Bürgermeister Radermacher bleibt im Amt

Von Reiner Züll – Mit knapp über 73 Prozent der abgegebenen Stimmen erreicht der CDU-Mann in Kall einen deutlichen Sieg

Als Wahlleiter übergab der Erste Beigeordnete Uwe Schmitz (links) dem Bürgermeister Papstwein und Edith Radermacher einen großen Blumenstrauß. Bild: Reiner Züll
Als Wahlleiter übergab der Erste Beigeordnete Uwe Schmitz (links) dem Bürgermeister Papstwein und Edith Radermacher einen großen Blumenstrauß. Bild: Reiner Züll

Kall – Der Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher (CDU) bleibt auch für die nächsten sieben Jahre im Amt. Mit knapp über 73 Prozent der abgegebenen Stimmen war das Ergebnis am gestrigen Wahlkampf mehr als eindeutig. Der amtierende Verwaltungschef gewann gegen seine Herausforderin Petra Kanzler (FDP), die für FDP und SPD ins Bürgermeisterrennen gegangen war.

Kanzler unterlag Herbert Radermacher mit 26,99 Prozent der Stimmen. Radermacher selbst hatte mit so einem eindeutigen Ergebnis nicht gerechnet. SPD-Fraktionschef Erhard Sohn sprach von einer Niederlage, wie man sie so seit langer Zeit nicht mehr erlebt habe.

Als die ersten Meldungen aus den Wahlbezirken eintrafen, herrschte Spannung im Sitzungssaal des Kaller Rathauses. Bild: Reiner Züll
Als die ersten Meldungen aus den Wahlbezirken eintrafen, herrschte Spannung im Sitzungssaal des Kaller Rathauses. Bild: Reiner Züll

Bereits nach Einlaufen der ersten zwei Schnellmeldungen zeichnete sich ab, dass der 60-jährige Amtsinhaber die Nase vorn hatte. In allen Wahlbezirken ging Radermacher als deutlicher Gewinner hervor. Das schlechteste Ergebnis erreichte er in Dottel, wo er immerhin noch 56,76 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. In Steinfeld sagten hingegen 87,28 Prozent und in Wallenthal 82,19 Prozent „Ja“ zum amtierenden Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung lag mit 48,64 Prozent fast zehn Prozent niedriger als bei der Bürgermeisterwahl 2007.

Herausforderin Petra Kanzler zeigte sich als faire Verlierer in und beglückmwünschte den alten und neuen Kaller Bürgermeister. Bild: Reiner Züllner Züll
Herausforderin Petra Kanzler zeigte sich als faire Verlierer in und beglückmwünschte den alten und neuen Kaller Bürgermeister. Bild: Reiner Züll

„Es kann also nicht alles verkehrt gewesen sein, was ich in den letzten sechs Jahren auf den Weg gebracht habe“, resümierte Radermacher, während er im Rathaus von allen Seiten beglückwünscht wurde. Der Bürgermeister wies aber auch auf das gute Klima im Rat hin. Die meisten Beschlüsse würden gemeinsam getragen.

Beigeordneter Uwe Schmitz, der erstmals als Wahlleiter agierte, gratulierte im Namen der Belegschaft und überreichte Radermacher italienischen Papstwein. Ehefrau Edith Radermacher übergab er einen großen Blumenstrauß mit dem Hinweis, dass ihr Mann auch künftig viel unterwegs sein werde.

Auch SPD-Fraktionschef Erhard Sohn (rechts) gratulierte Herbert Radermacher. Bild: Reiner Züll
Auch SPD-Fraktionschef Erhard Sohn (rechts) gratulierte Herbert Radermacher. Bild: Reiner Züll

Enttäuschung gab es hingegen bei Petra Kanzler. Der Zuspruch, den sie während des Wahlkampfes erfahren habe, habe sich leider nicht im Wahlergebnis widergespiegelt, sagte sie. Dennoch wolle sie sich jetzt nicht aus der Politik zurückziehen, sondern sich einen Platz im Rat erkämpfen.

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