ im barrierefreien Naturerlebnisraum Wilder Kermeter. Bild: Annette Simantke/ Nationalparkverwaltung Eifel

Schleiden-Gemünd – Der Startschuss für den Bau dieses Förderprojektes des Wettbewerbes „ErlebnisNRW – Die besten Ideen für Tourismus und Naturerlebnisse in NRW“ ist gefallen, die ersten Meter des Holzsteges der in das Gebiet führt, sind gelegt. In den Wochen zuvor haben Ranger der Verkehrssicherung in aufwendigen Vorarbeiten die Trasse vorbereitet.
Geplant sind zehn interaktive Themenstationen, die den Gast Themen wie Windwurf, Zeit und andere Dimensionen mit allen Sinnen erleben lassen. Der Erlebnispfad liegt an der Landesstraße 15 zwischen Heimbach-Schwammenauel und Schleiden-Wolfgarten. „Der Naturerlebnispfad ist barrierefrei und dabei für blinde, gehbehinderte und gehörlose Menschen ebenso geeignet wie für Menschen ohne Behinderung sowie für Jung und Alt. Für das späte Frühjahr im nächsten Jahr haben wir die Eröffnung vorgesehen“, so Projektleiter und Beauftragter für Barrierefreiheit, Tobias Wiesen aus der Nationalparkverwaltung. Der bereits im Wegeplan von Beginn an berücksichtigte Naturerlebnispfad wurde mit Verbänden, Institutionen und Menschen mit Behinderung eng abgestimmt.

Um kein Beton im Wald verbauen zu müssen, wird auf sogenannte Schraubfundamente zurückgegriffen. Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung (Mitte) stellte das Projekt zusammen mit dem Projektleiter und Barrierefreibeauftragten Tobias Wiesen sowie Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Kommunikation und Naturerleben, vor. Foto: Annette Simantke, Nationalparkverwaltung Eifel
Um kein Beton im Wald verbauen zu müssen, wird auf sogenannte Schraubfundamente zurückgegriffen. Henning Walter, Leiter der Nationalparkverwaltung (Mitte) stellte das Projekt zusammen mit dem Projektleiter und Barrierefreibeauftragten Tobias Wiesen sowie Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Kommunikation und Naturerleben, vor. Foto: Annette Simantke, Nationalparkverwaltung Eifel

Zunächst gewähren unterschiedliche Höhen auf einem zirka 200 Meter langen Holzsteg vielseitige Blickwinkel in die Natur, die in zwei Meter Höhe am Rand einer Windwurffläche gipfeln. Weiter geht es auf einem 1.300 Meter langen Weg, immer wieder unterbrochen durch Ruhe-, Forschungs- und Erlebnisstationen.

„Bei dem Bau des Steges haben wir aus ökologischen Gründen auf Betonfundamente verzichtet und mit bodenfreundlichen 1,30 Meter langen Schraubfundamenten gearbeitet“, so der Leiter der Nationalparkverwaltung Henning Walter. Die gesamten Projektmaßnahmen finden in enger Abstimmung mit dem amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz statt. „Bei der guten Zusammenarbeit im Vorfeld ist deutlich geworden, dass die ökologischen Belange auch bei solchen Maßnahmen angemessen berücksichtigt werden“, bestätigt Lothar Gerhards von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Düren.

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Der „Wilde Weg“ ist die zweite Ausbaustufe des barrierefreien Naturerlebnisraumes Wilder Kermeter, der 2011 im Herzen des Nationalparks Eifel  eröffnet wurde. „Die Anstrengungen vieler Akteure auf dem Weg die Nationalparkregion Eifel zur Top-Naturerlebnisregion für alle zu entwickeln, erhält mit dem „Wilden Weg“ einen neuen wichtigen Meilenstein“, erläutert Michael Lammertz, Fachgebietsleiter Kommunikation und Naturerleben aus der Nationalparkverwaltung den vorangegangenen Prozess.

Das Projekt ist bei einem Gesamtvolumen von knapp 1,1 Millionen Euro zu 80 Prozent gefördert, wobei 50 Prozent von der EU „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und 30 Prozent vom Land NRW getragen werden. Der Nationalparkverwaltung bzw. dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW bleibt damit ein Eigenanteil in Höhe von 20 Prozent.

(Quelle: Nationalparkverwaltung Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW)

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