Das „Roma Leben“ im Bild

Ausstellung von Sonntag, 20. Oktober, bis Sonntag, 24. November in der Galerie „Eifel Kunst“

Die Ausstellung "Roma Leben" soll helfen Vorurteile abzubauen. Foto: privat
Die Ausstellung „Roma Leben“ soll helfen Vorurteile abzubauen. Foto: privat

Schleiden – Die Wanderaustellung „Roma Leben“ soll von 20. Oktober, bis Sonntag, 24. November in der Galerie „Eifel Kunst“ in Schleiden, Schleidener Str.1, zu sehen sein. Eröffnet werden soll die Ausstellung von Klaus Ranglack, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Schleiden, am Sonntag, 20.Oktober, um 15 Uhr. Franz Josef Schümmer, Diözesanbeauftragter für Seelsorge mit Sinti und Roma im Bistum Aachen, will ein Grußwort an die Besucherinnen und Besucher der Ausstellungseröffnung richten.

Regelmäßige Öffnungszeiten sind freitags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, eventuelle Besuche außerhalb dieser Zeiten sind nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon  01 57-36 94 18 76 möglich.

Zum Hintergrund der Ausstellung berichtet Marita Rauchberger von der Galerie „Eifel Kunst“ / Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“: „Roma leben seit Jahrhunderten in Europa. Ursprünglich aus dem indischen Raum stammend, brachen sie zu einer jahrhunderterlanger Wanderschaft Richtung Westen auf. In den einzelnen Ländern Europas bilden sie alteingesessene und historisch gewachsene Minderheiten. In Deutschland ist die Gruppe der Sinti seit etwa 600 Jahren beheimatet. Sie sind deutsche Staatsbürgerinnen und Bürger. In ihren Familien verwenden sie neben Deutsch ihre eigene Sprache Romanes.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gingen die Roma ihrer Arbeit nach und lebten mehr oder weniger im guten Mit- und Nebeneinander. Mit Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde das Leben der Roma systematisch zerstört. Roma wurden entrechtet und ausgegrenzt, ihrer Lebensgrundlage beraubt, sie wurden systematisch erfasst und schließlich in die Vernichtungslager deportiert.  Roma wurden Opfer von Zwangsarbeit, medizinischen Experimenten, Massenerschießungen und Massenvergasungen. Schätzungsweise eine halbe Million Roma wurden dabei europaweit ermordet.“

Die vom Bistum Aachen zur Verfügung gestellte Wanderausstellung „Roma Leben“ “ soll mithelfen, dass Vorurteile abgebaut werden. Der Eintritt ist kostenlos.

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