Statt in den Hörsaal geht es in die Wildnis

In rund 50 Praktikumsstellen können sich Studierende nächstes Jahr wieder für drei bis sechs Monate in Schutzgebieten im Naturschutz engagieren – Nationalpark Eifel bietet zwei Praktikumsstellen an

Die Studentin Kerstin Trappmann nutzte das Commerzbank-Umweltpraktikum in der Wildniswerkstatt Düttling, um praktische Erfahrungen in der Umweltbildung zu sammeln. Bild: N. Lohr
Die Studentin Kerstin Trappmann nutzte das Commerzbank-Umweltpraktikum in der Wildniswerkstatt Düttling, um praktische Erfahrungen in der Umweltbildung zu sammeln. Bild: N. Lohr

Schleiden-Gemünd – Fünf Monate raus aus dem Studienalltag und hinein in die Natur des Nationalparks Eifel. Wer umfangreiche Praxiserfahrungen in einem der schönsten Naturlandschaften sammeln möchte, kann sich bis zum 15. Januar für das  Commerzbank-Umweltpraktikum bewerben. In Nordrhein-Westfalens einzigem Nationalpark unterstützt die Commerzbank zwei fünfmonatige Praktikumsstellen, eine im Fachgebiet Kommunikation und Naturerleben und eine in der Umweltbildung.

In rund 50 Praktikumsstellen können sich Studierende nächstes Jahr wieder für drei bis sechs Monate in insgesamt 25 deutschen Schutzgebieten wie Biosphärenreservaten, Nationalparks und Naturparks im Naturschutz engagieren. Die Commerzbank sorgt für die Unterkunft und ein Praktikantengehalt. Das jeweilige Schutzgebiet, im Nationalpark Eifel das Nationalparkforstamt Eifel, übernimmt die fachliche Betreuung.

Statt im Hörsaal zu sitzen schärften im vergangenen Sommersemester zwei Studierende aus Hamburg und Koblenz-Landau im Wald-Nationalpark in der Eifel während ihres Umweltpraktikums ihre Sinne in der Natur. Neben dem Kennenlernen der angehenden „Wildnis“ in dem Großschutzgebiet betreuten sie eigenständige Projekte:

Auf Augenhöhe mit den Fernseh-Profis: Pascal Schäfer (links) gemeinsam mit einem WDR-Team beim Vorbereiten des Drehs an der neuen Bird Watching Station am Urftsee. Bild: Michael Lammertz
Auf Augenhöhe mit den Fernseh-Profis: Pascal Schäfer (links) gemeinsam mit einem WDR-Team beim Vorbereiten des Drehs an der neuen Bird Watching Station am Urftsee. Bild: Michael Lammertz

Der medienbegeisterte Hamburger Pascal Schäfer, Student der Nachhaltigkeit-swissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg, produzierte drei Kurzfilme für den Internetauftritt des Nationalparks und für „youtube“.

Große Unterstützung erfuhr die Arbeit der Umweltbildung in der Wildniswerkstatt in Düttling durch die 25jährige Saarländerin Kerstin Msia Trappmann. Die angehende Umweltwissenschaftlerin betreute eigene Kinder- und Jugendgruppen und führte sie durch die Natur. Zudem entwarf sie eine Informationstafel für ein Schwalbenhaus am Nationalpark-Tor Heimbach sowie die sympathische Hummel als Mitmachaktion für Kinder.

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Die Einsatzstellen und Aufgabengebiete sind so vielfältig wie die Naturlandschaften selbst. Das von der UNESCO ausgezeichnete Projekt hat in den vergangenen 20 Jahren über 1.300 Studierenden ein Open-Air-Semester ermöglicht. Für viele Praktikanten war das der Einstieg in ihr späteres Berufsleben.

Ziel des Commerzbank-Umweltpraktikums ist die Sensibilisierung von Studierenden für nachhaltige Entwicklung und das Aufzeigen von beruflichen Perspektiven im Natur- und Umweltschutz.

(Quelle: Nationalparkverwaltung Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW)

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