Neues (Ferien-) Dorf für Heimbach

Zahlreiche Gäste verfolgten die offizielle Einweihung des „Resort Eifeler Tor“ – 74 Wohnungen und 96 Ferienhäuser sollen für über 150 000 Übernachtungen sorgen

Symbolisch zum Ortsbürgermeister kürte Bert Züll (v.l.), Bürgermeister Heimbach, den Manager des Ferienparks „Resort Eifeler Tor“, Serge van der Heijden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Symbolisch zum Ortsbürgermeister kürte Bert Züll (v.l.), Bürgermeister Heimbach, den Manager des Ferienparks „Resort Eifeler Tor“, Serge van der Heijden. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Heimbach – Es ist ein fast ein eigenes Dorf, was in Heimbach, kleinste Stadt Nordrhein-Westfalens, mit dem „Resort Eifeler Tor“ für rund 50 Millionen Euro entstanden ist. Folgerichtig kürte Bert Züll, Bürgermeister Heimbachs, den Resort-Manager Serge van der Heijden bei der offiziellen Eröffnung des Ferienparks am vergangenen Samstag symbolisch zum „Ortsbürgermeister“.

Das „Resort Eifeler Tor“ (RET) sei sogar der schönste der insgesamt 74 Ferienparks des niederländischen Betreibers „Landal“, wie deren Direktor Jeroen Mol sagte – auch wenn er das auf den Eröffnungstag einschränkte, „damit die anderen Parks nicht neidisch werden“, wie er lächelnd hinzufügte. Direkt an der Rurtalsperre gelegen, mit herrlichem Ausblick auf die Wälder des Nationalparks Eifel, ist das Feriendorf die größte private Investition im touristischen Bereich in Nordrhein-Westfalen, wie Züll berichtete.

Alle Zufriedene Gesichter bei Investoren und Politikern: Das „Resort Eifeler Tor bringt gute Aussichten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Zufriedene Gesichter bei Investoren und Politikern: Das „Resort Eifeler Tor bringt gute Aussichten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

74 Wohnungen für vier bis zehn Personen, 96 Villen für sechs bis zwölf Personen sowie zahlreiche Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten vom Schwimmbad über Wellness-Center bis zur Boule-Bahn, ein Einkaufsboulevard mit Outdoor-Laden, zwei Restaurants, Supermarkt, Geldautomat und sogar eine Tourist Information sollen für über 150 000 Übernachtungen pro Jahr im Resort sorgen.

Auch ein eigenes Bier, das „Heimbacher“, ist durch das resorteigene Brauhaus möglich geworden – auch wenn die drei erhältlichen Sorten momentan noch nicht aus den beiden Braukesseln im Feriendorf, sondern aus der Gemünder Brauerei stammen. Don van Schaik, Direktor der Firma „Dormio“, die das Millionen-Euro-Projekt trotz der in der konkreten Planungsphase hereinbrechenden Wirtschaftskrise schulterte, strich heraus, dass der Eifel-Tourismus solch hochwertigen Unterkünfte wie im RET brauche. Das zeigten auch die Besucherzahlen: In der Woche vor der offiziellen Einweihungsfeier sei das Resort bereits das erste Mal ausgebucht gewesen.

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Nicht nur für Heimach, sondern für den gesamten Kreis Düren sei die Eröffnung des Resorts ein großer Tag, so Landrat Wolfgang Spelthahn. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nicht nur für Heimach, sondern für den gesamten Kreis Düren sei die Eröffnung des Resorts ein großer Tag, so Landrat Wolfgang Spelthahn. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Wolfgang Spelthahn, Landrat Kreis Düren, bezeichnete die Einweihung nicht nur als großen Tag für Heimbach, sondern für den gesamten Kreis Düren. Nicht nur die Urlauber im RET könnten von den Möglichkeiten profitieren, auch weitere Gäste und die Ortsansässigen können in das offene Resort kommen und Gastronomie wie Shops genießen.

Den sichtlichen Stolz und die gute Laune von Bürgermeister Züll konnte auch nicht trüben, dass keiner der eingeladenen Vertreter der Bezirks- und Landesregierung erschienen war. Er hoffe, wie er augenzwinkernd sagte, dass das nicht mit dem Projekt Pumpspeicher-Kraftwerk zusammenhänge, für das Bezirks- und Landesregierung gekämpft, für dessen Scheitern aber die Stadt Heimbach wesentlich beigetragen habe. Spontaner Applaus aus dem großen Publikum brandete bei diesen Worten auf. „Jahrelanger Baustellenlärm hätte nun wirklich nicht hierher gepasst“, so Bert Züll.

Markus Böhm, stellvertretender Geschäftsführer der Energie Nordeifel, Don van Schaik und Serge van der Heijden der Firma „Dormio“, und Marko Mertens, Energie Nordeifel, sind Partner für die Stromversorgung des Resorts. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Böhm, stellvertretender Geschäftsführer der Energie Nordeifel, Don van Schaik und Serge van der Heijden der Firma „Dormio“, und Marko Mertens, Energie Nordeifel, sind Partner für die Stromversorgung des Resorts. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Gerade Gäste der Feier aus dem Kreis Euskirchen wie der Allgemeine Vertreter des Landrats, Manfred Poth, Dahlems Bürgermeister Reinhold Müller oder Iris Poth, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Kreis Euskirchen, dürften sich gefreut haben, dass die Energieversorgung des Feriendorfes aus ihrem Heimatkreis sichergestellt wird: Die „Energie Nordeifel“ mit Sitz in Kall hat auch ohne Pumpspeicherkraftwerk für die Stromversorgung des Resorts gesorgt.

Eifeler Presse Agentur/epa

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