Eifeler ITB-Splitter

Von Reiner Züll Nach Unfall mit dem Taxi verpasste der Landrat den Eifelabend – Bergmanns Angst um verblühte Tulpen – 10 Jahre Nationalpark – Vor 70 Jahren Schlacht im Hürtgenwald

Günter Rosenke (r.), Landrat Kreis Euskirchen, verpasste den Eifeler Abend der ITB - er musste stattdessen als Unfallzeuge aussagen. Bild: Reiner Züll
Günter Rosenke (r.), Landrat Kreis Euskirchen, verpasste den Eifeler Abend der ITB – er musste als Unfallzeuge aussagen. Bild: Reiner Züll

Eifel/Berlin – Von Aschermittwoch, 5. März,  bis Sonntag, 9. März, präsentierte sich die Eifel auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin: Die Eifel Tourismus GmbH mit ihren Unterorganisationen, die Zukunftsinitiative Eifel, die acht Kreise und Kommunen im Deutsch-belgischen Grenzraum hatten ihre Botschafter in die Bundeshauptstadt entsandt, wo sie in Gesprächen und auf mehreren Pressekonferenzen die Werbetrommel für die Eifel rührten.

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Der Euskirchener Landrat Günter Rosenke war Pechvogel des ersten Tages. Er verpasste den Eifelabend am Mittwochabend in den Museem Dahlem, weil er der Polizei als Unfallzeuge Rede und Antwort stehen musste. Er war mit dem Taxi zum Museumsrestaurant unterwegs, als das Taxi mit einem Radfahrer zusammenstieß. Rosenke musste als Zeuge an der Unfallstelle verbleiben. Er verpasste nicht nur den Eifelabend, sondern auch den informativen Rundgang durch die Südseeausstellung im größten Museum von Berlin.

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Vier Hallen vom Eifelstand entfernt präsentierte sich der Nationalpark Eifel. Dort informierte Michael Lammertz den Besuchern das Jahresprogramm, das in diesem Jahr im Zeichen des zehnjährigen Bestehens des einzigen Großschutzgebietes in NRW steht. Am 30. und 31. August soll es in Gemünd eine große Geburtstagsfeier geben. In Berlin stellte Lammertz auch den neuen barrierefreien Naturerkundungspfad „Wilder Weg“ vor, der Mitte des Jahres eröffnet wird.

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Zülpichs Bürgermeister Albert Bergmann war mit Laga-Geschäftsführer Christoph Hartmann unentwegt unterwegs, um den Fachbesuchern der ITB die Landesgartenschau schmackhaft zu machen. Alles liege im Plan, berichtete Bergmann bei der Pressekonferenz am NRW-Stand. Er habe nur die eine Sorge, dass die Tulpen wegen der frühlingshaften Witterung bis zur Eröffnung der Laga im April schon wieder verblüht sind.

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Direkt neben dem Stand der Landesgartenschau präsentierte der ehemalige Münstereifeler Bürgermeister Achim Bädorf den Verband Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte. Bädorf ist geschäftsführender Vorsitzender des Verbandes, dem auch die Kurverwaltung Bad Münstereifel abgeschlossen ist.

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Heimbachs Bürgermeister Bert Züll (r.) pries neben dem Nationalpark auch die Kunstakademie Heimbach an. Bild: Reiner Züll
Heimbachs Bürgermeister Bert Züll (r.) pries neben dem Nationalpark auch die Kunstakademie Heimbach an. Bild: Reiner Züll

Auf eine Veranstaltungsreihe anlässlich der Kriegsschlachten vor 70 Jahren im Hürtgenwald machten die Vertreter der Rureifel-Touristik aufmerksam. Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn und Heimbachs Bürgermeister Bert Züll präsentierten einen weiteren erneuten Coup der Heimbacher Kunstakademie: Nach Ausstellungen von Werken von James Rizzi und Janosch schwärmten sie von der Ausstellung des New Yorker Pop-Art-Künstlers Charles Fazzino, die  am 27. April eröffnet werde.

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Blankenheims Bürgermeister Rolf Hartmann wies auf die Einweihung der Römervilla am 11. Juli hin, die mit 2,2 Millionen Euro aus Mitteln der Regionale 2010 gefördert worden sei. Bei der Blankenheimer Bevölkerung sei das römische Bauwerk noch nicht so ganz angekommen, dafür sei das Interesse des Fachpublikums umso größer.

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Wilfried Pracht (r.), Bürgermeister Nettersheim, hier mit seinem Dahlemer Amtskollegen Reinhold Müller, machte auf den Archäologischen Landschaftspark aufmerksam. Bild: Reiner Züll
Wilfried Pracht (r.), Bürgermeister Nettersheim, hier mit seinem Dahlemer Amtskollegen Reinhold Müller, machte auf den Archäologischen Landschaftspark aufmerksam. Bild: Reiner Züll

Und auch der Nettersheimer Bürgermeister Wilfried Pracht hatte auf der ITB „Römer“ anzubieten. Nach der Eröffnung des archäologischen Landschaftsparks rechne man in der Gemeinde Nettersheim jährlich mit 10.000 zusätzlichen Gästen. In diesem Landschaftspark könnten sich auch Laienforscher als Grabungsexperten versuchen. Pracht: „Wir haben Anfragen aus ganz Europa“.

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Die Eifel Tourismus GmbH stellte in Berlin neue Ferienkataloge mit Ausflugs- und Veranstaltungstipps vor. Annähernd 700 Gastgeber zwischen Köln, Trier, Aachen und Koblenz präsentieren darin ihre Übernachtungsangebote. Desweiteren hatte die ET einen Veranstaltungskalender für 2014 erstellt, in dem vom Blankenheimer Geisterzug, über die Monschauer Festspiele und die Satzveyer Ritterspiele bis zu den Kronenburger Kunst- und Kulturtagen auf 25 Großveranstaltungen hingewiesen wird.

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Iris Poth, Wirtschaftsförderin des Kreises Euskirchen und Geschäftsführerin der in Kall ansässigen Nordeifel Tourismus GmbH, hatte unter anderem Pauschalangebote für Wandern und Radfahren parat. Sie stellte maßgeschneiderte Wander- und Rad-Arragements vor, wie zum Beispiel „Wandern ohne Gepäck“ oder Angebote für den Römerkanalwanderweg oder Eifelbahnsteig.

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ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer bezeichnet die Eifelregion als „Speerspitze des Radwanderns“. Seine ostbelgische Kollegin Sandra De Taeye berichtete, dass der im vergangenen Jahr eröffnete Vennbahn-Radweg das Leuchtturmprojekt sei. Der längste grenzüberschreitende Bahntrassen-Radweg sei kürzlich in Amsterdam als schönste Radwanderstrecke Europas ausgezeichnet worden. Da Taeye: „Danach hat es einen Boom an Buchungen gegeben“.

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Der Bau des Radweges auf der ehemaligen  Bahntrasse von Jünkerath nach Losheim wird derzeit unter Regie des Kreises Euskirchen realisiert. Dahlems Bürgermeister Rainer Müller äußerte in Berlin die Hoffnung, dass der Weg im Sommer fertig werde und an das belgische Radwegenetz anschließen könne.

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