Land hat sich für Neubau der Nationalparkverwaltung entschieden

Durch die günstigeren Investitionskosten bleibt laut Umweltministerium die Finanzierung weiterer Projekte auf Vogelsang gesichert

Umweltminister Remmel verweist auf die geringeren Kosten bei einem Neubau der Nationalparkverwaltung.Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Umweltminister Remmel verweist auf die geringeren Kosten bei einem Neubau der Nationalparkverwaltung.Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden-Vogelsang – NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat jetzt eine Meldung der Deutschen Presse Agentur bestätigt, in der behauptet wurde, dass er für die Nationalparkverwaltung einen Neubau favorisiere und den Umbau des ehemaligen Eingangsbereichs Malakoff ablehne.“Das NRW-Umweltministerium wird durch den Umzug der Nationalparkverwaltung in einen Neubau rund 4,7 Millionen Euro auf Vogelsang im Nationalpark Eifel investieren und die Region damit weiter unterstützen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Umweltministerium. Dies sei das Ergebnis einer Untersuchung des Ministeriums, die verschiedene Varianten zur Unterbringung der Nationalparkverwaltung geprüft habe, vom Neubau bis hin zur Nutzung von existierenden Gebäuden.

„Das Land ist ein verlässlicher Partner der Region. Durch dieses Vorhaben unterstützt das Umweltministerium die Konversion vor Ort im Nationalpark Eifel und stellt damit sicher, dass alle Projekte des NRW-Umweltministeriums finanziert werden können“, so NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

Die Variantenuntersuchung zur Unterbringung der Nationalparkverwaltung auf Vogelsang mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe gezeigt, dass die Neubauvariante die wirtschaftlichste Lösung darstelle. Die vergleichbaren Aufwände für eine Ansiedlung der Nationalparkverwaltung in Bestandsgebäuden (Malakoff-Ostflügel/Betriebshof) hätte deutlich höhere Investitionskosten von mindestens 8,4 bis 9,1 Millionen Euro zur Folge.

„Damit alle weiteren geplanten Projekte des NRW-Umweltministeriums auf Vogelsang realisiert werden können, ist die Entscheidung für einen Neubau getroffen worden. Voraussetzung für die Neuinvestitionen ist allerdings, dass der notwendige Grundflächenbedarf vom Bund zur Verfügung gestellt wird“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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Für Vogelsang stellt sich aber jetzt die Frage, was mit dem Eingangsbereich Malakoff auf Dauer geschehen soll. (epa)

Ein Gedanke zu „Land hat sich für Neubau der Nationalparkverwaltung entschieden“

  1. FDP Fraktion Schleiden spricht sich gegen einen Neubau der Nationalpark-Forstverwaltung auf Vogelsang aus.

    Die Katze ist aus dem Sack: Der nordrheinwestfälische Umweltminister Remmel hat bekannt gegeben, dass die Nationalpark-Forstverwaltung nicht in die leerstehenden Gebäude Malakoff am Eingang zur ehemaligen Ordensburg Vogelsang investieren wird. Die Nationalpark-Forstverwaltung und der zuständige Landesminister bevorzugen dagegen eine Neubaulösung auf dem Areal von Vogelsang. Begründet wird diese Entscheidung mit einem bislang der Kommune nicht bekannten Gutachten, wonach die Instandsetzungsarbeiten an den bestehenden Räumlichkeiten im Malakoff nahezu doppelt so teuer wären wie ein Neubau.

    Die FDP Fraktion im Stadtrat von Schleiden, vertreten durch ihren Sprecher Rolf Hörnchen und das Kreistagsmitglied Markus Herbrand, kritisieren die Entscheidung des Landesumweltministers scharf. Beide teilten unverblümt mit, was sie von einer solchen Entscheidung halten:

    „Die Suche nach dem Standort für die Nationalpark-Forstverwaltung, die sich derzeit in angemieteten Räumlichkeiten in Gemünd befindet, läuft seit vielen Jahren. Bereits die Landesregierung aus CDU und FDP hatte sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Der damalige Umweltminister Eckerhard Uhlenberg und seine Kabinettskollegin Christa Toben hatten damals bereits ein Gutachten in Auftrag gegeben. Erstaunlicherweise kam man auf der Basis dieses Guthachtens vor einigen Jahren zu dem Ergebnis, die Nationalpark-Forstverwaltung eben nicht mit einem Neubau zu versehen, sondern in den bestehenden Gebäudlichkeiten des Malakoff unterzubringen. Hier wird – von wem auch immer gesteuert – offenkundig durch die neue Landesregierung vom Ergebnis her gedacht. Im Ergebnis möchte man wohl nicht in die alten Räumlichkeiten, auch wenn sie neu gestaltet würden, einziehen. Statt dessen hätte man gerne einen Neubau für die Nationalpark-Forstverwaltung – und so sieht dann auch das Ergebnis des neuen Gutachtens aus. Mit normalem Menschenverstand ist es nicht erklärlich, dass Renovierungsarbeiten an bestehenden Räumlichkeiten für ca. 80 Arbeitsplätze nahezu doppelt so teuer sein sollen wie ein Neubau. Darüber hinaus hält die FDP es für ein fatales Zeichen, wenn selbst die Öffentliche Hand nicht in bestehende Räumlichkeiten auf Vogelsang investiert, sondern lieber neue Bauten dort errichtet. Wie sollen private Investoren nach Vogelsang gelockt werden, wenn die Öffentliche Hand sich so verhält? Die Entscheidung des Umweltministers steht ganz klar gegen zuvor bestehende Absprachen, Altbausubstanz zu nutzen, bevor Neubauten installiert werden. Ganz davon abgesehen dürfte die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Neubau auf Vogelsang vor dem Aspekt des Denkmalschutzes äußerst schwierig sein.“

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