„Eifel Vital“ startet mit Realisierungsphase

Projektmanager Sebastian Lindt erarbeitet zurzeit mit den Partnern die ersten Arrangements für Bad Münstereifel, Nettersheim, Blankenheim und Dahlem

Sebastian Lindt (2.v.r.) und Jan F. Kobernuß (Mitte, hinten) erarbeiten zurzeit mit den Projektpartnern von „Eifel Vital“ die ersten Tourismusangebote. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Sebastian Lindt (2.v.r.) und Jan F. Kobernuß (Mitte, hinten) erarbeiten zurzeit mit den Projektpartnern von „Eifel Vital“ die ersten Tourismusangebote. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nordeifel – Das Projekt „Eifel Vital“ geht in die Realisierungsphase. Nachdem der neue Projektleiter Sebastian Lindt Anfang des Jahres die Leitung übernahm, ist so einiges geschehen. Derzeit werden bereits die ersten konkreten Angebote für das gemeinsame Tourismusprojekt der Kommunen Bad Münstereifel, Nettersheim, Blankenheim und Dahlem erarbeitet. Damit die Angebotsentwicklung von Anfang an auf professionellen Füßen steht, hat Lindt den Tourismusberater Jan F. Kobernuß von der „ift – Freizeit- und Tourismusberatung“ aus Köln mit ins Boot geholt. Kobernuß ist für seine praxisorientierte Arbeit bekannt.

Kobernuß hatte Anfang 2013 zunächst einmal eine detaillierte Marktanalyse für das Projekt „Eifel Vital“ vorgenommen. Einige ausgewählte Ergebnisse stellte er jetzt in einem Workshop im Blankenheimer Rathaus vor, an dem rund 20 Projektpartnern teilnahmen.

Unbestritten sei, dass der Gesundheitstourismus weiter auf dem Vormarsch ist. Immer mehr Menschen wollten im Urlaub zur Ruhe kommen und sich von ihrem Alltagsstress erholen. „Es herrscht eine große Sehnsucht nach Natur als Gegenwelt zum Alltag“, so Kobernuß. Wichtig sei dabei die Erkenntnis, dass es sich bei Gesundheitsurlaubern nicht um Patienten handele, sondern um gesunde Menschen, die höchstens an ein paar kleineren Beschwerden oder Einschränkungen litten. „Patienten sollten daher nicht die Menschen sein, die wir bei unserem Projekt in erster Linie im Blick haben, für diese könnten wir in der Eifel auch gar nicht flächendeckend die medizinisch-technische Infrastruktur bereitstellen“, so Kobernuß.

Nach der Zielgruppendefinition klärte der Tourismusberater die Teilnehmer darüber auf, wie ein Angebot überhaupt gestaltet sein müsse, um die potenziellen Gäste zu erreichen. Für viele Menschen aus den Ballungsgebieten stelle die Eifel noch so etwas wie eine heile Welt dar, so Kobernuß. Man suche daher dort nicht das Exotische, sondern das Authentische. Ein Angebot müsse dies berücksichtigen und darüber hinaus vom Empfang der Gäste bis zum Service, dem Essen und den angebotenen Aktionen in sich stimmig und transparent sein.

Die Workshop-Teilnehmer bekamen daraufhin eine Art Baukasten an die Hand, mit dessen Bestandteile sie ein Angebot  professionell entwickeln konnten. In zwei Arbeitsgruppen machte man sich sogleich ans Werk. Projektleiter Sebastian Lindt hatte bereits im Vorfeld seinen Wissensvorsprung genutzt und mit einer Gruppe das erste Angebot zum Thema „Entspannung und Stressbewältigung“ bis zur Markt-Reife gebracht.

„Dabei“, so verriet er am Rande des Workshops, „geht es um ein »Wochenende für die Sinne«, bei der ein Blankenheimer Hotel Partner ist.“ Neben dem perfekten Hotelservice wird eine Wanderung mit einer Volksheilkundlerin angeboten, bei der der Gast die Bekanntschaft mit der Apotheke der Natur machen kann. „Es werden unter anderem Kräuter gesammelt und im Anschluss jahreszeitlich passende Produkte, wie Tinkturen, Salben und Liköre hergestellt“, so Lindt. Natürlich gehöre zu diesem Angebot ein Regionalmarke-Eifel-Frühstück ebenso dazu wie ein Mittagessen mit saisonalen und regionalen Produkten.

Bereits in den nächsten Wochen sollen weitere Angebote fertiggestellt und ab Ende des Jahres auch auf dem bis dahin ans Netz gehenden Internetauftritt von „Eifel Vital“ präsentiert werden.

 

Eifeler Presse Agentur/epa

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