Schwertransporter rauschten durch die Eifel

Auch durch Gemünd ging die Fahrt der Schwertransporter ohne größere Probleme vonstatten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch durch Gemünd ging die Fahrt der Schwertransporter ohne größere Probleme vonstatten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Eifel/Schleiden – 18 Schwerlasttransporter in mehreren Konvois rauschten Montagnacht durch die Eifel. Ihr Bestimmungsort: der Bürgerwindpark Schleiden. An Bord der riesigen Lastkraftwagen befanden sich tonnenschwere ringförmige Betonteile, die vor Ort zusammengeschraubt und aufeinandergesetzt die nächsten zwei Türme der Windenergieanlagen ergeben. Die wenigen Menschen, die mitten in der Nacht noch auf den Beinen waren, staunten nicht schlecht über die Fahrkünste der Lkw-Fahrer. Diese hatten vor allem zwei Nadelöhre zu bewältigen: den Kreisverkehrsplatz in Roggendorf und den in Gemünd. An beiden Orten brauchten die zahlreichen Begleiter der Schwertransporter aber nicht einmal mehr auszusteigen. Was für jeden normalen Autofahrer ein Alptraum gewesen wäre, für die Spezialisten war es ein Kinderspiel.

Präzision am Kreisverkehr in Roggendorf: Schwerlasttransporter fädelten sich geschickt durch das Mechernicher Nadelöhr. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Präzision am Kreisverkehr in Roggendorf: Schwerlasttransporter fädelten sich geschickt durch das Mechernicher Nadelöhr. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Gleichzeitig kämpften die Konvois mit der Zeit: Denn für die Nacht waren schwere Regenfälle für die Eifel angekündigt worden. Hinter dem Kreisverkehr in Gemünd hieß es dann: Freie Fahrt bis nach Patersweiher, wo alle Transporter noch trocken ankamen, bevor wenig später der Regen einsetzte.

„Wir sind sehr gut in der Zeit“, berichtet KEVER-Projektleiter Eckhard Klinkhammer. „Auch das Wetter spielt mit. Bislang gab es nur wenige Tage, wo aufgrund des starken Winds eine Arbeit im Turmbau nicht möglich war.“ Sobald die Anlagen stehen, sei der Wind natürlich mehr als willkommen.

„Während die Arbeiten in Patersweiher plangemäß ausgeführt werden, erstellen wir in diesen Tagen bereits die Netzanbindung“, so Klinkhammer weiter. Dazu werden die Kabel aus dem Windpark bis nach Wollenberg verlegt. Abschnittsweise wird das Kabel mit einem speziellen Erdbohrsystem unter Straßen und Bäche hergeführt. Eckhard Klinkhammer zeigt sich sehr zufrieden mit der bisherigen Projektabwicklung und bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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