Kunstakademie Heimbach: Mit kleinem Budget wurde viel bewegt

Die Zahlen, die der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn beim Neujahrsempfang der Internationalen Kunstakademie Heimbach vortrug, belegten eindrucksvoll den Erfolg der Akademie

Mit Optimismus ins neue Jahr: Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.), Heimbachs Bürgermeister Bert Züll, Fred Kessel als Vorsitzender des Fördervereins, Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder sowie Verwaltungsleiter Franz-Josef Hellwig blicken mit großer Vorfreude auf das fünfte vollständige Betriebsjahr der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Bild: Josef Kreutzer
Mit Optimismus ins neue Jahr: Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.), Heimbachs Bürgermeister Bert Züll, Fred Kessel als Vorsitzender des Fördervereins, Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder sowie Verwaltungsleiter Franz-Josef Hellwig blicken mit großer Vorfreude auf das fünfte vollständige Betriebsjahr der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Bild: Josef Kreutzer

Heimbach – „910 Teilnehmer aus allen Altersgruppen besuchten im Jahr 2013 die Kurse, Seminare und Workshops der Akademie. Werke, die sie dabei unter der Leitung der 54 renommierten Dozenten aus 16 Nationen schufen, wurden nacheinander in sieben Ausstellungen öffentlich präsentiert. 3500 Besucher kamen und staunten über die Qualität der rund 350 Gemälde, Grafiken und Skulpturen und über Hunderte von Fotografien“, so der Kreis Düren in einer Pressemitteilung.

Publikumsmagnet Nummer 1 sei im vergangenen Jahr Janosch gewesen, mit dessen Bildergeschichten Generationen von Kindern aufgewachsen sind. 10.500 Besucher strömten herbei, um seine „Bilder vom Leben“ zu sehen. Zur Vernissage war Janosch eigens aus Teneriffa angereist. Einige Exemplare seines Kreis-Düren-Bildes „Abenteuerland“ sind in der Akademie noch erhältlich.

Das Klarinettenquartett "Kla-vier" der Musikschule Düren sorgte für den guten Ton. Bild: Josef Kreutzer
Das Klarinettenquartett „Kla-vier“ der Musikschule Düren sorgte für den guten Ton. Bild: Josef Kreutzer

„Die große Strahlkraft der Kunstakademie hat sicher mit dazu beigetragen, dass die Eifel im In- und Ausland nicht mehr nur als Wanderparadies wahrgenommen wird. Sie kann heute auch auf dem Kompetenzfeld Kultur kräftig punkten“, zitierte Landrat Wolfgang Spelthahn eine aktuelle Vergleichsstudie von Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus der FH Westküste im Kreis Dithmarschen. Gegenüber der Vorgängerstudie von 2004 habe die Eifel-Kultur im Ranking einen nie da gewesenen Sprung nach vorn gemacht. „Auch Kultur trägt zur Wirtschaftsförderung bei“, sah Landrat Wolfgang Spelthahn seinen Impuls zur Akademiegründung bestätigt.

Dabei kam die Kunstakademie erneut ohne öffentliche Förderung aus. „Mit kleinem Budget hat das Team vieles bewegt, weil alle mit Herzblut dabei sind“, würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder samt Mitarbeiter. Ob Sommerakademie und Lesungen, ob Kulturrucksack NRW oder das „Biber sucht Kunst“-Projekt, das fast 1000 Kinder einbezogen hat, ob die Würdigung des viel zu früh verstorbenen Keramikers und Akademiemitbegründers Arno Schlader mit einer Monografie oder die Beteiligung an der EU-Kulturhauptstadt-Bewerbung Maastrichts und der Euregio: Die Kunstakademie hat 2013 erneut zahlreiche Impulse gesetzt. Dafür wurde sie bereits mit dem Eifel-Award ausgezeichnet.

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2014 geht sie mit über 100 Kursen und einigen neuen Dozenten an den Start. „Obwohl das Programmheft noch nicht gedruckt ist, werden manche Kurse schon kräftig gebucht, ja es gibt sogar schon eine Warteliste“, berichtete Akademiedirektor Zehnder den vielen Gästen. Einen Schub verspricht er sich von der Zertifizierung der Akademie, denn dann kommt sie auch für Bildungsurlauber in Frage. Neu eingeführt wird die Reflexion nach jedem Kurs, „denn wir wollen noch besser werden“. Zudem wartet die Akademie 2014 mit Neuheiten wie einem Open Air-Kino und dem Tagesprogramm „Malen vor Ort“ auf. Auch gefilmt wird wieder: Nach dem witzig-intelligenten Western soll es diesmal ein Piratenfilm sein, geentert wird auf dem Rursee. Und zum dritten Mal soll es eine große Ausstellung eines bekannten zeitgenössischen Künstler geben. Der Name wurde allerdings von der Pressestelle des Kreises Düren noch nicht verraten.

(Quelle: Kreispressestelle Düren)

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